Kürbis - seine Bedeutung in der Heilkunde

Der Kürbis ist seit der Antike mehr als nur ein Lebensmittel. Mit über 90 Gattungen und zirka 900 Sorten gilt er als Symbol für die Vielseitigkeit und Launenhaftigkeit der Natur. Aufgrund archäologischer Funde wird vermutet, daß der Kürbis schon 5000 vor Christus von den Indios in Peru und Mexico angebaut worden ist. Der Kürbis zählt damit zu den ältesten Kultur- und Nahrungspflanzen in Amerika. Er erlangte auch eine sehr große Bedeutung in der Heilkunde.

Dioskurides empfahl den Flaschenkürbis als Gemüse

Zur Geschichte der heilenden Pflanze gibt es zum Teil widersprüch- liche Quellen. In der damaligen Klosterheilkunde, schon lange vor der Zeit Karls des Großen, benutzten die Benediktinermönche den Flaschenkürbis (Cucurbita lagenaria) für ihre Heilzwecke. Erst im Jahre 1492 entdeckte Christoph Kolumbus Amerika und damit auch den Gartenkürbis (Cucurbita pepo L.). Dieser Kürbis wird heute in der Heilkunde verwendet. Im 16. Jahrhundert begann sich dann der Gartenkürbis in Europa zu etablieren. In den heilkundlichen Schriften des Mittelalters ist also vom Flaschenkürbis (Kalebasse) die Rede. Der Arzt Pedanius Dioskurides praktizierte um 60 nach Christus in Rom, er empfahl den Flaschenkürbis, genossen als rohes oder gekochtes Gemüse. Zur äußerlichen Anwendung pries er ihn als gutes Mittel zur Linderung bei Fieber, Geschwüren und Gicht an.

Bild:  Kräuterbuch «Tacuinum sanitatis», Ende des 14. Jahrhunderts. Frau und Mann sind mit der Ernte des übergroßen Flaschenkürbis beschäftigt.

Der «Hortulus» des Walahfrid Strabo

Der Abt und Dichter Walahfrid Strabo (808 bis 849 nach Christus) führt in seinem Gartengedicht, dem «Hortulus», den Flaschenkürbis mit seinen medizinischen Anwendungen auf. Das Fruchtfleisch huldigt er als eine wohl- schmeckende Delikatesse. Außerdem wurde die Frucht zu den als sanft kühlenden und feuchtigkeitsspendenden Pflanzen gezählt und galt als nützliches naturheilkundliches Mittel bei Leber-, Nieren- und Blasenproblemen. Auch Hildegard von Bingen (1098 bis 1179), Äbtissin und Naturheilkundlerin, würdigte in ihrer Physica den «Kurbesza» als wertvolles Gewächs. Der Flaschenkürbis stammt ursprünglich aus Afrika. Es sind aber auch Samenfunde aus Südamerika und Thailand entdeckt worden. Es wird angenommen, dass diese Kürbisart unabhängig voneinander in Asien, Afrika und Südamerika kultiviert worden ist, seine Wildform ist jedoch bis heute unbekannt.

Kürbisse, so groß wie Kirchenglocken

Der Arzt und Botaniker Adam Lonitzer (1527 bis 1586) beschreibt in seinem Kräuterbuch aus dem Jahre 1582 die Kürbiskerne als entwässernd und harntreibend. Er berichtet, «die Kerne zerstoßen und mit Wasser getrunken, sind gut für entzündete Nieren und für den Harn». Im Mittelalter wurden sich einige Mythen und Geschichten über den Kürbis erzählt. Eine davon handelt von Kürbissen, so groß wie Kirchenglocken. Die Früchte können jedoch nur wachsen und gedeihen, wenn der Samen beim Läuten der großen Kirchenglocken gesteckt werde. In der Volksheilkunde waren die Kürbiskerne ein beliebtes Mittel gegen Band- und Spulwürmer, der Kürbiskompott wurde gegen das Schwangerschafterbrechen eingesetzt.

Verwendung in der Pharmakologie

Steirischer Ölkürbis

Für arzneiliche Zwecke wird der «Steirische Ölkürbis» verwendet. Er ist eine Mutationsform; bekannt ist er seit dem 20. Jahrhundert. Seine Kerne sind dunkelgrün und schalenlos. Bei diesem Kürbis sind die äußeren Zellschichten der Kerne nicht verholzt. Die Inhaltsstoffe der Kerne werden hauptsächlich bei Miktionsbeschwerden bei Männern mit einer gutartigen Prostatahyperplasie in den Stadien I und II sowie bei Reizblase angewendet. Aus dieser Kürbisart wird auch das kalt gepresste Öl gewonnen. Das Fruchtfleisch des Steirischen Ölkürbis wird dagegen in den Anbaugebieten zu Viehfutter verwertet. Diese Sorte wird auf rund 8000 ha in Österreich sowie in Slowenien, Kroatien und Ungarn angebaut. Der Export für die pharmazeutische Industrie hat sich in den letzten Jahren erheblich gesteigert.

Botanisch - eine Beere

Der Kürbis ist eine einjährige, krautige Pflanze und gehört zur Familie der Curcurbitaceen. Im Volksmund wird die Pflanze als Kerbs, Kerwes, Pepone, Plutzer und Rundgurke bezeichnet. Der gewundene Stengel der Pflanze liegt am Boden oder rankt empor. Er kann eine Länge von mehreren Metern erreichen, dieser fühlt sich rauh an und besitzt borstige und teilweise stachelige Haare. Der Stängel trägt wechselständige fünflappige, gestielte Laubblätter mit einem unregelmäßig gezackten Rand. Die leuchtend gelben trichterförmigen Kürbisblüten besitzen eine ausgebildete Blütenkrone mit einem Durchmesser von ca. 10 cm. Die Kürbisblüte ist einhäusig, d. h. weibliche und männliche Blüten sind auf einer Pflanze. Aus den wunderschönen gelben Blüten entwickeln sich später die Früchte. Durch die Vielzahl der verschiedenen Sorten sind die Früchte in ihrer Form rund bis länglich. Die Farben variieren von weiß, gelb, orange bis grün in den unterschiedlichsten Abstufungen. Die Früchte, die bis zu 600 kg schwer werden können, besitzen eine feste Schale, ihr Fruchtfleisch ist faserig angelegt. In der Mitte der Frucht sind zahlreiche Samen vorhanden. Botanisch gesehen gehört der Kürbis zu den Beeren. Die Pflanze gilt als die größte Beerenfrucht der Welt. Die weibliche Blüte ist kurzstielig und besitzt einen kugeligen Fruchtknochen mit einem langen Griffel mit einer drei- bis fünflappigen Narbe. Die männliche Blüte besitzt dagegen einen sehr langen Stiel. Die Blüten scheiden große Nektarmengen aus, dadurch werden viele Hummeln und Bienen von der Pflanze angelockt.

Enthält zweifach ungesättigte Fettsäuren

Kürbis - seine Bedeutung in der Heilkunde

Zu den Inhaltsstoffen zählen die Phytosterine, vor allem das Beta-Sitosterin. Dieser Stoff bewirkt eine Absenkung des Cholesterinspiegels im Blut. Der Körper kann aus diesem Grunde auf seine eigenen Cholesterinreserven zurückgreifen. Die Phytosterine hemmen auch die Bildung von Gallensäuren, die wahrscheinlich an der Entstehung von Dickdarmkrebs mit beteiligt sind. Zudem wirken die Phytosterine vorbeugend gegen das Prostata-Adenom. Die Wirkung des Beta-Sitosterins beruht auf der Hemmung eines Enzyms, wodurch es dem Prostatawachstum entgegenwirkt. Der Kürbis besitzt reichlich fette Öle, vor allem die wertvolle, zweifach ungesättigte Linolsäure. Die Fettsäure ist der Baustoff für die Bildung von Vitamin D, Hormonen und Zellwänden. Die Pflanze enthält das Vitamin C, E, B1, B2, B6 und Folsäure, Carotinoide und das Spurenelement Selen. Diesem Spurenelement wird vor allem eine antioxidative Wirkung zugeschrieben. Die enthaltene Aminosäure «Cucurbitin» ist wirksam gegen Eingeweidewürmer.

Wirksam gegen Blasen- und Prostataleiden

Kürbiskerne sind wirksam bei den verschiedensten Blasenleiden. Wissenschaftliche Anerkennung finden die Kürbissamen bei der Reizblase sowie bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata in den Stadien I. und II.,  wo das Wasserlassen noch beschwerdefrei ist und keine Restharnbildung vorliegt. Das fette Kürbiskernöl vor allem aus der Türkei wird vielfach als naturheilkundliches Mittel gegen Bandwürmer eingesetzt. Das Öl enthält eine Substanz, die in der Lage ist, die Bandwürmer zu lähmen. Damit können sich die Parasiten nicht mehr an der Darmwand festhalten und werden ausgeschieden. Hierfür wird eine besondere Kürbisart aus der Türkei verwendet. In der Homöopathie wird die Arznei «Cucurbita pepo» bei Schwangerschaftserbrechen ebenso eingesetzt wie bei starker Übelkeit sofort nach dem Essen.

Kur mit Kürbissamen gegen Prostata-Beschwerden

1 - 2 Esslöffel der Kürbiskerne am morgen und am abend zerkaut mit 1 Glas Mineralwasser einnehmen. Diese Kur sollte einige Monate lang durchgeführt werden. Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind keine bekannt.

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Granu Fink® femina ist geeignet bei Reizblase und wirkt allgemein kräftigend auf die gesamte Blasenfunktion. Das Präparat setzt sich zusammen aus dem Arzneikürbis, Hopfen und Gewürzsumach. In der speziellen Sonderzüchtung des Arzneikürbis finden sich arzneilich wertvolle Inhaltsstoffe wie Linolsäure, Magnesium, Vitamin E sowie
Delta-7-Sterole gegen funktionelle Beschwerden im Blasen-Beckenboden-System. Die Inhaltsstoffe des Hopfens (Humulus lupulus) besitzen eine krampflösende und beruhigende Wirkung bei nervöser Blase. In der Rinde der Wurzeln des Gewürzsumach (Rhus aromatica) befinden sich ätherische Öle. Die Wurzel wird wegen ihrer entzündungs- und keimhemmenden Eigenschaften gern in der Therapie eingesetzt.

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Funktionsstörungen im Blasen-Prostata-Bereich sind eine weit verbreitete Beschwerde. Etwa ab dem 50. Lebensjahr beginnt sich die Prostata bei vielen Männern zu vergrößern. Erste Anzeichen hierfür sind, dass beim Wasserlassen eine Abschwächung des Harnstrahls bemerkbar wird. Die sogenannten Phytosterole, die in den Kürbissamen enthalten sind, unterstützen die normale Funktion im Blasen-Prostata-Bereich. Zusätzlich wirken sich die Extrakte der Sägepalmenfrüchte (Sabal) positiv auf die Harnorgane aus. Die Inhaltsstoffe der Sägepalmenfrüchte besitzen einen ausgleichenden Einfluss auf den Blasen-Prostata-Bereich und ergänzen zudem die Wirkung des Arzneikürbisses. Granu Fink® Prosta entlastet die Blasenfunktion bei häufigem Harndrang, Nachträufeln des Harns und schwachem Harnstrahl.

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Wichtiger Hinweis:
Alle angegebenen Arzneimittel-Informationen vermitteln nur einen allgemeinen Überblick über deren Anwendung und können keinesfalls eine fachliche Beratung durch Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker ersetzen. Im Bedarfsfall sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen. Vor einer etwaigen Anwendung von Arzneimitteln sollten Sie in jedem Fall die Packungsbeilage des Herstellers genau durchlesen und beachten.

Erbarmen mit den Männdern

Statistisch gesehen erkrankt jeder zweite Mann über fünfzig an einer gutartig vergrößerten Prostata - in der Sprache der Fachleute "benigne Prostatahyperplasie" genannt, kurz BHP. Die klassische Medizin bietet verschiedene Möglichkeiten der Therapie an. Eine Heilung im strengen Wortsinn kennt sie nicht, zumal die Entstehungsursache dieser Krankheit offiziell noch gar nicht geklärt ist. Sophie Ruth Knaak ist es gelungen, in zweimal sieben Wochen eine enorm vergrößerte Prostata nicht nur wieder auf Normalmaß zu konditionieren. Die zweigliedrige Therapie stützzt sich auf zwei hochaktive Naturhormone. Spannend wie in einem Krimi schildert sie, wie sie im Wettlauf mit der Zeit um die Heilung eines Mannes kämpft. Sie beschriebt dabei ausführlich ihren Therapievorschlag.

Erbarmen mit den Männern
Natürliche Prostata-Reduktion
von Sophie ruth Knaak

Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: Ennsthaler

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