Mit Tieren verbunden - Buchbesprechung

Die Autorin Susanne Fischer-Rizzi begibt sich mit ihrem Buch «Mit Tieren verbunden» auf die Spuren der europäischen Kultur und sucht nach Zeichen einer alten und einer neuen Verbundenheit zwischen Tier und Mensch. Die Entstehung dieses Buches beruht auf den Erlebnissen der Autorin anläßlich einer Expedition in den Norden Kanadas. Als die Mitglieder dieser Expedition durch ihr Fehlverhalten in der Natur den Angriff eines Grizzly-Bären provozierten, wurde dieser von Männern der Canadian Mountain Police erschossen. Die Autorin und ihre Mitreisenden wurden im Anschluß daran von einer befreundeten indianischen Familie in das spirituelle Verhältnis der Indianer zu deren Lebensumwelt eingeführt. Die dort gewonnenen Einsichten in die Verbundenheit und Verwandtschaft alles Lebendigen bewogen die Autorin, sich näher und intensiver mit diesem Thema zu beschäftigen. Am Ende dieses Prozesses steht das vorliegende Buch.

Von der indianischen führte der Weg in die europäischen Kulturen der Gegenwart und Vergangenheit. Auch in unserer eigenen Geschichte gab und gibt es Vorstellungen von Tieren nicht nur als Nutztiere, sondern als Verbündete, Wegbegleiter und Seelengefährten des Menschen, die unser Innerstes erreichen und uns helfen können,  die Verbindung mit den - lang vergessenen und verdrängten - archaischen Sphären unseres eigenen Bewusstseins wiederherzustellen.

Auch wir selbst sind Teil einer Gemeinschaft des Lebendigen, dem es zumindest in früheren Zeiten nicht fremd war, mit den Kraft- und Seelentieren unserer Ahnen zu kommunizieren. Dieses Bedürfnis besteht durchaus auch heute noch in vielen von uns, allerdings wollen wir uns derart archaische und «primitive» Riten nicht zugestehen, weil sie nicht mehr in die Sichtweise der modernen Gesellschaft passen, in der wir heute leben müssen.

Mit Tieren verbunden

Auf ihrer Suche nach den Beziehungen zwischen Mensch und Tier begegnete Susanne Fischer-Rizzi vielen Erzählungen, Mythen, Bräuchen und Ritualen auch aus unserer eigenen europäischen Kultur, die bis in die heutige Zeit existieren. Diese können und sollen uns zeigen, daß wir auch jenseits von Massentierhaltung, Tierquälerei und der gnadenlosen Ausbeutung unserer Mitgeschöpfe durchaus noch in der Lage sein können, wieder eine wertschätzende und verantwortungsvolle Beziehung zum Tier als unserem ältesten Begleiter durch die Geschichte aufzubauen. Vor dem Hintergrund der massiven Naturzerstörung und den damit verbundenen Veränderungen der Oberfläche unseres Planeten, ist dies sicherlich ein Aspekt, der in seiner Bedeutung für unser aller Überleben nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Vielleicht findet sich ja im lange vergessenen, oft als «primitiv» verlachten und von der Kirche sogar als «heidnisch» verbotenem Wissen unserer Urahnen der entscheidende Schlüssel zu unserer eigenen Zukunft?
(Bildquelle: Martin Gabriel)

Der Verlag über das Buch

Mit Tieren verbunden

Mit Tieren verbunden.
«Eine Reise durch die faszinierende und magische Welt der Tiere»


Tiere können uns wahre Begleiter, Verbündete und Seelengefährten sein, sie vermögen unsere innersten Gefühle anzusprechen und eine Verbindung zu tiefer liegenden, archaischen Schichten des Bewußtseins zu schaffen. In diesem außergewöhnlichen Buch, begleitet von eindrücklichen Fotos, nimmt uns Susanne Fischer-Rizzi mit auf eine Reise durch die Tierwelt und die Geschichte der Menschheit, von prähistorischen Zeiten bis heute. In der Beschreibung von zwölf Tieren verweben sich wie noch nie zuvor Mythologie, psychologische Archetypen, persönliches Erleben und biologisches Wissen zu eindringlichen Bildern unserer europäischen Kraft- und Seelentiere. Ein Buch, das zur Heilung der tiefen Entfremdung zwischen Mensch und Tier in unserer Kultur beitragen und eine neue Verbundenheit zwischen ihnen wachsen lassen kann.

Aus dem Inhalt:
Im Kraftfeld der ungezähmten Tiere. Die Macht der Wildnis. Das uralte Lied. Von der Frau, die sich mit dem Bären vermählte. In den Kathedralen der Steinzeit. Mit dem Tiergeist sprechen.  Die Herrin der Tiere. Die Schöne und das Biest.

Die zwölf beschriebenen Tiere:

Bär, Delfin, Fuchs, Hausgrille, Hund, Katze, Luchs, Pferd, Rabe, Rind, Schwein, Wolf.
Buch erschienen im AT-Verlag.

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