Gentechnik-Anbau in Bayern auf dem Rückzug...
...Proteste werden stärker
Von den im Februar 2008 noch geplanten 123 Hektar Fläche für den kommerzielen Anbau von gentechnisch verändertem Mais MON 810 von Monsanto sind inzwischen über 26 Hektar in den Landkreisen Würzburg und Kitzingen zurückgezogen worden.
Für ein gentechnikfreies Bayern
Der Landesvorsitzende des Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) Prof. Dr. Hubert Weiger wertet dies als Erfolg der Bürgerproteste und appelliert eindringlich an die bayerischen Bauern, keine vollendeten Tatsachen zu schaffen und auf die Anbau-
möglichkeit von «Gen-Mais» freiwillig zu verzichten. «Bayern muss gentechnikanbaufrei bleiben. Jetzt ist vor allem auch die bayerische Staatsregierung gefordert, sich endlich für juristische Wege zu regionalen Anbauverboten von Mon 810 einzusetzen.» Der Bund Naturschutz setzt weiter auf Aufklärung und unterstützt Protestveranstaltungen in ganz Bayern in den nächsten Wochen.
Am Ostersamstag, den 22. März 2008, wird ab 17.00 Uhr in Westheim im Landkreis Kitzingen eine Aktion mit Andacht und Osterfeuer starten. Am darauffolgenden Wochenende, den 5. und 6. April findet eine Protest- Radeltour durch den Landkreis Kitzingen mit Übernachtungs-
möglichkeit auf Schloss Schwanberg statt und am Sonntag den 20. April ist eine große Protestveranstaltung mit Gottesdienst und Fest im Land-
kreis Pfaffenhofen an den staatlichen Versuchsflächen in Forstwiesen geplant.
Risiken für die Gesundheit
Der Bund Naturschutz lehnt Anbau und Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen ab, da damit vielfältige Risiken für die Gesundheit, die Umwelt sowie die bäuerliche Landwirtschaft und die gentechnikfreie Produktion verbunden sind. Da ein Nebeneinander von Gentechnikanbau und gentechnikfreier Landwirtschaft nicht möglich ist, befürchtet der BN weiteren Unfrieden in den Dörfern. Der Bund Naturschutz fordert deshalb nochmals eindringlich Bundesminister Seehofer auf, sich am Beispiel anderer EU-Länder zu orientieren (z. B. Frankreich, Österreich, Ungarn, Griechenland) und die Zulassung von MON 810 zurückzunehmen, zumal der von Monsanto vorgelegte Monitoringplan absolut unzureichend ist.
Mit freundlicher Genehmigung: www.bund-naturschutz.de
Autor: Marion Ruppaner
Email: marion.ruppaner(at)bund-naturschutz.de
Literatur zum Thema «Gentechnik»:
Engdahl, F. W.:
Saat der Zerstörung
Die dunkle Seite der Gen-Manipulation
Verlag: Kopp-Verlag
Kurzbeschreibung
Innerhalb von fünf bis höchstens zehn Jahren werden sich wesentliche Teile der weltweiten Nahrungsmittelversorgung in den Händen von nur vier global agierenden Großkonzernen befinden. Diese Firmen halten exklusive Patente auf Saatgut, ohne das kein Bauer oder Landwirt der Welt säen und später ernten kann. Es handelt sich dabei allerdings nicht um gewöhnliches Saatgut. Es sind Samen, die so genmanipuliert wurden, daß sie nach der ersten Ernte »Selbstmord« begehen. Damit soll sichergestellt werden, daß Saatgut jedes Jahr neu erworben werden muß - ein Geschäft, das der Teufel nicht hätte besser erfinden können. Wird diese Entwicklung nicht aufgehalten, entsteht eine neue, bislang nicht für möglich gehaltene Form der Leibeigenschaft.
Drei der vier privaten Unternehmen, die heute gentechnisch verändertes Saatgut anbieten, weisen dabei eine unheilvolle jahrzehntelange Verbindung zur US-Kriegsmaschinerie des Pentagon auf. Einst produzierten sie »Agent Orange«, das Zehntausende in Vietnam tötete und selbst heute noch Folgeschäden verursacht. Zur Zeit üben diese Firmen, in Zusammenarbeit mit der US-Regierung, einen enormen Druck auf Europa aus, damit auch hier alle Schranken gegen genmanipuliertes Saatgut fallen.
Dieses Buch ist keine Geschichte über Profitgier. Es ist vielmehr eine Geschichte über die dunkle Seite der Macht. In den 1970er Jahren erklärte Henry Kissinger: »Wer das Öl kontrolliert, ist in der Lage, ganze Nationen zu kontrollieren
wer die Nahrung kontrolliert, kontrolliert die Menschen.« Das Buch dokumentiert, daß die amerikanische Rockefeller-Stiftung der treibende Motor hinter dieser Entwicklung ist. Zusammen mit privaten Forschungsinstituten und in Mittäterschaft der US-Regierung versucht eine kleine mächtige Elite, Gott zu spielen - mit erschreckenden Folgen für die Völker der Welt.
Die vorliegende Arbeit dokumentiert eine gigantische Verschwörung. Diese ist aber leider keine Theorie oder Spekulation, sondern vielmehr rasant voranschreitende Realität.
