Panchakarma...

...die fünf ausleitenden Behandlungsarten

Als ganzheitliches Naturheilverfahren zielt Ayurveda überwiegend darauf ab, die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Darüber hinaus soll die Immunabwehr gesteigert  und der Körper von Giftstoffen («Ama») befreit werden.  Dazu bedient  sich die ayurvedische Medizin einer traditionellen Reinigung, des sogenannten Panchakarma.

Panchakarma, die fünf ausleitenden Behandlungsarten

Panchakarma ist ein systematisches Entschlackungsverfahren und beinhaltet unter anderem Massagen, Dampfanwendungen, Kräutereinläufe, Stirn- und Kopfgüsse sowie Ölanwendungen. Panchakarma heisst wörtlich übersetzt «fünffache Therapie», was bedeutet, dass der Organismus auf fünf verschiedenen Ebenen gereinigt werden kann. Dabei ist die Art der Reinigung von der Konstitution des Patienten und seiner Krankheit abhängig. Die fünf ausleitenden Behandlungsarten werden unterschieden in: «Vomana» (Erbrechen), «Virechana» (Abführen), «Niruha-Basti» (nicht-öliger Einlauf), «Anuvasana-Basti» (öliger Einlauf) und «Nasya» (reinigende Kopfbehandlung). Auf Vomana wird jedoch meist in den westlichen Ayurvedaeinrichtungen verzichtet, da es für den Körper sehr belastend ist. Es wird üblicherweise durch andere Methoden ersetzt.

Panchakarma Kur - der königliche Weg zur Gesundheit

Die jahrtausendealte Heilbehandlung steht für die intensive Reinigung des Organismus zur Entschlackung, Vorbeugung und Verjüngung. Die sorgfältig aufeinander abgestimmten ausleitenden Behandlungsarten lösen Stoffwechselabbauprodukte und umweltbedingte Gifte effektiv aus den Geweben und transportieren sie aus dem Körper. Dabei werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert, Geist und Körper sind im Einklang mit den Naturgesetzen und die Lebensfreude kehrt wieder zurück. Eine korrekt durchgeführte Panchakarma Kur besteht aus Vorbereitung, Haupt- und Nachkur. Sie dauert in der Regel vier Wochen und sollte nur unter Aufsicht eines ausgebildeten Therapeuten in speziellen Kliniken und Gesundheitszentren durchgeführt werden.

Panchakarma-Vorkur

Zur Vorbereitung der Kur werden je nach Verfassung des Patienten eine leichte Kost, heißes Wasser, spezielle Gewürzzubereitungen und ayurvedische Kräuterpräparate sowie Kräutertees angeboten. Zusätzlich nimmt der Betroffene eine ansteigende Dosis «Ghee» (geklärte Butter) ein, während dieser Zeit vermeidet er das Fett in seiner täglichen Nahrung. Danach erhält er eine Ganzkörper-Ölmassage, gefolgt von einer speziellen Wärmeanwendung. Im Anschluss daran erfolgt das Abführen (Virechana) mit einem pflanzlichen Laxans, zum Beispiel Rizinus. Dann wird eine bestimmte Diät eingeleitet.

Panchakarma-Hauptkur

Während der Hauptkur werden nach ärztlicher Verordnung folgende traditionellen Panchakarma-Anwendungen wie beispielsweise Ölmassagen («Abhyangas»), Dampfanwendungen («Swedanas»), Stirngüsse («Shirodhara»), Ganzkörperölgüsse inclusive Massagen («Pizhichilli») und sanfte Einläufe («Bastis») durchgeführt. Im Verlauf der Kur darf der Patient nur eine spezielle Diät ohne tierisches Eiweiß zu sich nehmen.

Panchakarma-Nachkur

Nach der Hauptkur sollte über einen Zeitraum von einigen Wochen bis Monaten eine individuelle abgestimmte Kost eingehalten werden. Je nach Zustand des Patienten kommen unter Umständen auch ayurvedische Kräuter und Präparate zum Einsatz.

Selbstheilung mit Ayurveda

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