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Gewalttätigkeit beim Kleinkind


Autor Nachricht
Verfasst am: 11. 01. 2010 [15:57]
nata1972
Themenersteller
Dabei seit: 10.01.2010 - Beiträge: 0
Hallo zusammen,
ich möchte euch heute dringend um Hilfe bitten, da ich große Probleme mit meinem 2-jährigen Sohn habe.
Er ist oft sehr gewalttätig und das leider nicht nur in Situationen, in denen man denken könnte, dass es noch „normal“ ist. Er haut andere Kinder, wenn sie ihm etwas wegnehmen wollen, was ich noch als normal für ein 2 Jahre altes Kind empfinde.
Er geht aber auch zu anderen Kindern und haut ihnen unvermittelt ein Auto auf den Kopf, ohne dass diese Kinder irgendetwas gemacht haben, was ihm einen Anlass dazu gegeben haben könnte. Er geht z.B. auch zu einem Kinderwagen und beißt einem fremden Kind in die Hand oder er haut Kinder, nachdem er sie zunächst lieb gestreichelt hat, also für mein Empfinden oft auch sehr hinterhältig.
Er ist dabei manchmal so in Rage, dass ich alle meine Kräfte aufbringen muß, um ihn von diesen Kindern fernzuhalten.
Mütter, die unseren Sohn erlebt haben, versuchen schon, ihre Kinder zu beschützen.
Er haut, kratzt, beißt, sticht mit den Fingern ins Auge und tritt auch uns als Eltern, zwar meistens, wenn ihm etwas verboten worden ist, aber auch oftmals unvermittelt und ohne Grund. Manchmal schreckt er nachts hoch und schreit und lässt sich nicht beruhigen, auch nicht von mir als Mutter. Ganz im Gegenteil, er haut und tritt mich weg. Ich vermute, dass das ein Nachtschreck ist, der jetzt zwar nicht mehr so allzu oft vorkommt, aber eine zeitlang fast jede Nacht aufgetreten ist.
Generell ist er eher ein Kind, das Körperkontakt nicht so gerne möchte.

Unser Heilpraktiker hat einmal Hyoscyamus und danach Stramonium in C200 verordnet, was keine Wirkung gezeigt hat.

Zu seiner Krankheitsgeschichte:
Er hatte kurz nach seiner Geburt ein Ekzem am Hals, was nach 2 Eigenblutbehandlungen dort nicht mehr auftritt, aber dafür in schwacher Form am Rücken und Handgelenk.
Er hat –beginnend in der 1. Lebensnacht- jede Nacht im ca. 10 min.-Takt geweint, was sich erst nach einigen Monaten etwas gelegt hat, so dass er nur noch ca. 20x pro Nacht geweint hat. Wir waren mit ihm bei einem Chiropraktiker, der ihn leider mit lautem „Knack“ eingerenkt hat. Er hat danach besser geschlafen, aber nicht gut. Das hat sich erst nach einer Behandlung bei einer Osteopathin gebessert, so dass er seit kurzer Zeit endlich durchschläft.

Er hat einen 4–jährigen Bruder, der sehr eifersüchtig ist auf seinen kleiner Bruder und ihn das oft spüren lässt. Sein Bruder zeigt überhaupt keine gewalttätigen Züge, er wehrt sich lediglich gegen seinen kleinen Bruder.

Die Schwangerschaft war dadurch belastet, dass sein Bruder durch eine Schwangerschaftsvergiftung als Frühchen zur Welt kam und das Risiko bestand, dass diese in der folgenden Schwangerschaft wieder auftritt. Nachdem mein Sohn in der 16. Schwangerschaftswoche etwas zu klein für sein Alter war, habe ich vorsorglich bis zum Ende der Schwangerschaft eine CO2-Therapie gemacht. Dabei musste ich mich mehrmals pro Woche in einen großen Müllsack legen, in den CO2 gepumpt wurde.

Ich weiß nicht, ob das alles wichtig ist, aber das sind alles Dinge, die mir eingefallen sind.
Ich frage mich so viele Dinge, dass ich gar nicht mehr weiß, wo ich ansetzen soll.
Ist es vielleicht ADS? Liegt es am Einrenken? Soll ich ihn neurologisch untersuchen lassen oder ihn einem Kinderpsychiater vorstellen? Bisher bin ich davor zurückgeschreckt, weil ich ihn nicht unnötig irgendwelchen Untersuchungen aussetzen will.
Habt ihr eine Idee, welches Mittel passen könnte oder was ihm helfen könnte? Besonders interessiert mich der Grund für sein Verhalten, den ich mir einfach nicht erklären kann. Wir erziehen unsere Kinder völlig gewaltfrei.

Ich bin über jede Antwort dankbar!
Viele Grüße
Nata
Verfasst am: 12. 01. 2010 [15:12]
puls130
Dabei seit: 06.01.2010 - Beiträge: 0
Hallo Nata 1972,

ich habe gott sei dank keine Erfahrungen mit solch einem Verhalten bei Kindern bisher gemacht. Wenn es aber mich betreffen würde, würde ich versuchen welche Krankheiten in Frage kommen auszuschließen, d.h. vielleicht zum Kinderpsychiater gehen usw. Ich denke, auch wenn man dann Gewissheit hat, wodurch diese Aggression ausgelöst wird,
kann man es viel besser angehen und dagegensteuern.

Als ich deinen Beitrag gelesen habe, ist mir ein Therapie eingefallen, von der ich mal in einer Zeitschrift gelesen habe:
- Tiertherapie (Pferd oder Hund)-
Zwar ging es hier ehr um autistische Kinder, aber vielleicht gibt es ja sowas auch, wie du es beschreibst. Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Kraft !!
Verfasst am: 14. 01. 2010 [09:36]
Monika
Dabei seit: 05.12.2009 - Beiträge: 10
Hallo Nata,
habe gerade deinen Bericht gelesen. Ich bin Heilpraktikerin/Homöopathin, und nach meinem Verständnis kommen mehrere Umstände infrage: die sicherlich sehr belastenden Anwendungen in der SS, die dein Sohn genauso erleben musste, die aber mit Stram sicherlich gut behandelt wurden.
Meiner Meinung nach ist das Ekzem seinerzeit durch Eigenblut unterdrückt worden und die Problematik hat sich auf andere Bereiche verlagert.
Nach der Miasmenlehre in der Homöopathie hat sich das Erscheinungsbild auf eine andere Ebene begeben.
Ich würde nicht raten, zu einem Psychiater zu gehen, vielleicht sprichst du nochmal mit deinem Heilpraktiker. Man kann das alles mit der Homöopathie miasmatisch angehen. LG Monika
Lg


Verfasst am: 30. 03. 2010 [14:02]
Lilotte
Dabei seit: 30.03.2010 - Beiträge: 0
Hallo Nata,
auch ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Es gibt Therapiemöglichkeiten, die extra auf Kleinkinder ausgerichtet sind. Die Tochter meiner Freundin hatte ähnliche Verhaltensauffälligkeiten. Meine Freundin hat mit der Kleinen eine Tiertherapie gemacht, in der das Kind gelernt hat, behutsam mit anderen Geschöpfen umzugehen. Ich denke, das ist einen Versuch wert!