Angstzustände (Panikstörungen, Phobien)

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Angst gehört zu den menschlichen Grunderfahrungen, doch wenn sie überhand nimmt, ist ein normales Leben im Alltag oft nicht mehr möglich. Lesen Sie, wie Sie der Angst mit Unterstützung natürlicher Methoden beikommen können.

Angstzustände (Panikstörungen, Phobien)

Angst gehört zu den menschlichen Grunderfahrungen und warnt vor Gefahren. Sie vermittelt dem Körper die notwendige Energie zur Flucht oder auch zum Angriff, um damit eine bestimmte Situation bewältigen zu können. Angst ist mit einer Ausschüttung des Stresshormons «Adrenalin» verbunden und äußert sich auf der körperlichen Ebene - je nach Schweregrad der Empfindung - durch Herzklopfen, Atembe- klemmung, Schwitzen, Schwindel sowie Verdauungsstörungen. Bei einer vorliegenden Angststörung ist jedoch das Gefühl der Angst derart überwältigend, daß ein normales Leben in vielen Bereichen nicht mehr möglich ist. Es kommt zu einem Rückzug aus dem Alltag und alles, was Angst macht, wird gemieden. Die Folge ist häufig die soziale Isolation. Die genauen Ursachen der Angststörungen sind nicht bekannt.

Allgemeine Angstzustände (generalisierte Angstörung oder Angstneurose) sind gekennzeichnet durch anhaltende, länger dauernde Befürchtungen über alltägliche Ereignisse und Sorgen. Typisch ist hierfür eine allgemeine Erwartungsangst - «jetzt gleich könnte etwas passieren» -  mit einer gesteigerten Anspannung, die sich in Unruhe, Schlafstörungen, Reizbarkeit oder Geräuschempfindlichkeit äußern kann.

Panikstörungen sind hingegen spontan auftretende Angstattacken, die unvorhersehbar und ohne erkennbaren Grund ausbrechen. Der Angst-Anfall beginnt abrupt, erreicht innerhalb weniger Minuten seinen Höhepunkt und flaut danach wieder ab. Während dieser Attacke haben die Betroffenen massive Angst.

Phobien sind unangemessene Angstzustände, die sich auf eine bestimmte Situation oder ein bestimmtes Objekt beziehen. Darunter fallen beispielsweise Ängste vor Höhe oder Plätzen, vor Tieren (Katzen, Spinnen, Hunden), vor Tunnels, Aufzügen und Verkehrsmitteln wie dem Flugzeug (siehe auch Flugangst). Die phobische Angst kann nicht durch Vernunft beseitigt werden.

Hinweis: Schwere chronische Ängste gehören in therapeutische Behandlung. Zuständig sind Psychologen, Psychiater und Verhaltenstherapeuten. Leichte Formen hingegen können mit naturheilkundlichen Methoden mit gutem Erfolg behandelt werden. Da die genannten Beschwerden auch auf eine Funktionsstörung der Schilddrüse hindeuten können, sollte dies immer ärztlich abgeklärt werden.

Folgende Schüßler-Salze wirken unterstützend!

Bei allgemeiner Ängstlichkeit, die jedoch unbegründet ist.

Salz Nr.  6 - Kalium sulfuricum D6 - erhältlich über Online-Apotheke: >> online bestellen

Angst vor öffentlichen Plätzen; v. a. sensible Menschen

Salz Nr.  5  - Kalium phosphoricum D6 - erhältlich über Online-Apotheke: >> online bestellen

Bei Angst mit Aufregung, begleitet von Herzklopfen und Zittern. Das Gesicht ist gerötet.

Salz Nr.  7 - Magnesium phosphoricum D6 - erhältlich über Online-Apotheke: >> online bestellen

Angst vor spitzen Gegenständen und Nadeln

Salz Nr. 11 - Silicea D 12 - erhältlich über Online-Apotheke: >> online bestellen

Angst vor Krankheiten; oft traurig, deprimiert und spricht nicht viel, möchte allein sein.

Salz Nr.  8 - Natrium chloratum D6 - erhältich über Online-Apotheke: >> online bestellen

Angst vor einer Prüfung oder Angst vor einer Reise

Salz Nr.  5  - Kalium phosphoricum D6 - erhältlich über Online-Apotheke: >> online bestellen

Was Sie sonst noch tun können!

Alles was bei Angststörungen zu einer Entspannung führt, ist hilfreich. Dies kann unter anderem Autogenes Training, Muskelentspannung nach Jacobson, Yoga, Shiatsu oder Sport sein. Auch eine psychotherapeutische Beratung, Angstbewältigungsgruppe oder psychosomatische Klinik kann in Anspruch genommen werden.

Akupressur

Der Akupressurpunkt «Taubenschwanz» - ausgleichender Energiepunkt  - (KG 15) kann mehrmals am Tag stimuliert werden, um die Angst zu lindern.  Hierbei wird mit dem Mittelfinger mit wechselndem Druck in Richtung Hals stimuliert. Der Punkt befindet sich in der Mitte des Brustbeins, etwa drei Fingerbreiten oberhalb des unteren Endes. Dieser Punkt darf bei Niedergeschlagenheit und Verstimmungszuständen nicht gedrückt werden.

Beruhigende Kräuterteemischung

Die Natur bietet eine Fülle von wirksamen Kräutern, die Körper und Geist positiv beeinflussen. Diese Teemischung aus getrockneten Kräutern hat einen entspannenden und angstlösenden Effekt auf die Seele.

20 g Melissenblätter
10 g Pfefferminzblätter
15 g Baldrianwurzel
20 g Orangenblüten
20 g Passionsblumenkraut

Zubereitung:
Die Kräuter mischen und zwei Teelöffel der getrockneten Droge mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und über einen Zeitraum von 6 Wochen drei Tassen täglich trinken.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen:
Bei Melisse und Baldrian sind derzeit keine Nebenwirkungen oder Gegenanzeigen bekannt. Die Einnahme von Passionsblumenkraut kann in sehr seltenen Fällen zu allergischen Reaktionen führen. Pfefferminze kann bei zu langer Anwendung eine Magenreizung hervorrufen. Bei Vorliegen von Gallensteinen sollten Sie die Einnahme von Pfefferminze mit einer Fachkraft besprechen. Bei empfindlichen Personen kann es durch die Einnahme von Orangenblüten zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit der Haut kommen.

Als Alternative kann auch der «Beruhigungstee VI» von Nestmann eingenommen werden. In dieser bereits fertigen Teemischung sind folgende Kräuter enthalten: Baldrianwurzel, Hopfenzapfen, Passionsblumenkraut, Pfefferminzblätter und Orangenblüten. Packungsbeilage des Herstellers beachten!

Mehr Infos zu «Beruhigungstee VI von Nestmann» finden Sie auf der Homepage der Online-Apotheke:

Homöopathie - das passende Angstmittel

Will man das passende homöopathische Mittel finden, so muß in jedem Einzelfall über eine eingehende Befragung (Anamnese) die individuelle Eigenart festgestellt werden. Dies geschieht in der Regel durch einen erfahrenen Homöopathen. Es werden bei der Einzelmittelgabe die Symptome des Betroffenen mit den Symptomen der Arzneiprüfung in Beziehung gesetzt. Folgende Mittel haben sich gut bei Angststörungen bewährt, im individuellen Fall können jedoch auch andere homöopathische Arzneimittel wahlanzeigend sein.

Es besteht große Angst mit der Vorahnung, bald sterben zu müssen («sagt die Todesstunde voraus»). Die Beschwerden können durch Schreck oder seelischen Schock ausgelöst werden. Angst davor, daß noch so banale Krankheiten tödlich verlaufen könnten. In der Nacht verstärken sich die Ängste und es herrscht eine gewisse Ruhelosigkeit vor. Musik macht die Beschwerden unerträglich. Die Angst bei Aconitum tritt immer plötzlich und stürmisch auf. Aconitum (Blauer Eisenhut) hat sich auch bei Flugangst bewährt.

Der Betroffene ist nervös, überreizt und muß alles in Eile erledigen. Es besteht Erwartungsangst und Lampenfieber vor Terminen und Prüfungen (Examensängste). Angst vor großen Plätzen (Agoraphobie) sowie auch Angst in engen Räumen (Klaustrophobie). Angst in einer Menschenmenge. Große Angst von einer Brücke herabzusehen, hat dabei Schwindelgefühle. Die betroffene Person erwartet stets das Schlimmste. Modalitäten: Heißhunger auf Süßigkeiten. Bewegung in frischer Luft bessert. Wärme verschlimmert. Zustand verschlechtert sich durch geistige Arbeit.

Angst morgens, vor der Dunkelheit, vor dem Alleinsein. Angst vor dem Tod, vor Gewitter und Sturm. Angst vor drohender Krankheit. Braucht immer Zuspruch und Sicherheit. Unruhige, sensible und zappelige Menschen, die geistig wach sind. Es besteht eine Überempfindlichkeit aller Sinnesorgane. Modalitäten: Hunger, vor allem nachts. Verlangen nach kalten und frischen Speisen. Verlangen nach kalten Getränken. Empfindlich gegen verschiedene Düfte, vor allem Blumen. Besserung des Zustandes durch Zuwendung, Ruhe und Schlaf.

Ängste verstehen und überwinden

Die Angst hat viele Gesichter: Angst vor der Angst, vor engen Räumen, Brücken, Fahrstühlen, Tieren, Angst vor Ablehnung, vor dem Alleinsein, usw. Nicht jeder ist sich seiner Angst bewußt. Viele verspüren nur die körperlichen Begleiterscheinungen der Angst wie Zittern, Herzrasen, Schwindelgefühle, Verspannung, Verschwimmen vor den Augen. Sie machen sich deshalb Sorgen, plötzlich umzufallen, einen Herzinfarkt zu bekommen oder einen Hirntumor zu haben. Sie fühlen sich ihren Angstattacken ausgeliefert, meiden die Situationen, in denen sie in der Regel einen Angstanfall erleiden. Mit der Zeit verlieren sie das Vertrauen in ihren eigenen Körper vollkommen, entwickeln eine Angst vor der Angst, die häufig in der Angst gipfelt, verrückt zu werden. An dieser Stelle setzt mein Ratgeber an. Als praktizierende Psychotherapeutin möchte ich Betroffenen Mut machen, sich aus ihrer Angst zu befreien. Unsere Angstgefühle erzeugen wir uns selbst. Jeder Mensch besitzt die Fähigkeit, seine Ängste abzubauen. Schritt für Schritt möchte ich dem Leser dabei helfen, seine Ängste zu verstehen und langsam zu überwinden. Er lernt, seine Lebenseinstellungen zu verändern und seine körperlichen Reaktionen zu beeinflussen. Zahlreiche Fallbeispiele und Erfahrungsberichte von Angstpatienten, die es geschafft haben, machen Mut und Hoffnung. Angst ist nur dann hilfreich, wenn sie uns vor wirklicher Lebensgefahr bewahrt.

Ängste verstehen und überwinden
Wie Sie sich von Angst, Panik und Phobien befreien
von Doris Wolf

Taschenbuch: 226 Seiten
Verlag: PAL

Folgende Institutionen, die bei Angstörungen Hilfe anbieten, sind u. a. :

Max-Planck-Institut für Psychiatrie - Ambulanz für Angsterkrankungen, München, Tel: 089/ 30622-420 oder -229

Spezialambulanz für Angsterkrankungen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, Campus Charité Mitte, Charitéplatz 1, D - 10117 Berlin

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