Die Pulsdiagnose...

...hat im Ayurveda eine lange Tradition

Ein geschulter Therapeut kann über den Puls feststellen, in welchem (Dosha)-Zustand sich die betroffene Person befindet. Hierfür legt der erfahrene Vaidya (traditioneller Ayurveda-Arzt) seine ersten drei Finger (Zeige-, Mittel- und Ringfinger) an die Arterie des Handgelenks des Patienten und fühlt den Puls. Dadurch findet er bereits - neben anderen Diagnoseverfahren -  Anzeichen, wie es um die Gesundheit bestellt ist.

Pulsdiagnose

Am Anfang einer Ayurveda-Kur steht die Pulsdiagnose, die eine wesentliche Hilfe bei der Früherkennung von Regulationsstörungen ist. Anders als in der Schulmedizin wird bei der Pulsdiagnose nicht nur die Pulsfrequenz ermittelt, sondern auch die Qualität der Organe. Hierfür tastet der ayurvedisch geschulte Arzt beide Handgelenke ab, weil die Pulszeichen auf der rechten und linken Seite voneinander abweichen. Darüber hinaus führt der Untersucher verschiedene Druckstärken durch, um damit die oberflächlichen und tieferen Bewegungen des Pulses wahrzunehmen. Durch die Ertastung der unterschiedlichen Pulse an den Handgelenken oder an anderen Pulsstellen, wie beispielsweise der Halsschlagader kann somit nicht nur die Konstitution, sondern auch der jeweilige Zustand der Organe festgestellt werden.

Diagnose mit allen Sinnen

Neben der Pulsananalyse bedient sich ein Ayurveda-Arzt noch weiterer Untersuchungsmethoden wie beispielsweise der Zungen-, Antlitz-, Lippen-, Nagel-  und Augendiagnostik. Außerdem betastet er den Körper des Betroffenen, er hört auf Körpergeräusche und  untersucht alle Ausscheidungen wie Urin, Stuhl, Atem, Auswurf und Schweiss. Zusätzlich erhebt er eine umfassende Anamnese (Krankengeschichte) und achtet dabei mit all seinen Sinnen auf Stimme, Sprache, Mimik und Gestik des Patienten. Aus diesen genannten Kriterien kann er nun das aktuelle Verhältnis zwischen den drei Doshas ermitteln. Dieses Gesamtbild spiegelt letztlich den Zustand des Patienten wider und somit die Art und den Fortschritt seiner Erkrankung.

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