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Feinde und Antidote


Autor Nachricht
Verfasst am: 02. 02. 2009 [23:33]
HPLars
Themenersteller
Dabei seit: 02.02.2009 - Beiträge: 0
Guten Tag,
meine Tochter bekommt zur Zeit Lachesis in Q Potenzen als Konstitutionsbehandlung wegen Allergien.
Bei einer akuten sich anbahnenden Mittelohrentzündung kam ich auf das Mittel Dulcamara (C200), musste dann aber in meiner Arzneimittellehre (von Mohinder Singh Jus) lesen, dass Dulcamara ein Feind von Lachesis ist.
Wäre schön, wenn mir jemand kompetent erklären kann, was das heißen soll und was es für Auswirkungen hat oder haben kann.
Genauso wäre eine allgemeine Erklärungen zu angegebenen Beziehungen wie Komplement oder Antidot sehr hilfreich.
Vielen Dank
Verfasst am: 07. 02. 2009 [17:00]
MartinBehrens
Dabei seit: 16.12.2007 - Beiträge: -1
Setzt man Mittel ein, die schon in älterer Literatur als Feinde in Beziehung gesetzt werden, dann kann es sein, dass sich der Therapieverlauf unter homöopathischer Behandlung verschlechtern kann. Wie das aussieht, ist genauso wenig allgemein zu definieren, wie die Homöopathie ein allgemeines Heilverfahren ist. Die Wirkung oder hier besser Unwirkung wird sich auch in ganz individuellen Symptomen zeigen. Zumeist hat der Homöopath (m/w) einfach emrh Arbeit, um Mittelwirkungen zu erkennen und neu Repertorisationen zu machen. Der Therapieverlauf kann dadurch erheblich verlängert werden.
Ein :arrow: komplementäres Mittel ist eines, welches ein anderes Mittel in seiner Wirkung unterstützen kann. So nimmt man an, dass ein Mittel für die chronische Therapie gewissenhaft ausgewählt wurde und positive Wirkung zeigt auf allen Ebenen, und dass ein weiteres (kleines) Mittel speziell nach lokaler Symptomatik ausgesucht, ein betroffenes Organ in seiner Funktion unterstützen kann.
Ein :arrow: Antidot ist ein Mittel, dass ein vorher gewissenhaft ausgewähltes und gegebenes mit Verschlechterung in ein oder mehreren Symptomen wirkendes Mittel in seiner Wirkung aufheben kann. Zumeist ist das Antidot einfach das noch besser gewählte Mittel. Hier muss man laso seine Repertorisation tiefgehend überprüfen und eine neue Mittelwahl treffen.

Viele Tabellen der neuen Zeit sind überfrachtet mit Arzneibeziehungen. Dabei wird oft vergessen, dass evtl. ein Mittel einfach nciht richtig gewählt wurde und dann wird die "Schuld" auf die Arzneibeziehung geschoben. Lieber zu älteren Werken greifen oder Quellen, die hochgradig verlässlich sind.



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