Pflanzensteckbrief: Betula pendula Roth.

Birke: Ein Baum für die Frühjahrskur

Bildquelle: Martin Gabriel, BirkeDie Birke (Betula pendula Roth.) galt bei den Germanen als ein prachtvoller Zauberbaum, der den Frühling verkörperte. Noch heute erinnern die Pfingst- und Fronleichnamsbirken daran. In der Mythologie symbolisiert die Birke Liebe, Glück und Schönheit. Diese Eigenschaft wird ihr auch als Mai- und Pfingstbaum zugeschrieben. Birkenblätter-Tee eignet sich hervorragend zur «Blutreinigung» bei einer Frühjahrskur sowie gegen Gicht, Rheuma und Hautleiden. Zudem wirken die Inhaltsstoffe entwässernd und helfen auch bei Blasenentzündungen. Die Volksheilkunde verwendet sie bei Steinerkrankungen, Fettleibigkeit sowie bei hohem Cholesterinspiegel.

Namen aus dem Volksmund:
Frühlingsbaum, Besenbirke, Moorbirke, Rauhbirke, Rauchbirke, Sandbirke, Warzenbirke, Hängebirke, Warzenbirke, Weißbirke, Maibaum, Nierenbirke und Besenbaum.

BirkeBotanischer Steckbrief:
Die Birke gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Arzneilich werden zwei Arten von Birken verwendet, nämlich die Hängebirke (Betula pendula Roth) und die Moorbirke (Betula pubescens Ehrh.). Die Hängebirke wächst vor allem an trockenen Standorten; die Moorbirke in feuchten Wäldern, Sümpfen und Mooren. Der Stamm ist von einer papierartigen weißen Rinde bedeckt. Die Blätter sind wechselständig angeordnet. Zur Blütezeit im Frühjahr werden die Blütenstände bestäubt, die sich dann zu kleinen Zapfen entwickeln. Die daraus entstehenden Samen sind kleine Achänen, die vom Wind verbreitet werden.

Bildquelle: Martin Gabriel, BirkeVerwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe:
Die Blätter beider Birkenarten werden in ihrer arzneilichen Wirkung als gleichwertig angesehen. Die Blätter der Hängebirke besitzen rhombische Formen; die Blätter der Moor-Birke sind herzförmig. Geerntet werden die Birkenblätter- und knospen in den Monaten April bis Mai. Die Bestandteile werden auf einem Leinentuch ausgebreitet und im Schatten getrocknet. Als wichtigste wirksame Inhaltsstoffe enthalten sie Flavonoide, Triterpene, Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harze, ätherisches Öl, Ascorbinsäure sowie Mineralien wie Kalium und Kalzium.
Wirkungen:
Die Flavonoide der Blätter regen die Nierenfunktion an und führen zu einer erhöhten Wasser- und Salzausscheidung.  Aus diesem Grunde werden Birkenblätter zur Durchspülung bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der Harnwege, bei Nierengrieß und auch zur unterstützenden Therapie bei Rheuma und Gicht eingesetzt. Zudem regen sie den Stoffwechsel an und unterstützen somit den Entgiftungsprozess.

Bildquelle: Martin Gabriel, BirkeAnwendungsgebiete:
Durchspülungstherapie bei bakteriellen und entzündlichen Prozessen der ableitenden Harnwege. Zur Verhütung von Nierensteinen und der Bildung von Nierengrieß. Außerdem zur unterstützenden Behandlung bei rheumatischen Erkrankungen. Da Birkenblätter die Wasser- und Salzausscheidung anregen, verwendet die Volksheilkunde den Tee zur Blutreinigungskur. Gerade in Kombination mit anderen wassertreibenden Heilpflanzen wie Brennessel und Löwenzahn bewirkt eine solche Frühjahrskur ein gesteigertes Wohlbefinden und entgiftet den Körper auf sanfte Weise. Siehe auch: Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit)

 

Bildquelle: Martin Gabriel, BirkeDarreichungsformen:
Tee, Tinktur, Frischpflanzenpresssäfte, Fertigpräparate.
Die empfohlene Tagesdosis der getrockneten Blätter liegt bei 6 bis 10 Gramm.
Nebenwirkungen:
Nebenwirkungen sind derzeit keine bekannt.
Hinweis:
Bei einer Durchspülungstherapie ist zusätzlich auf eine ausreichende Flüssigkeitzufuhr  von mindestens zwei Liter täglich zu achten. Hierfür eignen sich stilles Wasser, heißes Wasser sowie dünne Gemüsebrühe.
Anwendungsbeschränkungen:
Bei Wasseransammlungen im Gewebe, die auf verminderte Herz- und Nierentätigkeit zurückzuführen sind, darf Birkentee nicht angewandt werden. Wegen der entwässernden Wirkung nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit verwenden.


Birken-Rezepturen und Produkte

BirkenblattBirkenblätter-Tee
Getrocknete Birkenblätter als wassertreibender Tee ist für eine Durchspülungstherapie bei Blasenentzündung geeignet. Aber auch zur «Blutreinigung» bei einer Frühjahrskur wird die Birke gerne verwendet.
Siehe: («Tee-Rezeptur für die Frühjahrskur»)
Zubereitung:
Zwei Teelöffel der getrockneten Droge mit 150 Milliliter heißem  Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und anschließend abseihen. Drei bis vier Tassen täglich trinken.
Hinweis:
Bei Anwendung von Birkenblätter-Tee ist zusätzlich auf eine ausreichende Flüssigkeitzufuhr  von mindestens zwei Liter täglich zu achten. Hierfür eignen sich stilles Wasser, heißes Wasser sowie dünne Gemüsebrühe. Bei immer wiederkehrenden Beschwerden sowie bei Einsetzen von Fieber sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Nebenwirkungen und Gegenanzeigen:
Bei Wasseransammlungen im Gewebe, die auf verminderte Herz- und Nierentätigkeit zurückzuführen sind, darf Birkentee nicht angewandt werden. Wegen der entwässernden Wirkung nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit verwenden.
Mehr Infos zu «Birkenblätter-Tee Aurica» finden Sie auf der Homepage der
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BirkenblattKneipp-Blasentee
Kneipp-Blasentee wirkt harntreibend, entzündungshemmend und ist allgemein gut verträglich. Dieses Produkt besteht aus einer Heilpflanzenkombination von Goldrutenkraut, Schachtelhalm,  Birkenblättern, Hauhechelwurzel, Hagebuttenschalen, Pfefferminzblättern und Ringelblumenblüten.
Zubereitung:
Zwei Aufgussbeutel pro Tasse mit siedendem Wasser übergiessen und zugedeckt etwa 15 Minuten ziehen lassen. Drei bis viermal täglich eine Tasse warm zwischen den Mahlzeiten trinken.
Hinweis: Bei immer wiederkehrenden Beschwerden sowie bei Einsetzen von Fieber sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Mehr Infos zu «Kneipp-Blasentee» finden Sie auf der Homepage der
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Weleda Birken-Aktiv-Kur

BirkenblattWeleda Birken-Aktiv-Kur
Weleda Birken-Aktiv-Kur entschlackt und reinigt von innen. Die Birkenblätter dieser Kur stammen aus ökologischer Wildsammlung. Das erfrischend schmeckende Getränk befreit den Körper von belastenden Schlackenstoffen. Die in den Blättern enthaltenen Flavonoide unterstützen die natürliche Entschlackung des Körpers. Diese Kur verhilft zusätzlich zu einem schönen Hautbild. Das Getränk ist besonders für eine Frühjahrskur geeignet.
Zubereitung:
Ein Esslöffel Weleda Birken-Aktiv-Kur in Wasser oder Tee ergibt ein erfrischendes Getränk.
Hinweis:
Vor der Einnahme sollten Sie die Packungsbeilage des Herstellers genau durchlesen!
Mehr Infos zu «Weleda Birken-Aktiv-Kur» finden Sie auf der Homepage der
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Wichtiger Hinweis:
Bitte beachten Sie, daß die Inhalte im «Forum-Naturheilkunde» keinen Ersatz für eine medizinische Beratung und Behandlung durch eine professionelle Fachkraft darstellen. Suchen Sie im Bedarfsfall immer einen Arzt oder Heilpraktiker auf. Auch bei der Anwendung von Arzneimitteln sollten Sie in jedem Fall die Packungsbeilage des Herstellers genau durchlesen und beachten.

Bildquelle:
Die Aufnahmen der Birken sind von dem Dipl. Geografen und Fotojournalisten  Martin Gabriel anschaulich ins Bild gesetzt  worden. Wir bedanken uns bei ihm für die Überlassung des Bildmaterials. Mehr Infos zu seiner Arbeit als Fotojournalist finden Sie unter: MARTIN GABRIEL PHOTOGRAPHY  

Literatur
• Bocksch: «Das praktische Buch der Heilpflanzen», BLV-Verlag 2008
• Grünwald: «Pflanzenheilkunde Quickfinder», GU-Verlag 2008
• Bühring: «Alles über Heilpflanzen», Ulmer-Verlag 2007
• Fischer: «Frauenheilpflanzen», Nymphenburger Verlag 2006


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