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HPV


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Verfasst am: 26. 05. 2010 [19:35]
Lena123
Themenersteller
Dabei seit: 26.05.2010 - Beiträge: 0
Hallo,
ich habe bei meiner Frauenärztin einen PAP-Test zum Nachweis von HPV gemacht. Nun kam eine Mitteilung, ich sei Pap I (hab ich nun den Virus oder nicht?) und dass das vollkommen unauffällig sei und low risk - aber ich solle innerhalb eines halben Jahres zu einer erneuten Untersuchung antreten. So wirklich schlau werde ich daraus nicht. Kann mir jemand sagen, was Pap I zu bedeuten hat? Dass man zwar Virusträger ist, aber ohne besonderes Risiko oder dass alles gut ist und man kein Virus in sich trägt? Bin scheinbar zu blöde für das Merkblatt und die Interneterklärungen, da dort immer nur die Rede von Pap II und mehr die Rede ist.
Vielen Dank, Lena
Verfasst am: 27. 05. 2010 [18:55]
Marco
Dabei seit: 18.11.2007 - Beiträge: 55
Hallo Lena,

zuerst einmal eine Aufstellung wie der Arzt einen Pap-Abstrich beurteilt:

- Pap 1 ist normal, es werden keine Maßnahmen vollzogen
- Pap 2 ist normal mit einer leichten Entzündung. Hier muß nach einigen Monaten eine Kontrolle durchgeführt werden.
- Pap 3 ist nicht ganz eindeutung wegen Entzündungszellen oder Hormonmangel. Daher wird auch hier eine spätere Kontrolle durchgeführt.
- Pap 3d ist eine leichte Zellveränderung, auch hier Kontrolle in ca. 3 Monaten.
- Pap 4 hier ist ein krankhaftes Zellbild vorhanden, es besteht der Verdacht auf ein frühes Krebsstadium.
- Pap 5 weist eindeutig auf bösartige Zellen hin. Es wird von der Schulmedizin umgehend Op, Chemo oder Bestrahlung empfohlen.

Schlußbemerkung: Bei Pap 1 bis 3 ist kein operativer Eingriff notwendig.


Zellveränderungen (Dysplasien) am Muttermund spürt die Frau nicht. Sie werden in der Regel bei der routinemäßigen Krebsvorsorgeuntersuchung festgestellt. Der beste Zeitpunkt für eine entsprechende Untersuchung liegt um die Zeit des Eisprungs. Es gibt einen HPV-Test, einen Spezialabstrich (MonoLayer), bei dem speziell nach Papillomaviren gesucht wird. Dieser wird zur Zeit nicht standardmäßig während der Früherkennung durchgeführt - er muß aus eigener Tasche bezahlt werden. Mit dem HPV-Spezialabstrich lässt sich eine Infektion erkennen, noch bevor es zu Zellveränderungen gekommen ist. Ist das Ergebnis negativ, kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass kein Erkrankungsrisiko vorliegt. Es werden verschiedene Viren-Typen unterschieden, die in "high-risk" (hohes Risiko) und "low-risk" (niedriges Risiko) eingeteilt werden. Gefürchtet werden also diejenigen mit einem besonderen Entartungsrisiko, und zwar die Typen mit dem "high-risk".

Sehr viele Menschen kommen in ihrem Leben mit dem Virus in Kontakt. Normalerweise bekämpft das körpereigene Immunsystem das Virus erfolgreich, es wird meistens innerhalb weniger Monate neutralisiert.

Hoffentlich konnte ich Dir damit weiterhelfen. Ansonsten frage zur Sicherheit bei Deiner Frauenärztin nochmals nach.

Gruß Marco