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Mineralsalze...

                                          ...die Salze des Lebens

Schüßler-Salze

Für jeden Stoffwechsel eines lebendigen Organismus sind Mineralstoffe unverzichtbar. Im menschlichen Körper kommen sie in fest eingebauter Form (z. B. Calcium in den Knochen) ebenso vor, wie als Ionen innerhalb der Körperflüssigkeiten (z. B. Natriumionen im Blut). Da Mineralsalze anorganisch sind, können sie vom Körper nicht selbst hergestellt, sondern müssen von außen zugeführt werden. Dennoch sind die Mineralstoffe nach Dr. Schüßler keine Mineralstoffe im üblichen Sinn, wie sie in vielen Lebensmitteln vorkommen. Vielmehr sind sie ähnlich wie homöopathische Arzneien potenziert und wirken daher direkt in den Körperzellen. Dieser spezifische Reiz auf die Zellen hat zur Folge, daß die lebensnotwendigen Mineralsalze vermehrt aus der Nahrung aufgenommen und entsprechend richtig verteilt werden. So schrieb er in seinem Buch «Eine abgekürzte Therapie«: «Die im Blute und in den Geweben vertretenen anorganischen Stoffe genügen zur Heilung aller Krankheiten, welche überhaupt heilbar sind.» Dr. Schüßler behandelte über die vielen Jahre seines Wirkens hinweg Krankheiten ausschließlich mit potenzierten anorganischen Salzen.

Mineralstoffe

Kein homöopathisches Heilverfahren
Die Homöopathie nach Hahnemann und die Biochemie nach Dr. Schüßler haben gemeinsam, daß sie mit Hilfe von natürlichen Stoffen dazu beitragen, die Gesundheit des Menschen zu fördern. Die Aufbereitung durch homöopathische Potenzierung ist bei beiden Behandlungsmethoden im Grundsatz ähnlich. In der Homöopathie werden jedoch niedrige bis hohe Potenzen hergestellt, in der Biochemie finden sich dagegen die Potenzstufen D3, D4, D6 und D12 wieder. Während in der Homöopathie ein Mittel nach dem Ähnlichkeitsprinzip verabreicht wird, zielt die Biochemie darauf ab, fehlende Mineralstoffe im Körper auszugleichen.

Mineralstoffe

Dr. Schüßler war leidenschaftlicher Homöopath, bis er seine biochemischen Funktionsmittel entdeckt hatte. So lehnte er eine Eingliederung seiner Heilweise unter die Homöopathie strikt ab. Er sieht klare Unterschiede zwischen Homöopathie und Biochemie und äußert sich in seiner Schrift «Eine abgekürzte Therapie» wie folgt: «Wer von kleinen Gaben hört, denkt gewöhnlich an Homöopathie. Mein Heilverfahren ist aber kein homöopathisches, denn es gründet sich nicht auf das Ähnlichkeitsprinzip, sondern auf die physiologisch-bioche-
mischen Vorgänge, welche sich im menschlichen Organismus vollziehen. Der Grundsatz, nach welchem ein Mittel gewählt wird, drückt diesem sein Gepräge auf. Ein nach dem Ähnlichkeitsprinzip gewähltes Mittel ist ein homöopathisches, ein Mittel aber, welches den Mineralstoffen des Organismus homogen ist, und dessen Anwendung sich auf die physiologische Chemie gründet, ist ein biochemisches.»

Mineralstoffe

Schüßler's Erfolge
In den Jahren seiner Tätigkeit behandelte er in Oldenburg mit den Salzen erfolgreich über 1000 diphtheriekranke Kinder, die von seinen Kollegen längst aufgegeben waren. Die vielen Heilerfolge ermutigten ihn, im Jahre 1874 seine erste kleine Broschüre «Eine abgekürzte Therapie» zu veröffentlichen, in der er seine Erfahrungen zusammenfasste. Obwohl die Behandlungsmethode bei seinen Kollegen stark umstritten war, verbreitete sich sein Verfahren dennoch rasend schnell. Dies führte dazu, daß die Broschüre in viele Sprachen übersetzt und in mehrere Auflagen veröffentlicht wurde. Am 30. März 1898 verstarb Dr. Schüßler im Alter von 77 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls.


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Kurzbeschreibung
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