Pfefferminze: Heilpflanze Mentha x piperita L.

Pfefferminze - Alleskönner für die Gesundheit

Pfefferminze

Die Pfefferminze ist allseits sehr beliebt: Ob als Küchengewürz oder Arzneipflanze, sie ist heute in fast jedem Haushalt zu finden. Dabei ist die Echte Pfefferminze (Mentha x piperita) noch relativ jung. Vermutlich entstand sie erst im 17. Jahrhundert in England als eine spontane Kreuzung aus der Wasser-Minze (Mentha aquatica) und der Ähren-Minze (Mentha spicata subsp. spicata). Entdeckt wurde sie im Jahr 1696 von dem Biologen John Ray, er bezeichnete sie wegen ihres scharfen Geschmacks als «Peffermint». Die Pfefferminze hat ein breites Einsatzspektrum. Wissenschaftliche Anerkennung findet sie jedoch bei Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden, Erkältungskrankheiten, Entzündungen der Mundschleimheit sowie als äußerliche Anwendung bei Muskel-, Nerven- und Kopfschmerzen.

Namen aus dem Volksmund

Aderminze, Edelminze, Englische Minze, Gartenminze, Teeminze, Ackerminze, Balsam, Katzenkraut, Hirschminze, Hausminze, Pfefferkraut, Priminzen, Oderminze, Rote Münz.

Botanik, Anbau und Ernte

Pfefferminze

Die Pfefferminze zählt zur großen Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Derzeit gibt es über 20 verschiedene Minzarten und ungefähr 600 Sorten, die sich in ihrem pfeffrig-aromatischen Duft erheblich unterscheiden. Die Echte Pfefferminze wächst überwiegend in Kulturen. Sie vermehrt sich gerne durch unterirdisch kriechende Ausläufer und kann bis zu 90 cm hoch werden. Die Pflanze liebt humusreichen, etwas feuchten Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Ihr vierkantiger Stängel ist im oberen Bereich verzweigt und trägt die kreuzgegenständigen, nach Mentol duftenden Blätter. An den überlaufenden Sprossen befinden sich die violettfarbenen Blüten, die einen angenehmen Duft nach Minze verströmen. Blütezeit ist Juni und Juli. Da die Echte Pfefferminze eine Kreuzung aus mehreren Minzen ist, fällt sie häufig bei der Aufzucht durch Samen in die ursprüngliche Form ihrer Elternpflanzen zurück. Daher ist es günstig, eine Vermehrung durch Ausläufer zu tätigen. Nach zwei Jahren verliert die Pfefferminze ihre Wirkstoffe, sodass sie entsprechend erneuert werden muss. Leider wird die Pflanze gerne vom Rostpilz (Pucchinia menthae Pers.) befallen, dann muss man sie im Winter zurückschneiden und neu austreiben lassen. Da zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt ist, ob sich der Rostpilz negativ auf die Gesundheit auswirkt, sollten nur einwandfreie grüne Blätter, die keine braun gefleckten Verfärbungen aufweisen, verwendet werden. Für die Ernte zupft man die Blätter von den Stängeln ab und trocknet sie an einem schattigen Ort. Als Küchenkraut hingegen können Sie die jungen frischen Blätter und Triebspitzen den ganzen Sommer lang ernten.

Verwendete Pflanzenteile, Inhaltsstoffe und Wirkungen

Für arzneiliche Zwecke werden die getrockneten Pfefferminzblätter (Menthae piperitae folium) sowie das daraus gewonnene Öl (Menthae piperitae aetheroleum) verwendet. Das Öl wird durch Wasserdampfdestillation aus den frischen, blühenden Zweigspitzen hergestellt. Die Pflanze enthält hauptsächlich ätherisches Öl (davon etwa 40 bis 50 Prozent Menthol), Flavonoide, Bitter-  und Gerbstoffe, darunter Rosmarinsäure. Mit dieser Wirkstoffkombination lösen sich an der glatten Muskulatur des Verdauungstraktes Krämpfe, gleichzeitig werden Blähungen gemildert und die Gallenproduktion erhöht.

Pfefferminze in der Volksmedizin sowie heutige Anwendungsgebiete

Die Blätter der Pfefferminze werden in der Volksheilkunde bei Brechreiz, Übelkeit, Schwangerschaftserbrechen, Schwankungen des Monatszyklus sowie bei Erkältungen eingesetzt. Pfefferminzblätter wirken krampflösend und entzündungshemmend, deshalb werden sie zur symptomatischen Behandlung von Verdauungsstörungen, Blähungen, Magenschleimhautentzündungen sowie bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum angwendet. Ferner bei krampfartigen Beschwerden der Gallenblase sowie bei Kopfschmerzen. Ausserdem wird das ätherische Öl in Form von Kapseln begleitend bei Reizdarm eingesetzt. Äußerlich werden Zubereitungen des ätherischen Öles für Einreibungen bei Muskel-, Nerven- und Kopfschmerzen verwendet, weil das Menthol auf der äußeren Haut kühlend und schmerzlindernd wirkt.

Darreichungsformen, Nebenwirkungen und Dosis beim Tee

  • Tee, Teemischungen, Fertigpräparate; Pfefferminzöl und Nasensalben - nicht für Babys und Kleinkinder!
  • Bei zu langer Anwendung kann es zu Magenreizungen kommen. Sind Gallensteine vorhanden soll die Einnahme zuerst mit einem Arzt besprochen werden
  • Die Tagesdosis beim Tee von 3 bis 6 Gramm sollte nicht überschritten werden.

Pfefferminzöl

Äußerlich kann das Minzöl bei Muskel-, Nerven- und Kopfschmerzen mit 3 bis 4 Tropfen vorsichtig auf Stirn und Nacken eingerieben werden. (Das Öl darf nicht in die Augen gelangen!) Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Minzöl: Das ätherische Öl darf bei Verschluss der Gallenwege, bei Gallenblasenentzündung und Leberschäden nicht angewendet werden. Ebenso das Öl niemals in die Augen bringen. Für Säuglinge und Kleinkinder ist Minzöl nicht geeignet, es reizt Augen und Schleimhäute. Zudem darf das ätherische Öl der Pfefferminze nicht auf die Brust oder das Gesicht von Säuglingen und Kleinkindern gelangen, da es unter anderem den «Kratschmer-Reflex» (Glottiskrampf) auslöst  -  eine Atemdepression, die zum Ersticken führen kann. Bei einer bekannten Allergie sollte das ätherische Öl nicht verwendet werden. Generell sollten alle ätherischen Öle immer an einem für Kinder unzugänglichen Ort aufbewahrt werden.


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Altes Wissen

Hildegard von Bingen war von der Wirksamkeit der Poleiminze begeistert und schrieb über die Pflanze: «Die Poleiminze ist das Kraut der Kräuter, das die Kraft von vielen Heilpflanzen in sich trägt, und zwar Zitwer, Gewürznelke, Galgant, Ingwer, Osterluzei, Schafgarbe, Odermenning, Eberraute, Engelsüß, Storchenschnabel, Beinwell, Basilikum, Lungenkraut und die Bachminze». Leider ist die Poleiminze (Mentha pulegium) in Europa sehr selten geworden, sodass sie bereits in einigen Ländern geschützt ist und auf der roten Liste steht. Sie sieht der Pfefferminze sehr ähnlich, ist jedoch wesentlich kleiner. Ihr Geschmack ist scharf würzig. Heute weiß man, dass sie ein Gift mit Namen Pulegon enthält. Aus diesen Gründen sollte sie nicht für innerliche Zwecke verwendet werden. Die Poleiminze gedeiht auf nährstoffreichen und feuchten Böden wie beispielsweise an Bach- oder Seenufern.


Pfefferminz-Rezepturen und Präparate


Wer unter Reizmagen oder Reizdarmbeschwerden leidet, weiß die Pfefferminze zu schätzen. Ihre Inhaltsstoffe wirken ebenso krampflösend wie blähungstreibend. Zudem fördert die Pfefferminze die Verdauung, indem sie den Gallenfluss anregt.
Anwendung:
Ein zubereiteter Tee für die innere Anwendung hilft bei Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Magenschleimhaut- und Darmentzündungen sowie bei kolikartigen Beschwerden im Magen- und Darmbereich. Außerdem fördert er die Gallen- und Lebertätigkeit.
Teezubereitung:
1 TL (1 g) der getrockneten Blätter mit 150 ml heissem Wasser übergießen, 7 Minuten bedeckt ziehen lassen und abseihen. Über einen Zeitraum von zwei bis fünf Wochen drei bis viermal täglich jeweils eine Tasse trinken.
Nebenwirkungen und Gegenanzeigen:
Bei zu langer Anwendung kann es zu Magenreizungen kommen. Bei Gallensteinen muss die Einnahme mit dem Arzt abgeklärt werden.
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Minzig frischer Pfefferminzlikör

Pfefferminzlikör schmeckt nicht nur gut, er ist auch mit seiner herrlich grünen Farbe bestens für Mixgetränke geeignet. Auch Desserts und Eis lassen sich mit ihm verfeinern. Pfefferminzlikör hat einen kräftigen, mentholartigen Charakter und wirkt kühlend. Sparsam eingesetzt fördert er die Verdauung, er gilt als Magenschmeichler.
Und so gehts:
5 EL frische oder 3 EL getrocknete Pfefferminzblätter und Melissenblätter, 2 Gewürznelken, 5 Korianderkörner, 1 Zimtstange, 1 EL Schafgarbenblüten und 100 Gramm braunen Kandiszucker in ein sauberes Gefäß geben. Mit 1 Liter Obstbrand übergießen und an einem hellen, warmen Ort 8 Wochen lang stehen lassen, öfter schütteln. Dann abfiltern und sparsam (natürlich nur für Erwachsene) nach dem Essen genießen.

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Carmol Magen-Galle-Darm Kräuer-Tropfen werden traditionell zur diätetischen Behandlung von Beschwerden des Magen-Darm-Traktes eingesetzt. Faktoren wie Stress, Hektik sowie seelische Belastungen können mitunter die Ursache von Magen-Darm-Beschwerden sein. Das diätetische Lebensmittel enthält Extrakte aus Artischockenblättern, Pfefferminzblättern sowie Löwenzahnwurzel und Löwenzahnblättern. Das Fertigpräparat unterstützt auf natürliche Weise die Fettverdauung und verschafft Linderung bei unangenehmen Beschwerden wie Blähungen, Magendrücken, Völlegefühl und Übelkeit. Die Tropfen zeichnen sich durch ihre krampflösenden, magenstärkenden und fettspaltenden Eigenschaften aus. Ferner können die Tropfen für besondere medizinische Zwecke wie zum Beispiel bei einer «Bilanzierten Diät» zur diätetischen Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt werden. Dies sollte aber nach Möglichkeit unter ärztlicher Aufsicht geschehen.
Einnahmeempfehlung des Herstellers:
Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren, 3 bis 4 mal täglich 1 Teelöffel (40-50 Tropfen/ 2 ml) jeweils vor den Mahlzeiten einnehmen. Die Tropfen werden vorzugsweise mit etwas Wasser eingenommen.
Hinweis:
Zu Nebenwirkungen und Gegenanzeigen bitte die Packungsbeilage beachten!
Bei Vorliegen einer Überempfindlichkeit gegen einen der enthaltenen Inhaltsstoffe darf das Präparat nicht eingenommen werden.

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In der kalten Jahreszeit, aber auch während der Pollensaison im Frühjahr und Sommer ist die Nase durch Fließschnupfen und heftiges Schnäuzen starken Belastungen ausgesetzt. Daher ist eine schonende Pflege der Nase, die funktionell zu den oberen Atemwegen gezählt wird, sehr wichtig. Die pflanzliche Nasenpflegesalbe Nasulind® enthält die wohltuenden ätherischen Öle der Pfefferminze und die des Thymians. Zudem ist neben der Salbengrundlage (Wollwachsalkoholsalbe) auch feuchtigkeitsspendender gereinigter Honig enthalten.
Hinweis:
Die Salbe darf bei Kindern unter 6 Jahren nicht angewendet werden. Bitte Packungsbeilage beachten! Nach Ablauf des angegebenen Datums darf die Nasenpflegesalbe nicht mehr benutzt werden. Nasulind® Pflanzliche Nasenpflegesalbe ist nur in Apotheken erhältlich.

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Wichtiger Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die Inhalte im «Forum-Naturheilkunde» keinen Ersatz für eine medizinische Beratung und Behandlung durch eine professionelle Fachkraft darstellen. Suchen Sie im Bedarfsfall immer einen Arzt oder Heilpraktiker auf. Auch bei der Anwendung von Arzneimitteln sollten Sie in jedem Fall die Packungsbeilage des Herstellers genau durchlesen und beachten.

Minze

Neben der uns wohl bekannten Pfefferminze gibt es noch viele andere wilde und gezüchtete Minzen mit interesssanten Duft- und Geschmacksnoten. Sie werden schon seit der Antike als Heilmittel und Aromastoff, Tee und Würzkraut verwendet. Heisser Minztee weckt die Lebensgeister und stillt den Durst. Abends beruhigt er den Magen. Im Sommer erfrischt er, im Winter wärmt er die Glieder. Alle kulinarisch interessanten Minzesorten kann man in Töpfen und Kübeln auf Balkon und Terrasse kultivieren. Das wuchsfreudige Kraut lässt sich auch im Garten zusammen mit anderen Pflanzen für attraktive Beete verwenden. Alle Minzen sind äusserst pflegeleicht und lassen sich mit Ausläufern oder Stecklingen leicht vermehren.

Minze: Frisch - aromatisch - gesund
von Brigitte Kleinod

Verlag: Ulmer
Broschiert: 64 Seiten

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