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Dinkel-Buchweizen-Möhrenbrot...
...Das Rezept des Monats Juni
Angesichts der Tatsache, daß heute immer mehr gesundheitsschädigende Backhilfsmittel von der Industrie entwickelt und darüber hinaus auch noch vom Gesetzgeber ganz legal genehmigt werden, ist es um so erfreulicher, wenn immer mehr Menschen dazu übergehen, ihr tägliches Brot wieder selbst zu backen. Heute stehen der vitalstoffreichen Vollwertküche viele Getreidearten zu Verfügung, sodaß der Fantasie bei der Brotzubereitung fast keine Grenzen gesetzt sind.

Zutaten:
400 g frisch gem. Dinkel
150 g frisch gem. Buchweizen
1 Würfel Bio-Hefe
2 EL Meersalz
250 ml Mineralwasser
1 EL Olivenöl
150 g geriebene Möhren
3 TL gemahlener Koriander
2 TL getr. Thymian
1 TL getr. Rosmarin
Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Schüssel geben. Danach die Hefe mit dem Salz in Mineralwasser auflösen und die Flüssigkeit zu den Zutaten hinzufügen. Den Teig 10 Minuten lang kräftig mit der Hand durchkneten. Anschließend die Schüssel mit einer Alufolie abdecken und den Teig eine Stunde lang ruhen lassen. Im Anschluß daran nochmals kräfig durchkneten und einen runden Brotlaib formen. Das Brot auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, den Laib an seiner Oberfläche zweimal einschneiden und mit Wasser besprühen. Danach etwa 10 Minuten ruhen lassen. Nun den Laib in den auf 250° Celsius vorgeheizten Backofen schieben und 25 Minuten backen, dann die Temperatur auf 200° Celsius reduzieren und den Laib weitere 25 Minuten backen. Danach den Ofen abschalten und das Brot bei Nachwärme noch etwa 10 Minuten ruhen lassen.
Kleine Warenkunde zum Buchweizen (Fagopyrum esculentum)
Buchweizen stammt ursprünglich aus Asien und zählt nicht zu den Getreidepflanzen, sondern gehört wie Rhabarber und Sauerampfer zu den Knöterichgewächsen (Polygonaceae). Seinen Namen bekam er, weil die Körnerfrüchte in der schwarzen Schale eine dreikantige Gestalt aufweisen und an die Form der Bucheckern erinnern. In früheren Zeiten wurde Buchweizen in Norddeutschland als «Weizen der armen Leute» bezeichnet. Darüber hinaus hieß er im Volksmund auch «Heidekorn» oder «Heidegrütze», weil er bevorzugt auf mageren Heideböden und abgebrannten Moorflächen gedieh.
Besondere Inhaltstoffe
Buchweizen hat einen pikanten Geschmack, er ist leicht verdaulich und enthält Kohlenhydrate, Ballaststoffe und hochwertige Eiweißbausteine wie Lysin und Tryptophan. Darüber hinaus ist Buchweizen glutenfrei, er eignet sich daher optimal als Kost bei Vorhandensein einer Glutenallergie. Gluten ist das Klebereiweiß, durch das die Getreidemehle backfähig werden. Ferner sind in den Powerkörnern reichlich Kalzium, Eisen, Kalium, Magnesium, Kieselsäure sowie die Vitamine B1, B2, B3 und Vitamin E enthalten. In Spuren finden sich Kupfer und Kobalt. Im blühenden Kraut des Knöterichgewächses kommt viel Rutin vor, dieses hält die Gefäße elastisch und dichtet sie ab. Entsprechend kann Buchweizen auch als wertvolle Venenmedizin bei Krampfadern und Besenreisern sowie als Vorbeugung gegen Arthrose angesehen werden.
Buchweizen in der Küche
Buchweizenkörner finden in der Küche als Grieß oder Mehl für Suppen, Soßen, Klöße, Aufläufe, Bratlinge, Pfannkuchen und Brotaufstriche Verwendung. Im Handel gibt es neben den ganzen Körnern - in ungerösteter und gerösteter Form - auch Buchweizen-Grütze zu kaufen. Mit der Getreidemühle werden die Körner zu Schrot und sehr feinem Mehl verarbeitet.
Lagerung:
Buchweizenkörner sollten wegen der möglichen schnellen Oxidation nicht über einen längeren Zeitraum gelagert werden.
Brot backen macht Spass! Die Handhabung von Natursauerteig und Hefeteig ist im Grunde kinderleicht. Mit den richtigen Zutaten und bei der richtigen Temperatur kümmert sich der Teig um sich selbst Sie müssen ihm dann nur noch etwas einheizen! Und wenn Sie am Ende das selbst hergestellte Brot genießen, wissen Sie sogar, was drin ist. Der Genuss von frischem Brot oder Brötchen wird erst perfekt durch einen köstlichen Aufstrich: Am Ende dieses Buches finden Sie in 16 neuen Rezepten leckere und gesunde Alternativen zum üblichen Käse-Wurst-Marmelade-Einerlei.
Dr. Erika Richter, Jahrgang 1938. Dramaturgie-Studium an der Deutschen Hochschule für Filmkunst Potsdam-Babelsberg (1956-1960), danach Zusatzstudium in Moskau. Redakteurin der Zeitschrift filmwissenschaftliche mitteilungen. 1975 Dissertation über DEFA-Gegenwartsfilme der frühen siebziger Jahre. 1975-1991 Dramaturgin im DEFA-Spielfilmstudio. Ab 1992, zunächst mit Rolf Richter, nach seinem Tod im August 1992 allein, verantwortlich für die Herausgabe der Zeitschrift Film und Fernsehen bis 1999. Lebt in Berlin.
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