Eukalyptus: Heilpflanze Eucalyptus globulus

Eukalyptus macht die Nase frei

Eukalyptus (Eucalyptus globulus)

Das Land der Eukalyptusbäume ist Australien. Sie machen den größten Teil der Waldfläche des fünften Kontinents aus, dort gibt es über siebenhundert verschiedene Arten. Für die Aborigines waren die Eukalyptusbäume ein Heilmittel für viele Gebrechen: Sie setzten sie bei Asthma, zur Behandlung von Wunden und Verbrennungen, zur Fiebersenkung, gegen Malaria, bei infektiösen Erkrankungen sowie bei Kopfschmerzen ein. Im Jahre 1770 kam die westliche Welt erstmalig mit dem Heilmittel in Kontakt, als die Expedition von Kapitän James Cook Australien erreichte. Das Eukalyptusöl findet heute wissenschaftliche Anerkennung bei chronischer Bronchitis, Erkältungskrankheiten, Nasennebenhöhlenentzündungen und bei grippalen Infekten.

Namen aus dem Volksmund

Blaugummibaum, Fieberheilbaum, Fieberbaum, Kugeleukalyptus, blauer tasmanischer Gummibaum, Eisenveilchenbaum und Schönmütze.

Botanik, Inhaltsstoffe und Wirkungen

Eukalyptus gehört zur Familie der Myrtengewächse (Myrtacea). Der Laubbaum zählt zu den höchsten Bäumen der Welt, seine Wurzeln dringen tief in die Erde ein und können dem Boden daher viel Wasser entziehen. Aus diesem Grund wurde er in subtropischen Gebieten zur Entwässerung von Sümpfen kultiviert, um den Malaria übertragenden Anopheles-Mücken den Lebensraum zu entziehen. Deshalb bekam er auch den Namen «Fieberbaum». Er wird über achtzig Meter hoch und besitzt eine grauweisse glatte Rinde, die in roten Schuppen abblättert. Die wunderschönen Blüten befinden sich in den Blattachseln, in einer holzartigen, feuerfesten Kapsel (Operculum). Beim Öffnen des Kapseldeckels kommen viele schöne Staubgefäße hervor, welche in ihrer Farbe je nach Art weiß, rot, oder gelb sein können. Zu medizinischen Zwecken werden die getrockneten Blätter oder das ätherische Öl, das durch Wasserdampfdestillation gewonnen wird, verwendet. Pharmakologisch wichtige Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe, Flavonoide, 1,8-Cineol, p-Cymen, Alpha-Pinen und andere Terpene. Das ätherische Öl duftet campherartig. Es wirkt schleimlösend, leicht spasmolytisch, antibakteriell, fieber- und entzündungshemmend. Ferner kann Eukylyptus globulus unterstützend bei entzündlichen Erkrankungen der Gelenke einwirken. Auf die Psyche wirkt es anregend, aufmunternd und steigert die Konzentrationsfähigkeit.

Eukalyptus in der Volksmedizin sowie heutige Anwendungsgebiete

Eukalyptus (Eucalyptus globulus)

In früheren Zeiten wurde Eukalyptus bei grippalen Infekten, Fieber, Husten, Magen- und Stirnhöhlenerkrankungen, Appetitlosigkeit, Diabetes, Wurmbefall sowie bei Typhus verwendet. Zur äusseren Anwendung wurden die Eukalyptusblätter bei rheumatischen Beschwerden, Gicht, Wunden, schlecht heilenden Geschwüren, Neuralgien und Akne appliziert. Ferner heilte man mit einem Sud auch Soor sowie Aphten im Mund.

Die Kommission E empfiehlt die Verwendung von Eukalyptusöl bei Erkältungen und bei rheumatischen Beschwerden.

Darreichungsformen, Dosierung, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

  • Tee, Ätherisches Öl, Inhalation, Fertigpräparate und Homöopathika. Beim Tee darf die Tagesdosierung von 4-5 g nicht überschritten werden. Für ein Kopfdampfbad werden 3 bis 4 Tropfen des ätherischen Öls ins heisse Wasser gegeben.
  • Ätherische Öle niemals in die Augen bringen! Für Säuglinge und Kleinkinder ist das Eukalyptusöl nicht geeignet. Bei einer bekannten Allergie sollten die ätherischen Öle nicht verwendet werden.
  • In seltenen Fällen kann es bei innerer Anwendung zu Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall kommen.
  • Bei schweren Lebererleiden, entzündlichen Erkrankungen der Gallenwege oder des Magen-Darm-Trakts darf Eukalptus nicht angewendet werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte man Eukalyptus-Zubereitungen im Bereich des Gesichts vermeiden, da es zum Glottiskrampf (Stimmritzenkrampf) mit Gefahr der Erstickung kommen kann.



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Eukalyptus in der Aromatherapie

Die Verwendung ätherischer Öle aus aromatischen Kräutern ist eine uralte Methode, um Wohlbefinden und Gesundheit zu fördern. Aromaöle wirken auf Körper und Psyche harmonisierend und ausgleichend. Eukalyptusöl eignet sich besonders in Erkältungszeiten. So gibt man drei bis vier Tropfen des ätherischen Öls (Eukalyptus globulus) in wenig Wasser über eine Duftlampe und lässt es verdunsten. Das Öl hat eine aussergewöhnlich starke keimtötende Eigenschaft und reinigt die Luft. Durch das Verdampfen lassen sich etwa siebzig Prozent der vorhandenen Streptokokken in einem Raum reduzieren. Ferner entfaltet das Öl in der Duftlampe positive Eigenschaften auf die Atemwege und eignet sich sowohl bei Erkältung, Husten, Stirnhöhlenentzündung als auch bei Bronchitis. Eukalyptus regeneriert das Lungengewebe indem es zähen Schleim löst und diesen abtransportiert. Auch bei Trägkeit und Lustlosigkeit wirkt das Öl belebend und steigert die Konzentrationsfähigkeit. Eukalyptus harmoniert gut mit Lavendel, Melisse oder Zitrone. Achtung: Ätherische Öle sollten immer an einem für Kinder unzugänglichen Ort aufbewahrt werden.


Eukalyptus-Rezepturen und Produkte


Als Tee kommt Eukalyptus eher selten zur Anwendung. Dennoch können die Eukalyptusblätter bei Erkältungen, Bronchitiden, Sinusitis und Rachenentzündungen unterstützend eingesetzt werden. Auch zum Gurgeln kann er bei Halsschmerzen und Mandelentzündung hilfreich sein.

Zubereitung:
Einen Teelöffel (etwa 1,5 bis 2 g) der getrockneten Blätter mit 150 Milliliter heißem Wasser übergießen, abdecken und nach 10 Minuten abseihen. Täglich mehrmals eine Tasse frisch zubereiteten Tee trinken. Die maximale Tagesdosis beträgt zwischen 4 bis 5 g der Droge.

Nebenwirkungen:
In seltenen Fällen kann es bei innerer Anwendung zu Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall kommen.

Gegenanzeigen:
Bei schweren Lebererleiden, entzündlichen Erkrankungen der Gallenwege oder des Magen-Darm-Trakts darf Eukalptus nicht eingesetzt werden. Nicht bei Säuglingen und Kleinkindern anwenden.

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Gegen Husten und Bronchtits kann auch eine Teemischung aus Anisfrüchten, Eukalyptusblättern und Thymiankraut getrunken werden.

Zubereitung:
Man mischt je 30 g Eukalyptusblätter, Thymiankraut und Anisfrüchte. Davon werden 2 Teelöffel der getrockneten Drogen mit 150 ml heissem Wasser übergossen. Dann abgedeckt zehn Minuten ziehen lassen und abseihen. Über einen Zeitraum von etwa drei Wochen jeweils zwei Tassen über den Tag verteilt zu sich nehmen.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen:
Bei Anis kann es in seltenen Fällen zu allergischen Reaktionen der Haut, an den Atemwegen oder im Magen-Darm-Trakt kommen. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind bei Thymianblättern keine Nebenwirkungen zu erwarten. Eukalyptusblätter siehe unter Eukalyptustee. Bei bekannter Allergie der Wirkstoffe nicht anwenden.

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GeloMyrtol forte ist ein pflanzliches Präparat. Es enthält die Wirkstoffe Eucalyptusöl, Süßorangenschalenöl, Myrtenöl und Zitronenöl. Das Arzneimittel unterstützt die Behandlung bei Nasennebenhöhlenentzündungen und Bronchitiden. Es befreit die Atemwege, löst festsitzenden Schleim und trägt zu einem verbesserten Allgemeinbefinden bei. Die Kapseln (1 bis 2 Stck.) können auch zum Inhalieren genutzt werden, indem man sie öffnet und ins heisse Wasser gibt. Bitte lesen Sie zur Einnahmeempfehlung, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen die Packungsbeilage sorgfältig durch oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Wichtiger Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die Inhalte im «Forum-Naturheilkunde» keinen Ersatz für eine medizinische Beratung und Behandlung durch eine professionelle Fachkraft darstellen. Suchen Sie im Bedarfsfall immer einen Arzt oder Heilpraktiker auf. Auch bei der Anwendung von Arzneimitteln sollten Sie in jedem Fall die Packungsbeilage des Herstellers genau durchlesen und beachten.

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