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Gewaltfreie Kommunikation...

...Buchtipp des Monats Februar
Der Mensch ist vom Beginn seiner Erziehung darauf geschult, sowohl sich selbst als auch andere zu be- und verurteilen. Aus diesen erlernten Verhaltensweisen wird der Zugang zu den eigenen Gefühlen wie auch das Verstehen anderer Personen mit all ihren Befindlichkeiten und Bedürfnissen erschwert. Darüber hinaus sind negative Bewertungen über die Sprache und Körpersprache für eine optimale Kommunikation absolut schädlich. Kommen nun auch noch Vorurteile, Ignoranz, Schuldzuweisungen oder Mißachtung hinzu, wird es schwer, sowohl mit der eigenen Person als auch mit Anderen in eine einfühlsame und respektvolle Kommunikation zu treten. Im Gegenteil, sie führt zu Streit, negativen Gefühlen wie Wut oder Haß. Dadurch werden letztendlich keine Lösungen für die beiderseitigen Wünsche und Bedürfnisse im gemeinsamen Dialog erzielt. Aufgrund von solchen Erfahrungen hat der Psychtotherapeut und Konfliktmediator Dr. Marshall B. Rosenberg die Technik der «Gewaltfreien

Kommunikation» ins Leben gerufen, die er und sein Center for Nonviolent Communication weltweit verbreitet. So hat er sein Wissen an Ausbilder, Schüler, Studenten, Eltern, Manager, medizinisches und psychologisches Fachpersonal, Militärs, Friedensaktivisten, Anwälte, Gefangene, Polizisten und Geistliche weitergegeben. Das Modell der Gewalfreien Kommunikation besteht aus vier scheinbar einfachen Grundschritten, wie «Beobachtungen», «Gefühle», «Bedürfnisse» und «Bitten». Diese Komponenten sollen in jedem Dialog klar ausgesprochen und verstanden werden. Dabei ist es wichtig, Beobachtungen nicht mit Bewertungen zu interpretieren, Gefühle wahrzunehmen und diese auszudrücken, Bedürfnisse zu erkennen und Wünsche (Bitten) - durch Äußerung von bewußten und zielgerichteten Worten - aufzustellen. Die verschiedenen Kapitel sind mit interessanten Fallbeispielen sowie mit praktischen Übungen angereichert. «Gewaltfreie Kommunikation» ist ein hervorragendes Buch zum Thema Empathie. Die Inhalte zeigen auf, wie auf Beurteilungen und Verurteilungen verzichtet werden kann, um sich den wahren Gefühlen der Anwesenden zuzuwenden.
Wir betrachten unsere Art zu sprechen vielleicht nicht als «gewalttätig», dennoch führen unsere Worte oft zu Verletzung und Leid - bei uns selbst oder bei anderen. Die Gewaltfreie Kommunikation hilft uns bei der Umgestaltung unseres sprachlichen Ausdrucks und unserer Art zuzuhören. Aus gewohnheitsmäßigen, automatischen Reaktionen werden bewußte Antworten. Wir werden angeregt, uns ehrlich und klar auszudrücken und gleichzeitig anderen Menschen unsere respektvolle Aufmerksamkeit zu schenken.
Wenn wir die Gewaltfreie Kommunikation in unseren Interaktionen anwenden, ob mit uns selbst, mit einem anderen Menschen oder in einer Gruppe, kommen wir an eine Tür, die auf allen Ebenen der Kommunikation, in allen Altersklassen und in den unterschiedlichsten Situationen im Beruf, im Privatleben und auf dem politischen Parkett erfolgreich geöffnet werden kann.
Die Gewaltfreie Kommunikation ist die verlorene Sprache der Menschheit, die Sprache eines Volkes, das rücksichtsvoll miteinander umgeht und die Sehnsucht hat, in Balance mit sich selbst und anderen zu leben. Mit Geschichten, Erlebnissen und beispielhaften Gesprächen macht Marshall Rosenberg in seinem Buch alltägliche Lösungen für komplexe Kommunikationsprobleme anschaulich.
Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens. Gestalten Sie Ihr
Leben, Ihre Beziehungen und Ihre Welt in Übereinstimmung mit Ihren Werten
von Marshall B. Rosenberg, Erschienen im Junfermann-Verlag






