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spastische Bronchitis


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Verfasst am: 11. 04. 2008 [18:09]
bina1848
Themenersteller
Dabei seit: 11.04.2008 - Beiträge: 0
Hallo!

Hat jemand Erfahrung mit Naturheilkunde bei einer spastischen Bronchitis?

Liebe Grüße,
bina
Verfasst am: 15. 04. 2008 [15:31]
Marco
Dabei seit: 18.11.2007 - Beiträge: 55
Hallo Bina,

Um welche Form der Bronchitits handelt es sich denn hierbei?
Es gibt akute Bronchitis, chronische Bronchitits, chronisch obstruktive Bronchitis...? Betrifft es ein Kind, Erwachsenen oder alten Menschen? (Alter?)
Liegt ein Asthma bronchiale mit vor?
Können mögliche Ursachen ausgemacht werden?

Damit Deine Frage beantwortet werden kann - so fern dies in meiner Macht steht - wäre es ratsam, wenn Du mehr dazu erzählen könntest.

Viele Grüße
Marco
Verfasst am: 23. 04. 2008 [14:03]
bina1848
Themenersteller
Dabei seit: 11.04.2008 - Beiträge: 0
Hi Marco,

es geht dabei um unseren 14 Monate alten Sohn. Er hat, seit er ca. sechs Wochen alt war, immer wieder eine obstruktive Bronchitis. Gerade sind wir bei der neunten Episode. Etwas genaueres über die Form kann ich dir leider nicht schreiben, denn der Kinderarzt spricht immer nur von "obstruktiver Bronchitis". Heißt chronisch, dass sie dauerhaft vorhanden ist? Das ist bei unserem Sohn nicht so, er ist zwischendurch auch immer eine Zeit lang gesund. Vor kurzem waren wir bei einem Kinder-Pulmologen, der hat gemeint, es handle sich schon um kindliches Asthma, wobei man in diesem Alter noch nicht offiziell davon sprechen würde. Wirkliche Ursachen konnten wisher auch noch nicht ausgemacht werden, ein Allergietest war auch negativ. Offiziell heißt es, er habe ein empfindliches Bronchialsystem, bei dem er auf kleine Infekte direkt mit einer obstruktiven Bronchitis reagiert. Mein Mann hat eine Hausstaub- und Tierhaarallergie, beides jedoch mittlerweile in abgeschwächter Form. Unser Sohn hat seine Regelimpfungen alle normal bekommen, wobei wir Pneumokokken erst vor kurzem haben nachimpfen lassen, das heißt, dort fehlen noch die Auffrischungen. Bisher hatte er nie Probleme mit Impffolgen, bis auf leichtes Fieber nach der MMR-Impfung. Ich muss dazu sagen, dass unser Sohn im Alter von drei Wochen (März 07) das erste mal in Vollnarkose operiert werden musste (wg. einer Harntransportstörung; Ausleitung eines Megaurethers) und mit acht Monaten (Oktober 07)das zweite mal, ebenfalls in Vollnarkose (Rückverlegung des Urethers). Beide male bekam er nach der OP Antibiotikum. Zwischen den beiden OPs wurde er auch geimpft.

Wir haben Ende Mai einen Termin in einer anthroposophischen Klinik (sie wurde uns von einer Heilpraktikerschule empfohlen) und wollen dort versuchen, naturheilmedizinisch etwas auszurichten.
So, das waren jetzt eine Menge Informationen, ich hoffe, sie sind nicht total ungeordnet... :?

Grüße, bina

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 23.04.2008 um 14:03.]
Verfasst am: 27. 04. 2008 [06:02]
Marco
Dabei seit: 18.11.2007 - Beiträge: 55
Hallo bina,

danke für Deine Antwort.

Der Schritt zur anthrophischen Klinik ist eine sehr gute Entscheidung. Leider gibt es bei diesem Krankheitsbild in der Naturheilkunde oder in der Homöopathie keine - wie die Schulmedizin übliche - Behandlung nach "Schema F".

Es wird hierbei viel mehr darauf geachtet, was in der Krankengeschichte des Betroffenen wie auch an Erkrankungen der Eltern und Großeltern alles passiert ist. Die Homöopathie sieht in der Erkrankung des Patienten nicht nur die medzinische Diagnose der Krankheit, sondern sie sieht den gesamten Menschen als erkrankt an. Und genau dies ist dann zu behandeln, daher werden - zusätzlich zu den körperlichen - auch die psychischen, seelischen und geistigen Symptome mit einbezogen.
Aus dieser Gesamtheit wird dann ein spezieller, auf diesen einen Menschen ausgerichteter Therapieplan erstellt.

Speziell bei Impfungen gehen die Meinungen sehr auseinander. Die einen sagen prinzipiell "ja" zu jeder Impfung, andere lehnen sie kategorisch ab. Gott sei Dank haben wir in Deutschland keine Impfpflicht und daher kann sich jeder so entscheiden, wie er es für richtig hält.

Um Dir die Hintergründe etwas zu verdeutlichen, hier einige Literaturvorschläge:

- Die Impfentscheidung von Dr. Friedrich P. Graf
- Nicht Impfen - Was Dann? von Dr. Friedrich P. Graf
- Impfen - das Geschäft mit der Angst - von Gerhard Buchwald

Die Lektüre setzt sich etwas kritischer mit dem Umgang mit Impfungen auseinander. Man muß sie einfach selbst gelesen haben.

Speziell zur spastischen Bronchitis und Asthma bronchiale im Kindesalter gibt es einige homöopathische Arzneimittel, die aber letztlich nur über eine eingehende Befragung durch einen klassisch arbeitenden Homöopathen ermittelt werden können. Beispiele für in Frage kommende Mittel wären Silicea, Antimonium tartaricum oder Thuja nach Impfungen. Außerdem gibt es auch homöopathische Mittel, die nach Erregung (psychische Symptome), Angst oder Entzündungen verabreicht werden. Hierfür könnten unter Umständen Mittel wie Acontium, Arsenicum album, Coffea, Ignatia, Nux vomica, Pulsatilla, Tuberculinum und noch andere in Betracht kommen.

Ich hoffe, ich konnte Euch damit helfen, etwas Licht ins Dunkel bringen.

Viele Grüße
Marco
Verfasst am: 27. 04. 2008 [15:38]
bina1848
Themenersteller
Dabei seit: 11.04.2008 - Beiträge: 0
Hallo Marco,

vielen Dank für deine Mühe! Ich bin für jede Antwort dankbar, denn ich habe noch absolut keine Ahnung von Naturheilkunde und so habe ich wenigstens das ein oder andere schon mal gehört, wenn wir Ende Mai in die anthroposophische Klinik fahren icon_smile.gif

Viele Grüße,
bina