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Anzahl Nachrichten: 2 - Seiten (1): [1]
Autor: Annette
Erstellt: 15.12.2009 - 16:12
Betreff: Verwaiste Eltern oder die Ungerechtigkeit der eigenen Familie
Kennen Sie oder haben Sie ähnliches schon einmal erlebt? Ich möchte Ihnen hier eine wahre Geschichte aus meinem bzw. unserem Leben erzählen von uns als Eltern, die man heute auch gerne als verwaist bezeichnet.

Vor 18 Jahren ist unser Sohn "David" an einer schweren Herzkrankheit verstorben. Vier Jahre später war ich bzw. waren wir - wie man so schön sagt - in guter Hoffnung, haben jedoch abermals unser Kind bereits gegen Ende des dritten Schwangerschaftsmonats verloren.

Seit dieser für uns bis heute sehr schmerzvollen Zeit - die wir nie so richtig überwunden haben - gab es weder von unserer Familie (Eltern) wie von Geschwistern oder sogenannten Freunden jemals Verständnis, Betroffenheit oder Begleitung für uns, die wir immer noch am trauern sind. Es riss uns damals das Herz aus dem Leib - und das tut es auch noch heute.

Spricht man das Thema unter den Eltern an, heißt es: Das ganze ist 18 Jahre her, wir sollten uns doch endlich zusammenreißen. Denn deren eigener Sohn (in diesem Fall ein jüngerer Bruder meines Lebensgefährten) habe ein noch viel schwereres Schicksal hinter sich. Und unter diesem dermaßen schweren Schicksal leiden die Eltern wirklich. Der "Bub" (37 Jahre alt) hat trotz einer akademischen Ausbildung keine Arbeit. Aus diesem Grunde wird er von den Eltern bis heute finanziell unterstützt. Er hat demzufolge ein eigenes Auto, eine eigene Wohnung, die Mutter (70 Jahre) wäscht ihm die Wäsche, kocht für ihn usw. Der Vater sagt, "er möchte ja arbeiten, aber er ist soviel am nachdenken, dass er vor lauter nachdenken keine Arbeit findet, obwohl ich ihm jeden Tag aus der Zeitung Stellenangebote vor die Nase lege. Trotzdem findet der Bub keine Arbeit. Die Mutter hingegen frägt: "Der Bub ist ja so intelligent, warum kriegt er nur keine Arbeit?"

Wir - also mein Lebensgefährte und ich - schlagen uns durchs Leben mit ach und krach - aber komischerweise, wir haben Arbeit. Es finanziert uns auch keiner ein Auto, eine Wohnung oder ähnliches. Auch müssen wir selber kochen, die Wäsche selbst waschen usw.

Die Schwiegermutter sagt, sie sei sehr traurig, dass Ihr Enkelkind gestorben sei, doch sieht sie darin offenbar ausschliesslich den Sohn meines Lebensgefährten. Es scheint dabei aber anscheinend überhaupt keine Rolle zu spielen, dass die Mutter des Kindes (also in dem Fall ich selbst) unendliche Trauer, Schmerz, Wut, Hass, Zorn und Ungerechtigkeit verspürt.

Ich frage Sie nun, ist Ihnen ähnliches auch schon mal passiert? Wenn ja, würde ich mich sehr freuen, mit Ihnen darüber zu reden.

Annette Weinzierl, Redaktion: forum-naturheilkunde.de
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Autor: virida
Erstellt: 07.02.2010 - 22:02
Betreff: re: Verwaiste Eltern oder die Ungerechtigkeit der eigenen Familie
Liebe Anette
Sehr gern würde ich mit dir über diese Situation reden, ich habe ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. Meine Tochter ist vor 19 Jahren gestorben.
Herzliche Grüße
Inge
[Noch nicht bewertet]
Anzahl Nachrichten: 2 - Seiten (1): [1]
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