Frühjahrsmüdigkeit...

...ist keine Krankheit

Das Frühjahr ist im Anmarsch, das Wetter wird schöner und trotzdem fühlen viele sich kraftlos, müde und gereizt. Das sind die Anzeichen der Frühjahrsmüdigkeit. Lesen Sie, wie Sie mit einfachen Tipps gut über die Zeit kommen.

Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit

Viele Menschen leiden in der Zeit zwischen März und Mai unter Wetterfühligkeit, Unlust, Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Oft beklagen sich die Betroffenen über Kreislaufprobleme, Schwindelgefühle und über eine stärkere Gereiztheit. Im Winter produziert der Körper mehr vom «Schlafhormon» Melatonin, das vermehrt in der Dunkelheit produziert wird. Melatonin nimmt in den helleren Tagen ab, dadurch kommt es in der Zeit zwischen Winter und Frühjahr zu einem Schlafdefizit und damit auch zur Erschöpfung. Das Serotonin ist ein wichtiges Regulationshormon im Gehirn. Beim Menschen wird das Serotonin in den Organen Lunge, Milz, Darm und im Zentralen Nervensystem aus L-Tryptophan aufgebaut. Die Produktion von Serotonin, das aus der Aminosäure Tryptophan hergestellt wird, wird durch das vermehrte Licht im Frühjahr angekurbelt. Die Sonne fördert die Hormonproduktion von Serotonin erst langsam wieder. Die schwere Winterkost sowie die wenige Bewegung in dieser Jahreszeit wirken zusätzlich nach. Der Körper ist erschöpft und abgeschlagen.

Was können Sie gegen die Frühjahrsmüdigkeit unternehmen?

Um sich nun von der Müdigkeit zu erholen, ist es wichtig, sich im beginnenden Frühjahr so oft wie möglich im Freien aufzuhalten und sich viel zu bewegen. Bewegung fördert die Durchblutung und bringt den Kreislauf in Schwung. Ausdauertraining wie Laufen, Walken oder Fahrradfahren sind ideal. Wechselduschen fördern ebenfalls die Durchblutung und verbessern das Allgemeinbefinden. Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung mit Obst, Gemüse und Salaten in Form von Rohkost ist sinnvoll. Oft fehlen dem Körper nach der kalten und dunklen Jahreszeit Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Früchte, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Karotten, Brokkoli sowie Paprika sind wertvolle Energiespender. Sie stärken damit Ihr Immunsystem. Trinken Sie in ausreichender Menge Wasser und Kräutertees; zu wenig Flüssigkeit verstärkt das Gefühl von Abgeschlagenheit. Machen Sie zusätzlich eine «Frühjahrs- oder Blutreinigungskur» mit einer Teemischung aus Brennnessel, Löwenzahn, Pfefferminze und Birkenblättern. Sorgen Sie zusätzlich auch für genügend Schlaf, um dem Körper erholen zu lassen. Mit diesen Tipps kommen Sie schnell wieder in Schwung. Viel Spaß dabei.

Teemischung für die Frühjahrskur

Je 20 g Blätter von Birke, Brennnessel, Löwenzahn und Pfefferminze. Von dieser Mischung ein bis zwei gehäufte Teelöffel mit 250 Milliliter siedendem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen und abgießen. Über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen dreimal täglich eine Tasse trinken. Während der Kur ist gleichzeitig auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, wie beispielsweise stilles Wasser zu achten.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen:

Birke (Betula pendula u. Betula pubescens)
Bei Wasseransammlungen im Gewebe, die auf verminderte Herz- und Nierentätigkeit zurückzuführen sind, darf Birkentee nicht angewandt werden. Wegen der entwässernden Wirkung nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit verwenden.

Brennnessel (Urtica dioica)
Bei Wasseransammlungen im Gewebe, die auf eingeschränkte Herz- und Nierentätigkeit zurückzuführen sind, darf Brennnessel ebenfalls nicht eingenommen werden.

Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Aufgrund der Bitterstoffe sind Magenbeschwerden möglich. Bei bereits vorhandenen Gallensteinen sowie bei einer Entzündung der Galle selbst sollte Löwenzahn nicht ohne fachlichen Rat eingenommen werden. Löwenzahntee ist harntreibend und sollte  abends nicht mehr getrunken werden.

Pfefferminze (Mentha x piperita)
Bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker verwenden. Pfefferminze darf nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da es zu Magenreizungen kommen kann.

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