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Schleimbeutelentfernung???


Autor Nachricht
Verfasst am: 23. 01. 2008 [18:33]
Amitylane
Themenersteller
Dabei seit: 23.01.2008 - Beiträge: 0
Hallo,

ich habe heute die Diagnose einer chronischen Schleimhautentzündung bekommen. Der Arzt will mir auch gleich den Schleimbeutel im Ellbogen entfernen. Ich bin noch etwas skeptisch aus verschiedenen Gründen! Muss man wirklich gleich alles rausnehmen?

Wie erkenne ich denn eine chronische Schleimbeutelentzündung von einer "normalen" weg

Vielleicht auch noch kurz mein Krankheitsverlauf:

Mitte Dezember beim Hallensport bin ich auf den Ellenbogen gefallen, wo ich starke Berührungsschmerzen daraufhin am Ellbogen hatte. Der Arzt Nr. 1 hat daraufhin eine Schleimbeutelentzündung diagnostiziert. Salben, Bandage usw.
Nun wurde es allerdings nicht besser und seit 3 Tagen ist der Schleimbeutel erstmals (dick) gefüllt. Also man kann die Flüssigkeit spüren unter der Haut.
Aufgrund Urlaub von Arzt Nr. 1 ging ich nun zu Arzt Nr. 2 der mir nun die chronische Schleimbeutelentzündung diagnostiziert hat.

Was haltet ihr davon???

Bitte um Rückinfo!

Vielen Dank!
Grüße
André
Verfasst am: 24. 01. 2008 [07:28]
Stefano
Dabei seit: 25.12.2007 - Beiträge: 12
Hallo André,

ich bin in solchen Fällen immer genauso skeptisch wie Du (und das solltest Du besser auch bleiben). Ohne die medizinische Seite Deines Falles näher beurteilen zu können, würde ich erstmal abraten, einen Arzt einfach so an Dir herumschneiden zu lassen!

Ich habe es am eigenen Leib oft genug erlebt, wie schnell manche Weißkittel mit dem Messer zur Hand sind icon_frown.gif

An Deiner Stelle würde ich lieber noch zu einem dritten Arzt gehen und eine weitere Konsultation einholen. Das kostet zwar Zeit, ist aber besser, als wenn Dir hier eine möglicherweise unnötige Operation droht.

Viele Grüße
Stefan
Verfasst am: 28. 01. 2008 [12:44]
Marco
Dabei seit: 18.11.2007 - Beiträge: 55
Hallo André,

eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) entsteht durch Verletzungen oder auch durch zu starke mechanische Belastung. Eine akute Bursitis äußerst sich durch eine gerötete und überwärmte Haut über dem Schleimbeutel. Es bestehen starke Schmerzen. Die Schwellung kann getastet werden. Ist die Schleimbeutelentzündung chronisch geworden, kann es zu Kalkablagerungen im Schleimbeutel kommen. Schmerz, Schwellung sowie Bewegungseinschränkung des betroffenen Gelenks sind die Folge.

Das macht die Schulmedizin!
Kompressionsverband, Ruhigstellung des betroffenen Gelenks, später Krankengymnastik. Medikamente wie NSAR (Nichtsteroidale Antirheumatika) und Cortisonpräparate mit einem Lokalanästhetikum werden verabreicht; operiert wird auch, aber das weißt du ja selbst schon icon_smile.gif

Das macht die Naturheilkunde!
Ein geschulter Naturheilkundler wird in hartnäckigen Fällen ein Cantharidenpflaster über dem betroffenen Gelenk anbringen.(Pflaster auf keinen Fall selbst anbringen. Man muß was davon verstehen, ansonsten kann die Angelegenheit sich noch verschlechtern. Auch Blutegel können in Gelenknähe aufgebracht werden. Eine homöopathische Konstitutionsbehandlung kann erfolgen. Salben aus Roßkastanien- oder Beinwellextrakt können verwendet werden. Enzyme wie z. B. Phlogenzym wirken entzündungshemmend und abschwellend. Homöopathika für den akuten Zustand - in niedriger Potenz - können lindernd eingreifen. (Zum Beispiel: Apis, Bryonia, Rhus tox., Arnika u. a. Mittel). Hier muß auf das Ähnlichkeitsprinzip geachtet werden, sonst hilft es nicht!

Je nach Ausprägung der Beschwerden wird der Naturheilkundler die eine oder andere Methode einsetzen.

Viele Grüße und gute Besserung
Marco



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