Kapuzinerkresse: Heilpflanze Tropaeolum majus L.

Große Kapuzinerkresse: Starke Schönheit aus Peru

Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse stammt ursprünglich aus Südamerika. Im 16. Jahrhundert kam sie auf den Schiffen der spanischen Eroberer nach Europa. Die «Rote Blume aus Peru» wurde zunächst in Klostergärten gezogen und bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts war sie so beliebt, dass über 30 verschiedene Sorten in den Gärten anzutreffen waren.  Ihren Namen erhielt sie vom Mönchsorden der Kapuziner, weil der lange Sporn der Blüte an deren Kapuzen erinnert. Im Jahr 1958 entdeckte der in Köln tätige Professor Dr. Winter, daß die Inhaltsstoffe der Pflanze eine brillante Wirkung bei Infektionen der Harn- und Luftwege zeigten. Heute ist Tropaeolum majus in einigen wertvollen Phytopharmaka enthalten; Teezubereitungen hingegen sind nicht üblich.

Namen aus dem Volksmund

Gelbes Vögerl, Kapuzinerli, Salatblume, Blume der Liebe, Rote Blume aus Peru, Kanarienvögelchen, Guck-über-den-Zaun und  Kapern, Liebesblume, Großinidsche Kresse, fremde Kapuzinerblume, Jelängerjelieber.

Botanik, verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe

Kapuzinerkresse

Die Pflanze gehört zur Familie der Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae). Aus dem einjährigen Kraut treiben glatte, runde Stängel, die sich stark verzweigen und in schirmartigen Blättern enden. Das Laub weist eine wachsartige Oberfläche auf, an der kein Schmutz haften bleibt. Aus den Blattachseln wachsen gelbe, rote oder orangefarbene Blüten mit einem auffälligen Sporn hervor. Die Blüte beginnt im Juni und im Herbst ist die Kapuzinerkresse übersät mit hübschen, samtartigen Blumen. Danach bilden sich viele dreiteilige Kapselfrüchte, die nach der Reife abfallen. Die Pflanze sät sich über diesen Weg selbst aus. Medizinisch verwendet man das Kraut, das zur Blütezeit geerntet wird. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der Kapuzinerkresse zählen Senfölglykoside (Benzylsenföl), viel Vitamin C und B, Karotinoide, Flavonoide und Mineralien wie Eisen, Schwefel, Kalium, Magnesium und Phosphor. Die Senföle der Kapuzinerkresse entfalten im Bereich der Nieren und Atemwege ihre Wirkung, da sie dort ausgeschieden werden. Als pflanzliches Antibiotikum hemmen die Senföle Bakterien, Viren und Pilze und stärken die körpereigenen Abwehrkräfte. Das Senfölglukosid «Glukotropaeolin» wirkt vor allem gegen Keime der Gattung Streptococcus, Staphylococcus, Proteus, Salmonella und Sprosspilze.

Volksmedizin und heutige Anwendungsgebiete

Die Indianer Perus benutzten die Blätter der Kapuzinerkresse als erste Hilfe Mittel zur äußeren Behandlung bei infizierten Wunden. In der Volksmedizin finden sich die frischen Blätter in einem blutreinigenden Frühlingssalat. Die Wirkstoffe der Kapuzinerkresse werden in Form von Fertigpräparaten, hauptsächlich gegen Infektionskrankheiten, besonders im Bereich der Nieren, der ableitenden Harnwege und der Bronchien eingesetzt. Auch bei Mandelentzündung (Tonsillitis), Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und grippalen Infekt kommt Kapuzinerkresse als unterstützende Therapie zur Anwendung. Darüber hinaus kann es als Begleittherapie bei Darmpilzen mit verwendet werden. Zur äußeren Anwendung werden die Wirkstoffe in anthroposophischen Pflegeprodukten bei der Behandlung der Akne benutzt.

Darreichungsformen und Anwendungsbeschränkungen

  • Fertigpräparate (Angocin® Anti-Infekt N oder Nephroselect® M Liquidum, Urtinkturen. Teezubereitungen sind nicht üblich. Als Alternative können die Blätter und Blüten in Salaten und Quarkspeisen gegessen werden. Bereits 10 Gramm der Kapuzinerkresse geben dem Urin bakterienhemmende Eigenschaften.
  • Bei einer Überdosierung kann es zu Magen-, Darm- und Nierenreizungen kommen; aus diesem Grunde sollten Präparate aus Kapuzinerkresse immer nach den Mahlzeiten und nicht länger als sechs Wochen eingenommen werden.
  • Bei Magen-Darm-Geschwüren und Nierenerkrankungen nicht anwenden. Bei Säuglingen und Kleinkinder unter vier Jahren darf Kapuzinerkresse ebenfalls nicht eingesetzt werden.


Fertigpräparat mit Kapuzinerkresse


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Angocin wird angewendet bei Entzündungen der Harnwege, Stirnhöhlenentzündungen, Mandelentzündungen, Katarrhalischen Erkrankungen der Atemwege und Grippalen Infekten.
Eigenschaften von Angocin:
Angocin ist auch für Kinder geeignet. Im Allgemeinen werden bei Einnahme weniger Antibiotika benötigt und es bilden sich keine Resistenzen aus. Das Präparat enthält die wirksamen Bestandteile aus Kapuzinerkresse und Meerettichwurzel. Die enthaltenen Senföle ergänzen sich in ihrer keimhemmenden Wirkung. Die Wirkstoffaufnahme findet bereits in den oberen Darmabschnitten statt, so daß die natürlichen Darmbakterien nicht geschädigt werden. Angocin wirkt dort, wo es gebraucht wird: in der Lunge und in den Nieren!
Einnahmeempfehlung:
Je nach Schweregrad der Erkrankung 3 bis 5mal täglich 4 bis 5 Filmtabletten. Kinder von 4 bis 8 Jahren 3 bis 5mal täglich 2 bis 3 Filmtabletten. Als Vorbeugung gegen neue Erkrankungen 1 bis 2mal täglich 2 Filmtabletten.  Die Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit nach den Mahlzeiten einnehmen.
Gegenanzeigen:
Bei Überempfindlichkeitsreaktionen muß das Medikament sofort abgesetzt werden. Bei Allergien gegen die Wirkstoffe darf Angocin ebenfalls nicht angewendet werden.
Nebenwirkungen:
Bei akuten Magen- u. Darmgeschwüren sowie Nierenentzündungen darf Angocin nicht angewendet werden.
Hinweis:
Kinder unter vier Jahren dürfen Angocin nicht einnehmen. Bei Schwangerschaft und Stillzeit ist der Arzt zu befragen. Ebenfalls sollte die Packungsbeilage immer genau durchgelesen werden.

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Wichtiger Hinweis:
Bitte beachten Sie, daß die Inhalte im «Forum-Naturheilkunde» keinen Ersatz für eine medizinische Beratung und Behandlung durch eine professionelle Fachkraft darstellen. Suchen Sie im Bedarfsfall immer einen Arzt oder Heilpraktiker auf. Auch bei der Anwendung von Arzneimitteln sollten Sie in jedem Fall die Packungsbeilage des Herstellers genau durchlesen und beachten.

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