Homöopathie...

...lieber gesetzlich oder privat versichert?

Der überwiegende Teil der deutschen Bevölkerung ist gesetzlich krankenversichert. Auch wenn viele von ihnen sich zumindest theoretisch privat absichern könnten, wird über einen Versicherungswechsel viel zu selten nachgedacht. Wie sieht es mit der Versicherung im Hinblick auf alternative Heilverfahren aus und lohnt sich der Wechsel zum privaten Anbieter generell immer?

Homöopathische Behandlungen als Versicherungsleistung?

Homöopathische Behandlungen als Versicherungsleistung?

Alternativmedizinische Verfahren verlangen den Ärzten viel Zeit ab und bedürfen oft einer langwierigen Behandlung. Aus diesem Grund wird auch nur ein kleiner Teil der Kosten von der Krankenkasse getragen, namentlich die Anamnese und eine bestimmte Anzahl an Folgekonsultationen. Die eigentliche Behandlung muss von Patienten selbst bezahlt werden, es sei denn, es handelt sich dabei um ein Kind, welchen das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Daneben gibt es einen sogenannten integrierten Versorgungsvertrag, der in Ausnahmefällen greift und nur auf einige Kassen beschränkt ist. Hierbei kann auch ein Großteil der homöopathischen Behandlung über die Versicherung abgerechnet werden. Andernfalls kann auch über den Abschluss einer privaten Zusatzversicherung mit dem Schwerpunkt auf Naturheil-Verfahren nachgedacht werden. Bei einer kompletten Privatversicherung werden indes sämtliche anfallenden Kosten von dieser erstattet und ermöglichen eine vollständige und uneingeschränkte Homöopathie-Behandlung.

Ansprechender Grundschutz dank staatlicher Versicherung

Nun ist es nicht so, dass gesetzlich Versicherte generell im Nachteil sind und um jeden Preis wechseln sollten, denn auch die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse hat Vorzüge. Nicht umsonst genießt das deutsche Gesundheitssystem ein hohes Ansehen bei den Nachbarländern und in weiten Teilen Europas. Wer staatlichen Versicherungsschutz genießt, ist im Besitz einer Versichertenkarte, mit der sich Arztbesuche jedweder Art in der gesamten Bundesrepublik als relativ unkompliziert gestalten. Jeder Versicherte muss einen monatlichen Mitgliedsbeitrag entrichten, der ermöglicht, dass Behandlungskosten und die Versorgung mit Medikamenten größtenteils vom Staat übernommen werden und der Patient in aller Regel nicht persönlich zur Kasse gebeten wird. Besonders lukrativ ist die gesetzliche Versicherung für Familien, denn für Ehepartner und Kinder fallen am Beispiel einer Familienversicherung keine zusätzlichen Beitragskosten an.

Vorzüge der privaten Versicherung

Gründe, die gegen eine gesetzliche Versicherung sprechen, existieren natürlich auch. So sind die Monatsbeiträge an das Einkommen gekoppelt und umso mehr man verdient, desto höher sind auch die Beiträge, zumindest bis zu einer bestimmten Beitragsbemessungsgrenze. Die Leistungen, die durch die gesetzliche Krankenkasse abgedeckt sind, dienen einem allgemeinen Schutz und beschränken sich auf die Verhütung, Erkennung und Behandlung der meist verbreiteten Leiden und Gebrechen. Geht eine Erkrankung aber über diese Leistungen hinaus oder handelt es sich wie bei der Homöopathie um eine unkonventionelle Behandlungsart, muss die Kosten dafür der Patient selbst tragen. Wer in die private Vorsorge wechseln und dagegen von bedarfsgerechten Leistungen profitieren will, sollte sich zunächst einen geeigneten Anbieter suchen. Über verschiedene Internetportale kann man private Krankenversicherungen vergleichen und eine ganz persönliche Auswahl treffen. Mitglieder können sich aussuchen, gegen welche Erkrankungen sie sich versichern wollen und bezahlen tatsächlich auch nur dafür einen Beitrag. Statt vorsorglich gegen alles Mögliche versichert zu sein, schnüren sich privat Versicherte ihr eigenes, ganz individuelles Leistungspaket, bei dem seltenere oder unwahrscheinlichere Leiden außen vor bleiben können.

Wer kann sich privat versichern lassen?

Die Mitgliedschaft in einer PKV ist an nur ein paar Bedingungen geknüpft, die sich etwa auf den beruflichen Status, das Einkommen und den Gesundheitszustand beziehen. Ein Einstieg in eine private Versicherung eignet sich besonders für Beamte, Selbständige, Alleinstehende, kinderlose Paare und Studenten gleich zum Anfang ihres Studiums. Diese Personengruppen können von einem individuellen Schutz profitieren und kommen weitaus günstiger dabei weg als in der gesetzlichen Krankenversicherung.