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Hilutit...
...ein neuer Stern am Heilsteine-Himmel?
Erfahrungen aus einem kleinen Selbsttest ...
Er begegnete mir in einem gut sortierten Mineraliengeschäft an der Nordsee: der Hilutit. Ich hatte natürlich schon von dieser Neuentdeckung aus dem Dschungel Sri Lankas gehört und mich über den Stein informiert. Fühlte mich aber zunächst nicht so recht angesprochen, zumal ich bei seltenen Steinen aus Naturschutzgründen generell sehr zurückhaltend bin. Als ich jedoch direkt vor jener kleinen Auslage der Hilutit-Trommelsteine stand, zog mich der rotbraune Stein auf merkwürdige Weise in seinen Bann. Und nach einer Nacht des Überlegens erstand ich gleich am nächsten Morgen eines der Exemplare aus dem Fair-Trade-Projekt. Als Anhänger an einem Lederband legte ich den Hilutit sofort an und trug ihn in Herzhöhe. Und ich dachte nicht mehr über ihn nach, bis mir nach kurzer Zeit ziemlich heiß wurde.
Ein Blick in den Spiegel offenbarte mir mein gerötetes Gesicht. Als ob mir das Blut in den Kopf gestiegen wäre. Dazu spürte ich eine leichte Unruhe. Etwas unangenehm, aber gleichzeitig war auch meine Müdigkeit wie weggeblasen. Kaum noch eine Spur von der extremen Erschöpfung, die mich überhaupt erst zu diesem Urlaub veranlasst hatte. Nach einem Tag Tragepause für den Hilutit - und normaler Blässe in meinem Gesicht - wiederholte ich das Experiment: Wieder wurde mir heiß, rötete sich die Gesichtshaut ganz leicht. Dieses Mal spürte ich jedoch keine Unruhe, dafür fühlte ich mich unternehmungslustiger als zuvor. Zufall oder in der Tat die Wirkung des Hilutits? Da ich eigentlich nicht zu hohem Blutdruck neige, fiel es auf jeden Fall schwer, hier einen
Zufall anzunehmen. Vielleicht handelte es sich auch »nur« um eine stärkere Durchblutung des Kopfbereiches? Sicherlich gut gegen meine starke Nasennebenhöhlenentzündung ... Gleichzeitig konnte ich mich auch nicht daran erinnern, dass mein Körper jemals so schnell und offensichtlich auf einen Heilstein reagiert hätte. Heilwirkungen verlaufen sonst eher unterschwellig und sanft. Allerdings deckt sich die etwaige Erhöhung des Blutdrucks bzw. die Steigerung der Durchblutung auch mit einigen Untersuchungsergebnissen des Steinheilkunde e.V. Der gemeinnnützige Verein startete nämlich in 2008 ein entsprechendes Forschungsprojekt. 173 Personen testeten den Hilutit für 6 Wochen und hielten ihre Eindrücke und Erfahrungen täglich in einem Fragebogen fest. Die in 2009 veröffentlichten Testergebnisse geben einen guten ersten Einblick. (Sie können über den Steinheilkunde e.V. gegen eine Gebühr bezogen werden: www.steinheilkunde-ev.de)
Aspekte möglicher Wirkungen

Darüber hinaus muss aber sicher noch intensiv geforscht werden, um den Hilutit richtig einzuordnen. Wirkt er nicht nur sanft aktivierend, sondern treibt er häufiger mal den Blutdruck in die Höhe, sollten ihn Menschen meiden, die sowieso zu hohem Blutdruck neigen, Herz-Kreislauf-Probleme haben, unter Unruhe bzw. Schlaflosigkeit leiden usw. Denn hoher Blutdruck ist ein starker gesundheitlicher Risikofaktor. Menschen mit niedrigem Blutdruck und Antriebsschwäche dagegen könnten vom Hilutit profitieren. Doch das ist nur ein Teilaspekt möglicher Heilwirkungen. In diesem Zusammenhang muss auch beobachtet werden, welche unterschiedlichen Wirkungen die verschiedenen Farbausprägungen des Hilutits haben. Ich hatte mir ja einen rotbraunen Hilutit ausgesucht und Rot wirkt nun einmal stark aktivierend. Ein eher rosafarbener Hilutit dagegen könnte - gemäß Farbenlehre - schon einen sehr viel sanfteren Einfluss auf den Herzbereich ausüben. Damit wäre er allgemein verträglicher und sogar für Bluthochdruckkranke interessant. Es bleibt also noch viel zu klären. Was weiß man denn überhaupt schon über den Hilutit? Nun, nicht sehr viel. Denn er wurde erst 2004 in einem Dschungelgebiet auf Sri Lanka entdeckt. Ob dieses Mineral schon unseren Vorfahren bekannt war, wird uns vielleicht immer verborgen bleiben. Auf jeden Fall gibt es dazu wohl keine Überlieferungen.
Forschung an der Universität Mainz
Deshalb untersuchte die Universität Mainz diesen »neuen« Stein und fand heraus, dass er sich aus Granat, Zirkon, Goethit und Quarz zusammensetzt. Und der rote Granat »Pyrop« gilt ja in der Edelsteintherapie als Helfer gegen Erschöpfung. Er kann positiven Einfluss auf Herz und Kreislauf ausüben sowie den Tatendrang stärken. (Und das erinnert mich schon sehr an meine Reaktion auf den Hilutit.) Zirkon soll die Leber anregen, körperliche sowie seelische Schmerzen lindern sowie den Einfallsreichtum fördern. Außerdem kann er bei Allergien und - ähnlich wie Goethit - bei Atemwegsbeschwerden helfen. Quarz schließlich überzeugt sowieso durch eine besonders breite Palette an Heilwirkungen.
«Kein Stein für jeden Tag»
Aber wie wirkt das alles im Zusammenspiel? Erfahrungen, die erst noch gesammelt werden wollen. Vielleicht macht die einzigartige Zusammensetzung des Hilutits ihn wirklich zu einem Wunderstein, zu einem neuen Stern am Heilsteine-Himmel!? Bislang scheint nur eins festzustehen: Hilutit ist kein Stein für jeden Tag.
Text: Sigrid E. Günther, Autorin des aktuellen Ratgebers: »Heilsteine – 150 Steine für Ihr Wohlbefinden«, BLV-Verlag
Heilsteine - 150 Steine für Ihr Wohlbefinden:
Extra: Welcher Stein hilft wann? - Neuausgabe
von Sigrid E. Günther
Verlag: BLV
Kurzbeschreibung
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