Pflanzensteckbrief: Echinacea pallida, E. purpurea u. E. angustifolia

Sonnenhut steigert die Abwehrkräfte

Roter Sonnenhut

Echinacea, eine vielseitig einsetzbare Heilpflanze, war bereits bei den Ureinwohnern Nordamerikas ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Hausapotheke. Die Indianer gebrauchten den Sonnenhut vor allem zur Behandlung von Schlangenbissen, Fieber, Drüsenschwellungen sowie zur Stärkung des Immunsystems und bei schlecht heilenden Wunden. Um das Jahr 1885 lernte der deutsche Einwanderer und Homöopath H. C. F. Meyer die Pflanze bei den Indianerstämmen kennen und führte sie später in den Arzneischatz der USA ein. In den dreissiger Jahren des 20. Jahrhunderts gelangten die verschiedenen Sonnenhut-Arten dann nach Deutschland. Heute wird die Echinacea vorwiegend zur Abwehrsteigerung der Immunkräfte eingesetzt.

Namen aus dem Volksmund

Kegelblume, kleine Sonnenblume, Igelblume, Igelkopf, Amerikanischer Sonnenhut, Zapfenblume, Stachelkopf, Rote Rudbeckie, Schmalblättrige Kegelblume, Ameri- kanische Chrysantheme, Witwenkamm, Schwarzer Sampson.

Botanik, verwendete Pflanzenteile, Inhaltsstoffe und Wirkungen

Roter Sonnenhut

Die Echinacea gehört zu der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und wird botanisch in drei Arten unterteilt: Roter oder Purpurner Sonnenhut (Echinacea purpurea), Blassfarbener Sonnenhut (Echinacea pallida) und Schmalblättriger Sonnenhut (Echinacea angustifolia). Die 60 bis 100 cm hohe ausdauernde Staude besitzt eine kräftige Pfahlwurzel aus der be- haarte Stängel treiben und an deren Ende sich jeweils eine große Korb- blüte befindet. Am Rand des Blütenkörbchens sitzen die weißen, rosa- oder purpurfarbenen Strahlenblüten, die schlaff nach unten hängen. Die dunkelgrünen Blätter sind rauh behaart. Blütezeit ist Juni bis August. Zur Gewinnung des Rohstoffes werden die Sonnenhutarten hauptsächlich in Nordamerika, Deutschland, Italien, Schweiz und Holland in Kulturen angelegt. Für arzneiliche Zwecke findet das frische blühende Kraut sowie die Wurzeln Verwendung. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der Echinacea gehören Kaffeesäurederivate, Polysaccharide, Alkamide, ätherische Öle und Polyine. Wegen der positiven Wirkungen ist das Heilkraut inzwischen ausgiebig wissenschaftlich untersucht worden. So stärkt der Echinacea-Wirkstoffkomplex das Immunsystem durch Anregung der körpereigenen Abwehr. Die Pflanze aktiviert die Fresszellen (Makrophagen) im Blut und Gewebe. Zudem lässt sich eine antivirale wie auch antibakterielle Wirkung nachweisen. Eine wichtige Aufgabe der körpereigenen, insbesondere der unspezifischen Immunabwehr ist die Produktion des Botenstoffes Interferon, die ebenfalls durch den Wirkstoffkomplex der Pflanze gesteigert wird. Außerdem besitzt Echinacea wundheilende Eigenschaften.

Anwendungsgebiete

Echinacea wird unterstützend bei Erkältungskrankheiten, Nasenneben- höhlen-Erkrankungen, Herpesinfektionen, Entzündungen des Hals- und Rachenraumes sowie bei immer wiederkehrenden Infektionen der Atem- und Harnwege eingesetzt. Hierbei eignet sich Echinacea auch als Be- gleitmittel bei einer Antibiotikatherapie. Auch bei Entzündungen der Eier- stöcke kann Echinacea unterstützend zur Schulmedizin (mit Absprache des Arztes) verwendet werden. Zur äußeren Anwendung wird Sonnenhut in Form von Salben oder Umschlägen bei oberflächlichen, schlecht heilenden Wunden, Abszessen und Furunkeln genutzt.

Darreichungsformen, Gegenanzeigen und Tagesdosis

  • Frischpflanzen-Presssäfte, Tropfen, Tabletten, Tinkturen und Homöopathika. Ein zubereiteter Tee aus den getrockneten Pflanzenteilen ist nicht üblich, weil die Pflanze nur im frischem Zustand wirksam ist.
  • Bei fortschreitenden Systemerkrankungen wie AIDS, Multiple-Sklerose, Kollagenosen (Bindegewebserkrankungen), Tuberkulose oder Blutkrebs darf Echincea nicht eingenommen werden. Zudem sollte auf Echinacea verzichtet werden, wenn Sie eine Neigung zu Allergien, insbesondere gegen Korbblütler haben. Auch sollten Sie während der Schwangerschaft keine entsprechenden Präparate einnehmen.
  • Die Tagesdosis liegt beim Pressaft zwischen 6 und 9 Milliliter.
  • Vorsicht: Echinacea sollte nicht länger als 4 bis max. 8 Wochen eingenommen werden. Erfolgt die Einnahme über einen längeren Zeitraum kann sich die ständige Stimulation auf das Immunsystem als hemmend (inhibitorisch) auswirken.

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Einnahmeempfehlung:

Nehmen Sie Esberitox® Tabletten immer genau nach der Anweisung der Packungsbeilage ein und halten Sie sich an die Angaben des Herstellers. Falls Esberitox® nicht verordnet wurde, gibt es folgende Einnahmekriterien:
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren nehmen 3-mal täglich 4 bis 6 Tabletten ein. Kinder von 7 bis 11 Jahren nehmen 3-mal täglich 2 bis 3 Tabletten ein. Kinder von 4 bis 6 Jahren nehmen 3-mal täglich 1 bis 2 Tabletten ein.
Esberitox® Tabletten nehmen Sie am besten mit ausreichend Wasser ein.

Anwendungsdauer:

Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 10 Tage anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmässig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Nebenwirkungen:

Bei innerlicher Anwendung kann es zu Schüttelfrost, kurzfristigen Fieberreaktionen, Übelkeit und Erbrechen kommen. Bitte immer Packungsbeilage beachten!

Gegenanzeigen:

Bei Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe oder bekannten Allergien gegen Korbblütler, Autoimmunerkrankungen, Tuberkulose, Blutkrebs, Blutbildveränderungen, Kollagenosen, Organtransplantationen, HIV-Infektion und Multiple Sklerose darf das Präparat nicht eingenommen werden. Im Zweifelsfalls sollten Sie die Einnahme mit einem Arzt besprechen. Auch während der Schwangerschaft sowie bei Kindern unter vier Jahren sollte das Präparat nicht angewendet werden. Packungsbeilage beachten!

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Echinacea-Tropfen von A. Vogel
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Echinacea-Tropfen, hergestellt aus dem Roten Sonnenhut, stärken die Abwehrkräfte gegen Infektionen, insbesondere im Bereich der oberen Atemwege. Ebenso beeinflussen sie die Schleimhäute der ableitenden Harnwege und wirken somit Blasenentzündungen entgegen. Aber auch zur Vorbeugung wie zur gezielten Steigerung der körpereigenen Resistenz eignet sich Echinacea. Die Anwendung kann für den Akutfall wie auch zur Steigerung der körpereigenen Abwehr über 2 Monate erfolgen.

Einnahmeempfehlung des Herstellers:
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: Bei Anfälligkeit und zum Vorbeugen von Erkältungskrankheiten 3-mal täglich 20 Tropfen vor den Mahlzeiten in etwas Wasser einnehmen. Bei fiebrigen Erkältungskrankheiten 3 bis 5-mal täglich 20 bis 25 Tropfen. Kinder ab 4 Jahren: 3-mal täglich 10 Tropfen. Bei fiebrigen Erkältungskrankheiten 3 bis 5-mal täglich 10 Tropfen.

Nebenwirkungen:
Bei innerlicher Anwendung von Sonnenhut wurden Nebenwirkungen wie Hautausschlag, Juckreiz, Atemnot, Schwindel und Blutdruckabfall beobachtet. Packungsbeilage beachten!

Gegenanzeigen:
Bei fortschreitenden Systemerkrankungen wie Leukämie, Tuberkulose, Multipler Sklerose, HIV-Infektion und entzündlichen rheumatischen Prozessen darf Echinacea nicht eingenommen werden. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie auf die Einnahme verzichten. Bei Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe oder bekannten Allergien gegen Korbblütler sollte Echinacea ebenfalls nicht angewendet werden. Packungsbeilage beachten!

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 Die Echinacea-Crème von A. Vogel besteht aus den Zusätzen von Sonnenhut- und Stiefmütterchen-Frischpflanzentinktur. Mehr Infos zum Stiefmütterchen finden Sie im Pflanzensteckbrief: «Stiefmütterchen - ein Heilkraut gegen Milchschorf und Akne». Echinacea-Crème ist nützlich bei geröteter, gereizter und sensibler Haut sowie bei kleinen oberflächlichen nicht offenen Wunden. Die reichhaltige Creme schützt, entspannt und verhindert ein Austrocknen der Haut. Das Produkt wird als Tages- oder Nachtcrème von Frauen wie auch von Männern gleichermaßen geschätzt.
Gebrauchsanweisung:

Echinacea-Crème wird ein bis zweimal täglich auf Gesicht oder Körper aufgetragen.
Nebenwirkungen:
Bei äußerer Anwendung sind keine Nebenwirkungen bekannt!

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Wichtiger Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die Inhalte im «Forum-Naturheilkunde» keinen Ersatz für eine medizinische Beratung und Behandlung durch eine professionelle Fachkraft darstellen. Suchen Sie im Bedarfsfall immer einen Arzt oder Heilpraktiker auf. Auch bei der Anwendung von Arzneimitteln sollten Sie in jedem Fall die Packungsbeilage des Herstellers genau durchlesen und beachten.

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