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behandlung sinnvoll?


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Verfasst am: 23. 11. 2008 [12:22]
arno.nymus
Themenersteller
Dabei seit: 23.11.2008 - Beiträge: 0
Hallo!

Hab eine dringende Frage und versuche mich so kurz wie möglich zu halten.
Symptome: extreme Regelschmerzen, PMS, neurotische Störung (Nägel beissen, etc..)
seit der Geburt unseres Sohnes brennende Augen, wenn ich viel reibe, dann fallen die Wimpern aus. Immer wieder das Gefühl, dass eine Mauer zwischen meinem Kind und mir ist.
Seit 4 Jahren in homöopathischer Behandlung. Sehr langwierig. Ärztin sagt immer wieder, dass man noch zuwarten muss bis zum nächsten Mittel, woran ich mich auch schon gewöhnt habe icon_smile.gif , dass ich kein Mittel bekam, wenn es akut war, sondern immer noch weiter zu gewartet wird. Wenn ich der Meinung war, dass sich gar nichts tut, dann fand sie immer irgendwelche Kleinigkeiten um aufzuzeigen, dass es doch wirkt. Ganz unrecht hatte sie sicher nie. DAs ganze letzte Jahr war das Augenbrennen immer wieder da. Seit der Geburt fast keine Libido, wenn dann nur zur Zyklusmitte und dann geht es rein physisch nicht (wie zu gekrampft- keine Ahnung). Ich bekomm immer wieder mal Globuli (einmal sagte sie mir, dass es Magnesium war, dann ein paar mal Sepia hochpotenziert..) die Symptome vergingen relativ gut, kamen nach einigen Wochen wieder.Und das seit einem Jahr. Ständig dieses auf und ab. Mit Mittel momentan gut, dann wieder schlecht. Inzwischen ist es so, dass ich bei PMS regelrecht ausraste, mein Kind nur noch anbrülle völlig unberechenbar von einer Sekunde zur anderen. Die Ärztin wollte mir vor 3 Wochen schon was geben, meldete sich dann nicht, weil sie gemeint hat, dass was anderes ausgemacht war. Seit einem Jahr sagte ich ihr, dass das Augenbrennen von der Geburt kommen muss (kenn mich ein kleines bisschen mit chinessicher Medizin aus). Als ich letztens bei der Gynäkologin war und mal fragte erklärte mir die, dass das durchaus verbreitet ist (das Augenbrennen durch trockene Augen) und durch den Östrogenmangel kommt. Ich erzählte das meiner Homöopathin und sie meint dann, dass das doch interessant ist, dann wisse man ja jetzt mal, dass das nicht psychisch ist (WOZU red ich eigentlich??!! Wozu sag ich ihr, dass ich das als Geburtssymptom kenne? Und das seit einem Jahr!). Ich weiss nun überhaupt nicht mehr was ich davon halten soll. Es kommen auch immer wieder erstaunte Feststellungen, dass sie doch meinte, dass das und das Symptom schon weg wäre. War auch weg, aber halt nicht dauerhaft und wenn ich nicht jedesmal haarklein selber alles zur Sprache bringe und ja nichts vergesse, dann ist die Diagnose halt nur halb. ICh bin mir langsam auch nicht mehr sicher, ob ihre kinesiologische Austestung richtig ist. Sie kümmert sich absolut nicht drum, ob ich getrunken habe oder nicht- und ich trinke sehr wenig. Kann ein Test überhaupt STARK sein, wenn man zuwenig trinkt? Momentan bin ich sowas von geladen und könnte explodieren. Weiss aber schon nicht mehr, ob das PMS ist oder ob ich eine Wut auf die Ärztin habe und ob das überhaupt zu Recht ist oder ob ich ihr unrecht tue und meine Wut jetzt bei ihr ablade. Hab wieder ein neues Mittel bekommen und es widerstrebt mir es zu nehmen. Was es ist weiss ich nikcht, weil sie mir das partout nicht sagen wollte.
Sie meinte nur, dass sie es bis jetzt mit verschiedenen Varianten Sepia probiert hat, weil sie meinte, dass es Hormonbedingt ist (was ich eigentlich auch meine. Ich raste ja nur in der 4. ZYkluswoche so extrem aus). Jetzt wäre es ein Mittel das tiefer in die Psyche geht. ICh kann mir aber einfach nicht mehr vorstellen, dass das jetzt nicht wieder so ist, dass es nach einigen Wochen wieder von vorne losgeht und grad noch schlimmer ist als zuvor. Das einzige was mich lammfroh gemacht hat waren FEigenknospentropfen,die ich in meiner VErzweiflung eigenmächtig genommen habe (was ich die letzten Jahre nicht getan hab, um der Ärztin nicht drein zu pfuschen) und auf die sich dann auch sehr viel getan hat innerhalb kürzester Zeit. Aber bei PMS war das auch nichts- oder zuwenig (hab sie nicht 3x am Tag genommen, sondern nur bei Bedarf)
Was meint ihr dazu? Brauch einfach mal einen input, damit ich weiss, ob ich überhaupt am richtigen Weg sein könnte. Tendentiell mein ich. Dass ihr mir auf die Entfernung keine sicheren Angaben machen könnt ist mir durchaus klar. Möcht einfach nur mal wissen, wie das auf wen anderen wirkt.

Vielen Dank
Arno Nymus (Name v. d. Redaktion anonymisiert)
Verfasst am: 23. 11. 2008 [23:20]
MartinBehrens
Dabei seit: 16.12.2007 - Beiträge: -1
Eine Behandlung ist dann sinnvoll, wenn Du danach verlangst, denn da ist ja anscheinend noch gar nichts "ausgegoren".
Es ist im homöopathischen Sinn unlogisch, Sepia ausschließlich wegen des Hormonhaushalts zu verschreiben und dann irgendein anderes Mittel, was "tiefer" für die Psyche wirken soll.
Entweder das homöopathische Mittel passt zu ALLEN (aktuellen) Symptomen (Kopf bis Fuß und "Innen wie Außen&quoticon_wink.gif oder es passt nicht, ist also NICHT homöopathisch ("krankheitsähnlich&quoticon_wink.gif, sondern nur potenziert.
Homöopathie ist keine Zauber- sondern eine Heilkunst. Von daher ist die Annahmedes Patienten, dass mit der Homöopathie auf einmal alles ganz schnell geht irrig. Allerdings sollten sich deutliche Änderungen zeigen, ansonsten ist jegliche Ungeduld des Patienten verständlich und man gefährdet als Therapeut die Therapie.
Das Mittel nicht zu nennen, ist manchmal gerechtfertigt, da viele Patienten dann recherchieren, inkomplette Infos zusammensuchen und so die Therapie zerpflücken. Wenn aber explizit danach gefragt wird, dann kann man als Therapeut den Namen nennen. Alles andere ist nicht gerade vertrauensfördernd. Allerdings sollte man als Patient auch die Therapei in den Händen des Therapeuten lassen. Alles andere ist dann Misstrauen, was durchauas auch ein homöopathisches Symptom sein kann.
Nach einer gewissen Zeit des Unmuts mit der Therapie, ist es durchaus legitim, die/ den BehandlerIn zu wechseln. Die Therapie ist aus meiner Sicht die Treue wert, aber richtig gemacht werden muss sie schon.
Verfasst am: 24. 11. 2008 [08:24]
arno.nymus
Themenersteller
Dabei seit: 23.11.2008 - Beiträge: 0
Hallo!

Vielen Dank für die Antwort. Sie hilft mir schon sehr viel weiter. Was mir nicht so ganz klar ist, ist das mit dem EINEN Mittel das passt oder nicht passt. Ich habe das letzte Jahr mehrere - 3 auf alle Fälle und im Jahr davor wieder andere, an eines kann ich mich vom Namen erinnern- bekommen. Sepia war sicher nicht nur für die hormone, hat auch merklich psychisch gewirkt, aber eben nciht anhaltend. Ich dachte, dass in der Homöopathie quasi Zwiebelschale für Zwiebelschale von aussen nach innen vor gearbeitet wird. Das muss aber nicht, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe mit x verschiedenen Mitteln sein, sondern mit möglichst einem einzigen? Das es nicht schnell geht, ist mir schon klar. Da sind vielleicht auch 4 Jahre nicht ausreichend, aber ich hab halt irgendwie momentan so ein bissl das GEfühl, des Mittel ausprobierens. Nicht unüberlegt!! Sie bemüht sich schon sehr, naja, die ABERs hab ich eh schon angeführt icon_razz.gif
Vielen lieben Dank
Arno Nymus (Name v. d. Redaktion anonymisiert)
Verfasst am: 26. 11. 2008 [23:37]
MartinBehrens
Dabei seit: 16.12.2007 - Beiträge: -1
:idea: Dank retour! Ich bin jetzt besser im Bilde.
Das Zwiebelschalenmodell ist ganz gut. Allerdings sind wir menschen ja jeden Tag immer wieder Reizen ausgesetzt und so kann man nur im Idealfall von dem Zwiebelschalenmodell reden. Meisetens sind es dch eigentlich einfach jeweilige Zustände, die zu bearbeiten und zu beachten sind.
Was sich tut oder nicht, muss natürlich Deine Therapeutin entscheiden, wenn sie gewissenhaft das aufnimmt, was Du ihr zu berichten hast.
Hat man als Patient das Gefühl, dass es nicht mehr weiter geht, dann hilft manchmal auch ein schriftlicher Bericht an den Behandler (m/w).
Darin schreibt man alles nieder, was anliegt, ohne dass der Therapeut eine durch Fragen beeinflussen kann.
In diesem Bericht sollten folgende Fragen erläutert werden.
->Wann tritt etwas auf? Seit wann tritt etwas auf.
->Wie fühlt es sich genau an? "als ob..."-Beschreibungen sind die besten, wenn sich etwas so beschreiben lässt.
Man geht dann am besten den Körper Kopf zu Fuß durch:
-Gemüt
-Schlaf
-Träume
-Kopf
-Gesicht
-Hals innen, außen
-Brust
-Bauch
-Gentalien (gern vergessen oder verschwiegen, aber wichtig!)
-Extremitäten
-Haut, Nägel
Und immer wieder darauf achten, das man sich an die beiden Fragen hält.
Das kann dann schon mal den einen oder anderen Tag dauern. So zwei bis vier Tage sind für einen präzisen Bericht recht gut. Man schreibt ja nicht jeweils acht Stunden lang.
Damit kann man mit einigen, dann wenigen Rückfragen als Therapeut eigentlich sehr gut arbeiten.

Aber das alles ist ja bloß die Sicht Deines "Falles" durch die Internet-Brille.
Deshalb das alles hier nur als kleiner Rat.



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