Pflanzensteckbrief: Betula pendula Roth.

Birke: Ein Baum für die Frühjahrskur

Birken

Die Birke (Betula pendula Roth.) galt bei den Germanen als ein prachtvoller Zauberbaum, der den Frühling verkörperte. Noch heute erinnern die Pfingst- und Fronleichnamsbirken daran. In der Mythologie symbolisiert die Birke Liebe, Glück und Schönheit. Diese Eigenschaft wird ihr auch als Mai- und Pfingstbaum zugeschrieben. Birkenblätter-Tee eignet sich hervorragend zur «Blutreinigung» bei einer Frühjahrskur sowie gegen Gicht, Rheuma und Hautleiden. Zudem wirken die Inhaltsstoffe entwässernd und helfen auch bei Blasenentzündungen. Die Volksheilkunde verwendet sie bei Steinerkrankungen, Fettleibigkeit sowie bei hohem Cholesterinspiegel.

Namen aus dem Volksmund

Frühlingsbaum, Besenbirke, Moorbirke, Rauhbirke, Rauchbirke, Sandbirke, Warzenbirke, Hängebirke, Warzenbirke, Weißbirke, Maibaum, Nierenbirke und Besenbaum.

Botanischer Steckbrief:

Die Birke gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Arzneilich werden zwei Arten von Birken verwendet, nämlich die Hängebirke (Betula pendula Roth) und die Moorbirke (Betula pubescens Ehrh.). Die Hängebirke wächst vor allem an trockenen Standorten; die Moorbirke in feuchten Wäldern, Sümpfen und Mooren. Der Stamm ist von einer papierartigen weißen Rinde bedeckt. Die Blätter sind wechselständig angeordnet. Zur Blütezeit im Frühjahr werden die Blütenstände bestäubt, die sich dann zu kleinen Zapfen entwickeln. Die daraus entstehenden Samen sind kleine Achänen, die vom Wind verbreitet werden.

Verwendete Pflanzenteile, Inhaltsstoffe und Wirkungen

Birke

Die Blätter beider Birkenarten werden in ihrer arzneilichen Wirkung als gleichwertig angesehen. Die Blätter der Hängebirke besitzen rhombische Formen; die Blätter der Moor-Birke sind herzförmig. Geerntet werden die Birkenblätter- und knospen in den Monaten April bis Mai. Die Bestandteile werden auf einem Leinentuch ausgebreitet und im Schatten getrocknet. Als wichtigste wirksame Inhaltsstoffe enthalten sie Flavonoide, Triterpene, Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harze, ätherisches Öl, Ascorbinsäure sowie Mineralien wie Kalium und Kalzium. Die Flavonoide der Blätter regen die Nierenfunktion an und führen zu einer erhöhten Wasser- und Salzausscheidung.  Aus diesem Grunde werden Birkenblätter zur Durchspülung bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der Harnwege, bei Nierengrieß und auch zur unterstützenden Therapie bei Rheuma und Gicht eingesetzt. Zudem regen sie den Stoffwechsel an und unterstützen somit den Entgiftungsprozess.

Anwendungsgebiete:

Durchspülungstherapie bei bakteriellen und entzündlichen Prozessen der ableitenden Harnwege. Zur Verhütung von Nierensteinen und der Bildung von Nierengrieß. Außerdem zur unterstützenden Behandlung bei rheumatischen Erkrankungen. Da Birkenblätter die Wasser- und Salzausscheidung anregen, verwendet die Volksheilkunde den Tee zur Blutreinigungskur. Gerade in Kombination mit anderen wassertreibenden Heilpflanzen wie Brennessel und Löwenzahn bewirkt eine solche Frühjahrskur ein gesteigertes Wohlbefinden und entgiftet den Körper auf sanfte Weise. Siehe auch: Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit)

Darreichungsformen, Nebenwirkungen und Anwendungsbeschränkungen:

  • Tee, Tinktur, Frischpflanzenpresssäfte, Fertigpräparate.
  • Die empfohlene Tagesdosis der getrockneten Blätter liegt bei 6 bis 10 Gramm.
  • Nebenwirkungen sind derzeit keine bekannt.
  • Bei einer Durchspülungstherapie ist zusätzlich auf eine ausreichende Flüssigkeitzufuhr  von mindestens zwei Liter täglich zu achten. Hierfür eignen sich stilles Wasser, heißes Wasser sowie dünne Gemüsebrühe.
  • Bei Wasseransammlungen im Gewebe, die auf verminderte Herz- und Nierentätigkeit zurückzuführen sind, darf Birkentee nicht angewandt werden. Wegen der entwässernden Wirkung nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit verwenden.


Birken-Rezepturen und Produkte


BirkenblattBirkenblätter-Tee
Getrocknete Birkenblätter als wassertreibender Tee ist für eine Durchspülungstherapie bei Blasenentzündung geeignet. Aber auch zur «Blutreinigung» bei einer Frühjahrskur wird die Birke gerne verwendet.
Siehe: («Tee-Rezeptur für die Frühjahrskur»)
Zubereitung:
Zwei Teelöffel der getrockneten Droge mit 150 Milliliter heißem  Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und anschließend abseihen. Drei bis vier Tassen täglich trinken.
Hinweis:
Bei Anwendung von Birkenblätter-Tee ist zusätzlich auf eine ausreichende Flüssigkeitzufuhr  von mindestens zwei Liter täglich zu achten. Hierfür eignen sich stilles Wasser, heißes Wasser sowie dünne Gemüsebrühe. Bei immer wiederkehrenden Beschwerden sowie bei Einsetzen von Fieber sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Nebenwirkungen und Gegenanzeigen:
Bei Wasseransammlungen im Gewebe, die auf verminderte Herz- und Nierentätigkeit zurückzuführen sind, darf Birkentee nicht angewandt werden. Wegen der entwässernden Wirkung nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit verwenden.
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Weleda Birkenblätter Elixier
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BirkenblattWELEDA Birkenblätter Elixier
WELEDA Birkenblätter Elixier unterstützt die natürliche Entwässerung des Körpers. Das erfrischend schmeckende Getränk enthält Flavonoide und befreit den Körper von belastenden Schlackenstoffen. Die Birkenblätter stammen aus ökologischer Wildsammlung. Das Getränk ist besonders für eine Frühjahrskur geeignet.
Zubereitung:
Weleda Birkenblätter-Elixier in Wasser, Tee oder Fruchtsaft(schorle) ergibt ein erfrischendes Getränk.
Hinweis:
Vor der Einnahme sollten Sie die Packungsbeilage des Herstellers genau durchlesen!
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BirkenblattKneipp-Blasentee
Kneipp-Blasentee wirkt harntreibend, entzündungshemmend und ist allgemein gut verträglich. Dieses Produkt besteht aus einer Heilpflanzenkombination von Goldrutenkraut, Schachtelhalm,  Birkenblättern, Hauhechelwurzel, Hagebuttenschalen, Pfefferminzblättern und Ringelblumenblüten.
Zubereitung:
Zwei Aufgussbeutel pro Tasse mit siedendem Wasser übergiessen und zugedeckt etwa 15 Minuten ziehen lassen. Drei bis viermal täglich eine Tasse warm zwischen den Mahlzeiten trinken.
Hinweis: Bei immer wiederkehrenden Beschwerden sowie bei Einsetzen von Fieber sollte ein Arzt aufgesucht werden.
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Wichtiger Hinweis:
Bitte beachten Sie, daß die Inhalte im «Forum-Naturheilkunde» keinen Ersatz für eine medizinische Beratung und Behandlung durch eine professionelle Fachkraft darstellen. Suchen Sie im Bedarfsfall immer einen Arzt oder Heilpraktiker auf. Auch bei der Anwendung von Arzneimitteln sollten Sie in jedem Fall die Packungsbeilage des Herstellers genau durchlesen und beachten.

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Längst haben wir die Geschichten und Volksweisheiten über unsere heimischen Pflanzen vergessen und auch das Wissen um die Wirkung von Johanniskraut, Beinwell und Augentrost liegt vergraben unter Bergen von Rezeptblöcken und Medikamentenschachteln. Karin Buchart und Miriam Wiegele heben den fast vergessenen Schatz der Natur-Apotheke und rufen uns wieder ins Gedächtnis, was in den jeweiligen Kräutern, Blumen und Bäumen steckt. Begleiten Sie unsere Autorinnen auf ihrem Weg durch Wald und Wiese und kehren Sie zurück mit einem Korb voll kluger Ratschläge und altbewährten Rezepten. Für Freunde von Servus in Stadt & Land, die die Natur-Apotheke in unserem Magazin schätzen, eine besonders stimmungsvolle Sammlung wertvollem Pflanzenwissens.

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Das überlieferte und neue Wissen über unsere Heilpflanzen
von Karin Buchart

Verlag: Servus
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