Homöopathie für den Hund - Gebärmutterentzündung

Akute und chronische Gebärmutterentzündung (Pyometra)

Roter Sonnenhut
Echinacea - Sonnenhut

Eine akute Gebärmutterentzündung der Hündin kann sich direkt im Anschluss an eine Geburt entwickeln. Die Beschwerden äußern sich in Appetitlosigkeit, Fieber, Müdigkeit, Verlangen nach viel Wasser sowie übelriechendem Gebärmutterausfluss. Die Tiere sind kraftlos und haben kein Bedürfnis nach Spazierengehen. Eine Gebärmutterentzündung (Pyometra) kann auch chronisch werden. Meist geschieht dies etwa vier bis acht Wochen nach der Läufigkeit. In diesem Stadium weisen die Tiere kein Fieber auf, im späteren Verlauf haben sie sogar eine Untertemperatur. Die Appetitlosigkeit besteht fort, der Durst ist stark ausgeprägt, der Appetit ist nach wie vor vermindert. Mit der Zeit magern die Hündinnen ab, während ihr Bauch immer dicker wird. Bisweilen können Bauchschmerzen bestehen, die Hündinnen winseln unter Umständen. In seltenen Fällen besteht ein schleimig, eitriger, stinkender, rotbrauner Ausfluss.

Ältere Hündinnen sind stärker gefährdet

Bei älteren Tieren ist die Läufigkeit nicht mehr so stark ausgeprägt. Auch durch Spritzen, die eine Deckung durch einen Rüden verhindern soll, kann eine Pyometra chronisch werden. Ein geringfügiger Ausfluss kann hierbei schon auf eine Eiteransammlung im Bauch hinweisen. Die von den Eiterbakterien gebildeten Giftstoffe schädigen die Organe der Hündin sehr stark. Ein Tierarztbesuch ist unbedingt notwendig, da die Todesrate ohne Behandlung hoch ist. Neben einer tierärztlichen Behandlung können homöopathische Arzneimittel unterstützend in das Geschehen mit eingreifen. Mittel wie Sepia, Hepar sulfuris, Lachesis, Echinacea angustifolia, Hydrastis, Pulsatilla, Caulophyllum können je nach Befinden des Tieres die mit Eiter gefüllten Sekrete reinigen. Zusätzlich kann äußerlich Calendula-Salbe (z. B. Calendumed Salbe N von DHU) aufgetragen werden. Kommt es zu keiner Heilung, weil der Organismus nicht kräftig genug ist, lässt sich eine Operation nicht vermeiden.

Hinweis:
Dieser homöopathische Ratgeber erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Sollte sich bei Ihrem Hund keine baldige Besserung einstellen, so scheuen Sie sich nicht, den Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufzusuchen. Der Inhalt dieser Internetseiten ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und soll keinen Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete Tierärzte und Tierheilpraktiker darstellen.

Name Beschreibung
Caulophyllum D4 Caulophyllum (Frauenwurzel) ist geeignet zur Vorbeugung sowie im Anfangsgeschehen einer akuten Pyometra, besonders gleich nach der Geburt der Welpen. Sind während der Geburt die Wehen ungenügend, hilft es, unterstützend der Hündin die nötige Kraft zu geben. Bei anstrengender und langer Geburt kann Caulophyllum bereits eingesetzt werden. Dosierung: Dreimal eine Dosis von jeweils fünf Globuli in Abständen von einer Stunde verabreichen. Anschließend über einen Zeitraum von etwa drei Wochen täglich fünf Globuli geben. Ein Tierarzt sollte dennoch immer konsuliert werden.
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Echinacea D2 Echinacea (Sonnenhut) fördert das körpereigene Immunsystem und leistet gute Dienste bei Infektionen direkt nach der Geburt. Es wirkt vor allem in der ersten Woche nach einer akuten Pyometra. Unterdrückte Absonderungen bringt das Mittel zur Ausscheidung. Dosierung: Dreimal täglich jeweils 5 Globuli über einen Zeitraum von 14 Tagen. Ein Tierarzt sollte dennoch immer konsuliert werden.
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Hepar sulfuris C6 Bei Hepar sulfuris (Kalk Schwefelleber) ist die Neigung zur Entstehung von Eiter erhöht. Das Mittel ist eher bei einer chronischen Gebärmutterentzündung einsetzbar. Es bildet sich viel Eiter in Kombination mit Blut. Die Hündin winselt und hat starke Bauchschmerzen. Bei diesem Krankheitsbild lässt sich Hepar sulfuris mit Caulophyllum kombinieren. Dosierung: Hepar sulfuris C6 und Caulophyllum D4 jeweils dreimal täglich fünf Globuli über einen Zeitraum von drei Wochen verabreichen. Ein Tierarzt sollte dennoch immer konsuliert werden.
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Hydrastis D4 Hydrastis canadensins (Kanadischer Gelbwurz) unterstützt den Heilungsprozess bei einer chronischen Pyometra. Der Ausfluss weist Schleimfäden auf und ist zäh. Dosierung: Dreimal täglich jeweils fünf Globuli über einen Zeitraum von vier Wochen verabreichen. Laut Fachliteratur schlagen französische Homöopathen eine Kombination von Sepia D6, Helonias dioica D6 und Hydrastis D6 vor. Ein Tierarzt sollte dennoch immer konsuliert werden.
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Lachesis D12 Lachesis muta (Buschmeisterschlange) wird bei septischen Zuständen unterstützend mit eingesetzt. Es ist anzeigt, wenn sich aus absterbendem Gewebe und Bakterien Giftstoffe freigesetzen. Die Toxine können hierbei sogar die Niere schädigen. Die Hündin weist meist erhöhte Temperatur oder hohes Fieber auf. Den Heilungsprozess erkennt man daran, dass ein kräftiger Ausfluss sichtbar wird. Dosierung: Zweimal täglich jeweils fünf Globuli über einen Zeitraum von drei Wochen verabreichen. Ein Tierarzt sollte dennoch immer konsuliert werden.
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Pulsatilla D6 Pulsatilla pratensis (Küchenschelle) fördert die Durchblutung des Uterus (Gebärmutter) und verbessert die Schleimhaut. Es kann sowohl beim akuten als auch beim chronischen Krankheitsbild zum Einsatz kommen. Oft ist neben der Pyometra auch die Vagina entzündet. Die Absonderung sieht schleimig, eitrig aus und hat eine gelblich-grüne Farbe. Dosierung: Dreimal täglich jeweils fünf Globuli über einen Zeitraum von drei Wochen verabreichen. Ein Tierarzt sollte dennoch immer konsultiert werden.
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Sepia D12 Sepia (Tintenfisch) eignet sich für eine chronische Gebärmutterentzündung sowie bei älteren Tieren. Die Ausscheidung hat eine rotbraune Farbe und ist übelriechend. In einigen Fällen kann ein Gebärmuttervorfall vorliegen. Das Tier ist reizbar und hat Schmerzen. Dosierung: Dreimal täglich jeweils fünf Globuli über einen Zeitraum von drei Wochen verarbreichen. Ein Tierarzt sollte dennoch immer konsuliert werden.
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Unsere Hunde - gesund durch Homöopathie: Heilfibel eines Tierarztes

Homöopathie unterstützt das eigene Heilbestreben des Organismus und wirkt schnell, sicher und mild. Auch bei Tieren. Tierarzt Dr. H.-G. Wolff wendet sich mit seinem Lebenswerk an Tierärzte, Züchter und engagierte Hundehalter, die auf sanfte Weise helfen und heilen wollen. Übersichtlich und gut verständlich erklärt er typische Hundekrankheiten und gibt Anleitung zu bewährten Mitteln und Dosierungen. Profitieren Sie von seiner langjährigen Erfahrung und finden Sie dank seiner einfühlsamen Beschreibungen sofort die passende Behandlung. NEU: Der beliebte und in viele Sprachen übersetzte Bestseller liegt jetzt aktualisiert in der 15. Auflage vor - aktualisiert von Tierärztin Dr. Barbara Rakow, selbst Homöopathin und Schülerin von Dr. H.-G. Wolff. Alle Informationen sind auf dem neuesten Stand.

Unsere Hunde - gesund durch Homöopathie
Heilfibel eines Tierarztes
von Hans Günter Wolff

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Sonntag

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