Schützender Rotwein dank Resveratrol- Santé!

Rotwein in Maßen genossen ist der Gesundheit zuträglich. Vor allem der in den Trauben enthaltenen Substanz Resveratrol kommt eine gesundheitsfördernde Wirkung zu. Nach neueren Untersuchungen könnte Resveratrol das Leben verlängern.

Schützender Rotwein dank Resveratrol- Santé!

Das zur Gruppe der Polyphenole gehörende Resveratrol ist ein wichtiger Bestandteil der Traubenschalen und hat als natürlicher Abwehrstoff die Aufgabe, die Pflanze gegen Pilze, Bakterien und schädliche Umwelteinflüsse zu schützen. Resveratrol ist eine eher selten vorkommende Substanz, die in der Schale von Erdnüssen, in den Wurzeln des japanischen Knöterichs und in einigen Waldfrüchten wie Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren enthalten ist. Auch im Wein - insbesondere im Rotwein - kommt dieser ausgezeichnete Radikalfänger in hoher Konzentration vor. Er schützt den Menschen vor Umweltgiften, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose, Demenz und Krebs. Eine seiner genialsten Wirkungen wurde jedoch erst kürzlich entdeckt: Resveratrol scheint in der Lage zu sein, den Alterungsprozess verlangsamen zu können!

«Französisches Paradoxon»

Die Popularität der Polyphenole begann mit einem als «Französisches Paradoxon» weltweit bekannt gewordenem Phänomen. Auslöser hierfür waren epidemiologische Untersuchungen, denen zufolge in der französischen Bevölkerung trotz fettreicher Ernährung und ungesunder Lebensweise deutlich weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftraten. Im Jahre 1979 veröffentlichte der walisische Forscher A. S. St. Leger in einem Beitrag der Wissenschaftszeitschrift «The Lancet» das Ergebnis seiner Studie: Aus ihr geht hervor, daß in Ländern wie Frankreich und Italien, in denen viel Rotwein konsumiert wird, weit niedrigere Raten an Todesfällen durch Herzinfarkt oder Koronarerkrankungen nachgewiesen wurden als in Ländern wie zum Beispiel Schottland, Irland, Finnland, USA oder Kanada. In den USA sorgte das «French Paradox» für großes Aufsehen, als der französische Biologe Serge Renaud im Jahre 1991 in der populären CBS-Sendung «Sixty Minutes» erklärte, daß die Franzosen durch den regelmäßigen Weinkonsum ein um ein Drittel geringeres Risiko hätten, an einem Herzinfarkt zu sterben, als etwa Amerikaner oder Briten. Seine in der Sendung präsentierten Studien führten dazu, daß die Nordamerikaner bereits am Tag nach der Sendung die Weinhandlungen stürmten.

«Kopenhagen-City-Studie»

«Kopenhagen-City-Studie»

Eine der wichtigsten und international anerkanntesten Studien über die Wirkung des Weines auf die Gesundheit stammt aus den 1990er Jahren und wird als die sogenannte Kopenhagen-City-Studie bezeichnet. Die Dänen fanden bei ihren umfassenden Forschungsreihen heraus, daß ein moderater Weinkonsum vor Herztod und anderen chronischen Erkrankungen schützen kann. Nach dieser Studie reduzierte sich bei Weintrinkern die Wahrscheinlichkeit, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um 56 %. Zudem zeigte sich bei der Auswertung, daß bestimmte Substanzen im Wein offenbar eine schützende Wirkung vor der Entstehung von Krebs besitzen.

Kulturgut Traube

Wein ist so alt wie die Menschheit selbst und hat seit jeher die Phantasie der Menschen beflügelt. Die ältesten Zeugnisse dafür, daß der süße Saft der Trauben als Weingrundlage diente, stammen aus dem 6. Jahrtausend vor Christus. Archäologen vermuten, daß die ersten Weine im Süden des Kaukasus und in Mesopotamien gekeltert wurden. Die Phönizier brachten um 1500 vor Christus den Wein zu den Griechen, die den berauschenden Traubensaft und die Kunst seiner Herstellung im gesamten Mittelmeerraum verbreiteten. Via Gallien und Rhônetal führten die Römer in der Zeit um Christi Geburt dann auch nördlich der Alpen die Kultivierung der Weinrebe ein. Im Zuge der Christianisierung im Mittelalter förderten an vielen Orten die Klöster den Weinbau, um die Versorgung mit dem göttlichen Tropfen, sicherzustellen - nicht nur als begehrtes Alltagsgetränk für die Mönche, sondern auch für die Heilige Messe. Durch das großflächige Anlegen von Weinbergen prägten sie ganze Landschaften.

Frankreich - Das Zentrum der Weinwelt

Frankreich - Das Zentrum der Weinwelt

Im 12. Jahrhundert begann mit den europaweiten Klostergründungen der Zisterziensermönche auch das Streben nach Neuerungen im Weinanbau. Die Mönche experimentierten sowohl im Bereich der Weinherstellung als auch mit Rebschnitt, Bodentyp und Veredelung. Schließlich gelang es ihnen um das Jahr 1150 im französischen Vougeot durch eine neue Art der Zubereitung, einen trockenen,  tiefroten Wein zu erzeugen. Sie füllten die Trauben in große Gärbottiche und stampften die Früchte mit bloßen Füßen. Zudem beließen sie die Maische längere Zeit auf dem Most, sodaß der Saft durch die Farbstoffe in den Schalen der Trauben immer mehr einen leuchtend roten Ton annahm. Schon bald darauf avancierte französischer Wein zum Exportschlager und machte Frankreich über die Jahrhunderte hinweg zu einem der bedeutendsten Rotweinproduzenten. Der positive Einfluß des Rotweins mit den darin enthaltenen Polyphenolen auf den Alterungsprozess des Menschen wurde dagegen erst im 21. Jahrhundert zum Gegenstand der Forschung.

Das Immunsystem der Pflanzen

Polyphenole zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen, die in vielen Pflanzen vorkommen und zumeist als Teil ihres körpereigenen Abwehrsystems gebildet werden. Die Weintraube schirmt sich gegen Krankheitserreger und schädigende Einflüsse ab, indem die Pflanze selbst Resveratrol produziert. Dieses fängt freie Radikale und schützt die Weintraube vor Pilzbefall und Bakterien. Die Substanz wird der Klasse der Phytoalexine - «phyto» bedeutet Pflanze und «alexin» bedeutet Schutz -  zugeordnet und zählt zu den antibiotischen Polyphenol-Verbindungen, die vom Abwehrsystem der Pflanzen gebildet werden. Die mit Abstand höchsten Konzentrationen von Resveratrol finden sich in den Stielen, Kernen und vor allem den Schalen der Früchte sowie im Rotwein. Dessen hoher Resveratrolgehalt beruht darauf, daß bei der Weinherstellung die Traubenschalen sehr lange in Kontakt mit dem Wein bleiben, auch der Fermentierungsprozess spielt hier eine wichtige Rolle. Aus diesem Grunde sind im reinen Traubensaft im Vergleich zum Rotwein nur geringe Mengen an Resveratrol enthalten. Auch Weiss- und Roséweine verfügen über nur wenig Resveratrol, weil die Traubenschalen früher entfernt werden.

Resveratrol gegen freie Radikale

Resveratrol entfaltet seine abwehrstärkenden Wirkungsmechanismen nicht nur in Pflanzen, sondern auch im menschlichen Körper. Dies beruht hauptsächlich auf seinen antioxidativen Eigenschaften. Umweltbelastungen sowie Produkte des körpereigenen Energiestoffwechsels, die für die Entstehung der freien Radikalen verantwortlich sind, einen zerstörerischen Einfluß auf die Zellen des Organismus ausüben und zu vorzeitiger Zellalterung führen, werden von dieser Substanz in einem erheblichen Maße abgefangen. Dazu verhindert Resveratrol die Oxidation des LDL-Cholesterins und senkt somit das Risiko der Entstehung von Arteriosklerose.

Selbstmord von Tumorzellen

Selbstmord von Tumorzellen

Die antiinflammatorische, also entzündungshemmende Wirkung von Resveratrol beruht auf seiner Fähigkeit, ein  Enzym namens Cyclooxygenase zu hemmen. Cyclooxygenase ist ein Schlüsselenzym, das bei der Bildung von Prostaglandinen mitwirkt. Prostaglandine sind eine Art Gewebshormone, die an einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen beteiligt sind. Das Prostaglandin E2 sowie das Thromboxan fördern chronisch entzündliche Prozesse und spielen damit eine wesentliche Rolle bei Arteriosklerose und bei der Entstehung von Krebs. Forschungen zeigen, daß Resveratrol die Entwicklung von Krebs auf verschiedenen Ebenen unterbrechen kann. Seine wahrscheinlich bedeutendste Fähigkeit besteht aber darin, daß es Krebszellen gegen die Substanz «Tumornekrose Faktor alpha» (TNF alpha) sensibilisiert. Hierbei handelt es sich um ein potentes Zytokin mit einer antitumoralen Aktivität. Durch diesen Vorgang wird in  den Krebszellen ein Selbstzerstörungsprogramm mit dem Namen Apoptose ausgelöst. Ein Forscherteam der Universität Ulm überprüft derzeit im Tierversuch die Wirkungen einer ergänzenden Verabreichung von Resveratrol bei Chemotherapien.

Resveratrol - ein Jungbrunnen

Resveratrol - ein Jungbrunnen

In jüngster Zeit hat Resveratrol als natürlicher Anti-Aging-Stoff wissenschaftliches Interesse geweckt. Im menschlichen Körper sind sogenannte Langlebigkeitsgene vorhanden, die den Alterungsprozess steuern. Diese Langlebigkeitsgene sprechen auf Reize an, von denen der wichtigste die Kalorienrestriktion (engl. calorie restriction,CR) ist. Eine Reduzierung der Kalorien war bislang die einzige anerkannte Methode zur Erhöhung der Lebenserwartung. Die verminderte Zufuhr der Kalorien führt in den Zellen dazu, daß ein spezielles Gen mit der Bezeichnung SIR 2 aktiviert wird. Dieses Gen springt vor allem dann an, wenn Nahrungsmangel vorherrscht. Während dessen Wirkungszyklus werden hauptsächlich Reparaturarbeiten an der DNA durchgeführt, wodurch sich die Lebensdauer der Zellen verlängert. Da eine fortdauernde Kalorienrestriktion beim Menschen kaum durchführbar ist, suchen Forscher nach Substanzen, die dem Körper trotz normaler Nahrungszufuhr diesen Vorgang vortäuschen. Als bahnbrechende Entdeckung gelten hierbei die Ergebnisse des Altersforschers Dr. David Sinclair von der Harvard Universität in Boston. Sinclair und seine Mitarbeiter verabreichten im Tierversuch übergewichtigen Mäusen die Substanz Resveratrol. Diese lebten genauso lange wie ihre normal ernährten Artgenossen, während bei einer dritten Gruppe von Mäusen, die übergewichtig waren und nicht mit Resveratrol behandelt wurden, die Lebenszeit verkürzt war. Derzeit wird auf diesem Gebiet intensiv geforscht, da diesem Effekt im Hinblick auf ein längeres Leben eine große Bedeutung zukommen könnte.

Rotweine mit hohem Resveratrolgehalt

Resveratrol ist das wichtigste Polyphenol. Daneben sind jedoch noch weitere gesundheitsfördernde Substanzen wie Querzetin, Anthocyanidine, OPC und Catechine in Trauben und Wein enthalten («Trauben - die pralle Lust»). Gute Weine zeichnen sich durch eine Vielfalt von Geschmacksrichtungen und Komplexität aus. So ist der Prozess der Weinbereitung nicht allein verantwortlich, auch Rebsorte, Klima und Lage des Weinberges tragen entscheidend zur Entstehung gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe und zum Aroma eines Weines bei. Von den derzeit bekannten Weinen, die viel Resveratrol enthalten, sind im folgenden einige Rebsorten von Rotweinen erwähnt.

Pinot Noir (Blauer Spätburgunder)

Der Spätburgunder zählt zu den ältesten Rebsorten und stammt aus Burgund. Er ist heute weit verbreitet. In seiner Bestform ist er ein beeindruckender schöner Wein, der mit der Zeit zu komplexen Aromen von Trüffel und Wild reift. Vor allem im gemäßigten Klima erbringt der Spätburgunder hervorragende Weine.

Cabernet Sauvignon

Diese Rebsorte gehört zu den Stars der Weinwelt. Seine Heimat ist Bordeaux. Fast jedes Land mit Weinbau hat heute einen Cabernet in seinen Weinbergen. Die besten Vertreter kontrastieren süße Johannisbeeraromen mit einem Duft von Zedernholz. Cabernet Sauvignon benötigt ein warmes Klima und reagiert empfindlich auf Frost.

Merlot

Der Merlot begann seine Karriere in Bordeaux und ist heute weltweit populär. Es ist ein fruchtig-saftiger Wein mit charakteristischen Aromen nach Schwarzer Johannisbeere, Schwarzkirsche und Minze. Er wird häufig als Verschnittpartner und Ergänzung des Cabernet Sauvignon verwendet. Merlot benötigt warme, frostgeschützte Lagen.

Genuss in Maßen

Weingenuss ist wie alles, eine Frage des Maßes. «Die Dosis macht das Gift», mahnte schon Paracelsus. Diese Aussage besitzt auch heute noch umfassende Gültigkeit. Was in geringen Dosierungen gesundheitsfördernde Eigenschaften hat, ist in hohen Konzentrationen oft schädlich. Daher ist ein moderater Weinkonsum der Gesundheit durchaus förderlich. Damit sich die gesundheitsfördernden Wirkungen des Weins gut entfalten können, sollte die tägliche Menge beim Mann 250 Milliliter und bei der Frau 125 Milliliter Rotwein nicht überschreiten. Diese Angaben gelten allerdings nur für gesunde Personen, nicht zu empfehlen ist der Weinkonsum zum Beispiel für schwangere oder stillende Frauen, bei Erkrankungen der Leber, bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente oder bei Alkoholunverträglichkeit.

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Täglich eine Kapsel mit etwas Wasser schlucken. Packungsbeilage beachten!

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Wichtiger Hinweis:
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