Fladenbrot mit Schnittlauchdip...

...das Rezept des Monats

Ein selbstzubereitetes Fladenbrot schmeckt besonders knackig und gewinnt durch einen Schnittlauchdip mit Knoblauch die richtige Würze. Das Rezept ist gerade dann optimal, wenn im Frühling die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke brechen. Profitieren Sie von den gesunden Inhaltsstoffen des Schnittlauchs und genießen Sie gleichzeitig den Frühling.

Zutaten für Fladenbrot und Dip

  • 600 g fein gemahlenes Weizenvollkornmehl
  • 1 TL Kräutersalz
  • 1 TL Rosenpaprika
  • jeweils eine Prise Muskat, Koriander, Kurkuma, Pfeffer, Chili und Kardamom
  • 350 g Wasser
  • zwei Bund Schnittlauch
  • 1 zerdrückte Knoblauchzehe
  • 200 g Sauerrahm
  • 4 EL Süßrahm
  • 4 EL Leinöl
  • etwas Meersalz und Pfeffer
Fladenbrot mit Dip

Zubereitung

Frischgemahlenes Weizenvollkornmehl mit Kräutersalz und den Gewürzen mischen. Anschließend Wasser zugeben, dabei soll der Teig eine feste formbare Konsistenz erhalten. Danach kleine Kugeln formen, diese einzeln auf einen sauberen mit Olivenöl gefetteten Untergrund legen. Eine saubere Plastiktüte auf die Kugel legen und mit dem Teigroller zu sehr dünnen Broten (fast so dünn wie Kartoffelchips) ausrollen. Die Fladenbrote auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei etwa zweihundert Grad (Heißluft) 12 bis 15 Minuten backen. Werden die Fladenbrote sehr dünn ausgewalkt, dann brauchen Sie für diese Menge zwei Backbleche, so dass Sie immer ein Backblech im Ofen haben, das andere während der Backzeit vorbereiten und Sie so Zeit haben, die nächsten Fladen auszuwalken. Die Fladenbrote lassen sich wunderbar in Blechdosen aufbewahren.

Für den Dip den Schnittlauch waschen, trockentupfen und in feine Röllchen schneiden. Aus dem Sauer- und Süßrahm sowie Leinöl eine cremige Sauce erstellen. Die Knoblauchzehe schälen, sehr fein schneiden und zum Dip geben. Die Schnittlauchröllchen unterrühren und mit Meersalz und Pfeffer abschmecken.

Kleines Porträt zum Schnittlauch (Allium schoenoprasum)

Schnittlauch (Allium schoenoprasum) zählt zu den bekanntesten Küchenkräutern und wird seit Jahrhunderten wegen seines zarten Zwiebelgeschmacks gern zum Würzen von milchigen Gerichten verwendet. Sein unverwechselbarer Geschmack verbessert zudem Rezepte aus Sauerrahm. Aber auch zum Würzen von Eiern, Kartoffeln und Gurken wird er gerne genutzt. Das beliebte Küchenkraut ist in China schon seit viertausend Jahren bekannt und hat dort bereits dem venezianischen Händler Marco Polo (etwa 1254 bis 1324) gemundet. Er brachte von seinen Reisen den Schnittlauch in die westliche Welt mit, wo er heute als unverzichtbar gilt.

Botanik und Anbau

Schnittlauch zählt zur Familie der Zwiebelgewächse (Alliaceae). Das grüne mehrjährige Kraut hat röhrenförmige Blätter und erreicht eine Höhe von 20 bis 30 cm. Es hat hübsche rötlich lilafarbene Blüten, die zwischen Juni und August in halbkugeligen Köpfchen erscheinen. Das Küchenkraut bevorzugt leichten, aber feuchten und ablaufenden Boden in der Sonne oder im Halbschatten.

Die Gruppen können im mittleren Frühjahr im Garten gepflanzt werden. Die Samen hingegen werden im April oder im späten August mit einem Abstand von etwa 15 cm ausgesät. Die Entfernung der Blütenstängel vor der Blüte erhöht die Produktion der Röhrenblätter. Nach drei Ernten ist die Pflanze meistens erschöpft. Die Bestände können dadurch erneuert werden, dass Sie sie geteilt und neu ausgepflanzt werden. Schnittlauch kann auch gut in Töpfen auf der Fensterbank oder dem Balkon gezogen werden. Geerntet wird er im Freiland von März bis November. Im Frühbeet, Gewächshaus oder von der Fensterbank findet er ganzjährig Verwendung.

Verwendung in der Küche:

Die frisch gehackten Röllchen werden in Salaten und Kräuterbutter verwendet, über Suppen und Omelettes gestreut oder oft zu anderen veganen und vegetarischen Gerichten gereicht. Schnittlauch läßt sich nicht gut trocknen, kann jedoch kleingeschnitten gut eingefroren werden.

Inhaltsstoffe:

Frischer Schnittlauch enthält viel Vitamin C (47 mg%), Natrium, Eisen, Carotin, Calcium, Kalium und Phosphor. Der hohe Vitamin C Gehalt macht ihn vor allem im Winter und Frühjahr zu einem begehrten Küchenkraut. Schnittlauch regt den Appetit an.

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