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Was kann man gegen die Symptome von Fruktoseintoleranz tun?


Autor Nachricht
Verfasst am: 03. 02. 2019 [16:55]
wusel
Themenersteller
Dabei seit: 26.11.2017 - Beiträge: 30
Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse war mir schon immer wichtig. Nun hat eine Freundin von mir kürzlich die Diagnose Fruktosemalabsoprtion erhalten und soll laut ihren Arzt erst mal eine Weile komplett auf Nahrungsmittel mit Fruchtzucker verzichten.

Dass man bei Ernährungsumstellungen erst mal das Gefühl hat, dass man nichts mehr essen kann, ist mir schon klar. Und mit der Zeit findet man dann neue, leckere Rezepte. Für mich wäre es aber schlimm, wenn ich dauerhaft kein Obst mehr essen könnte. Deshalb frage ich mich, ob es denn Möglichkeiten gibt, mit denen man den Symptomen von Fruktoseintoleranz vorbeugen kann? Oder muss man sich mit der Erkrankung einfach arrangieren und kann dann zukünftig kein Obst mehr essen? Wie deckt man dann den Bedarf an Vitaminen? Soweit ich weiß enthält auch manches Gemüse Fruktose, oder nicht?

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 03.02.2019 um 16:56.]
Verfasst am: 27. 02. 2019 [16:52]
Enesi
Dabei seit: 11.06.2018 - Beiträge: 33
Entschuldige mich bitte, dass ich diese Diskussion erst jetzt gelesen habe und dir daher nicht vorher helfen konnte. Ich weiß ja nicht, ob du mittlerweile mehr zu diesem Thema in Erfahrung gebracht hast (und abgesehen davon hoffe ich, dass deine Freundin mir der Diagnose immer besser zurecht kommt!), aber zunächst einmal muss man die Begriffe Fruktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption voneinander unterschieden. Erstere ist nämlich angeboren und außerdem gefährlich. Letztere, und im Beitrag selbst bist du richtig gelesen, ist zwar nervig, aber man kann die Symptome unterbinden. Ich kenne das von einer Arbeitskollegin, sie hat wenige Wochen nach ihrer Diagnose in der Apotheke Kapseln namens Fructosin entdeckt und hat praktisch keine Bedenken, auch Lebensmittel mit einem höheren Fruchtzucker-Gehalt zu sich zu nehmen.
Verfasst am: 02. 03. 2019 [18:48]
wusel
Themenersteller
Dabei seit: 26.11.2017 - Beiträge: 30
Das freut mich, dass ich hier noch eine Antworte bekommen habe, danke dir! Mein Anliegen ist aber eh nicht dringend, weil ich mich nur der Neugierde halber mit dem Thema auseinandersetze. Selbst bin ich ja bislang nicht von einer Fructoseintoleranz betroffen.

Soweit ich das bei Wikipedia gelesen habe, wird die Fructosemalabsorption im normalen Sprachgebrauch auch Fructoseintoleranz genannt. Wobei du natürlich Recht hast, dass die eigentliche hereditäre Fructoseintoleranz ein ganz anderes Kaliber ist. Sorry, dass ich da die gewöhnlichen und nicht die korrekten Begriffe verwendet habe!

Freut mich aber ehrlich zu lesen, dass man auch mit einer Fructosemalabsorption gut leben kann und auch Obst und andere Lebensmittel essen kann, ohne Beschwerden zu bekommen. Weißt du in etwa, wie den Symptomen da vorgebeugt wird?
Verfasst am: 03. 03. 2019 [21:42]
Enesi
Dabei seit: 11.06.2018 - Beiträge: 33
Du brauchst nicht zu entschuldigen... meines Erachtens ist es eben auch aufgrund des Sprachgebrauchs relativ einfach Intoleranzen und Unverträglichkeiten zu vertauschen, und du bist damit sicher nicht alleine da gestanden.

Zu deiner Frage... Die Kapseln passieren auf den Wirkungsstoff Xylose Isomerase. Das ist ein Enzym, das Fruchtzucker in Glucose umwandelt.
Verfasst am: 12. 03. 2019 [20:56]
wusel
Themenersteller
Dabei seit: 26.11.2017 - Beiträge: 30
Jetzt weiß ich auf jeden Fall, dass es da einen Unterschied gibt icon_smile.gif Man lernt ja zum Glück nie aus!

Bei dieser Xylose Isomerase, die in den Fructosin Kapseln ist, handelt es sich, soweit ich das gesehen habe, um ein Enzym. Das wandelt dann wahrscheinlich im Bauch den Fruchtzucker in Glucose um, oder? Und die sollte dann ja ohne Beschwerden verdaut werden können.
Verfasst am: 14. 03. 2019 [22:06]
Enesi
Dabei seit: 11.06.2018 - Beiträge: 33
Genauso ist es, das Enzym Xylose Isomerase wandelt den Fruchtzucker im Darm in Glukose um. Dadurch kann man praktisch ohne Weiteres bzw. ohne Beschwerden mehr Fruchtzucker essen als es die individuelle Toleranzgrenze zulassen würde. Und nachdem ja vor alle einige Obstsorten wie Äpfel einen relativ hohen Fruchtzucker-Gehalt haben, ist das praktisch.
Verfasst am: 05. 04. 2019 [21:07]
wusel
Themenersteller
Dabei seit: 26.11.2017 - Beiträge: 30
Schön, dass ich das richtig verstanden habe. Das ist ja dann wirklich eine ganz sanfte Methode, wie man mit diesem Fructosin den Symptomen vorbeugen kann, die ansonsten bei Leuten mit einer Fructosemalabsorption (jetzt habe ich es richtig gesagt, man lernt ja immer dazu!) auftreten, wenn sie ein zu großes Stück Obsttorte oder andere Sachen mit viel Fruchtzucker essen. Gibt also verschiedene Möglichkeiten wie man mit dieser Unverträglichkeit gut leben kann, ohne ständig verzichten zu müssen. Danke dir für deine Erklärungen!



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