Mistel: Heilpflanze Viscum album

Mistel die «Alles Heilende»

Mistel die «Alles Heilende»

Die Kelten, insbesondere die Druiden, bezeichneten die Mistel als «Alles Heilende», weil sie glaubten, dass der immergrüne kleine Busch direkt vom Himmel auf die Zweige der Bäume gefallen sei. Plinius der Ältere beschreibt in seinem Buch «Historia Naturalis» mit akribischer Genauigkeit die Mistel und deren Pflückritual bei den Kelten. So wurden die Misteln von Eichen und anderen Bäumen unter Beachtung der Gestirne von weissgekleideten Druiden in feierlichen Kulthandlungen mit einer goldenen Sichel geschnitten und in sauberen Tüchern aufgefangen. Ferner erwähnt Plinius: «Nicht zu vergessen ist hierbei die hohe Mistelverehrung bei den Galliern. Nichts haben die Druiden, so nennen sie ihre Priester, was ihnen heiliger wäre als die Mistel und der Baum, auf dem sie wächst.» Im Mittelalter wurde die Mistel zur Behandlung der Epilepsie (Fallsucht) eingesetzt. Man glaubte, dass die Pflanze davor schützen könne, weil sie hoch über der Erde in den Baumwipfeln gedeiht. Heute kommt die Mistel in der Erfahrungsheilkunde als mild wirkendes blutdrucksenkendes Mittel bei arterieller Hypertonie sowie als Vorbeugung gegen Arteriosklerose zur Anwendung. Zudem hat sie den Ruf das Herz zu stärken, wenn zuvor eine schwere Infektionskrankheit durchlaufen wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts führten der Anthroposoph Rudolf Steiner (1861 bis 1925) und sein ärztlicher Schüler Werner Kaelin die Misteltherapie gegen Krebsleiden ein.

Namen aus dem Volksmund

Geissechrut, Hexenbesen, Hexenkrut, Kinster, Glückszweig, Donnerbesen, Knisterholz, heiliges Kreuzholz, Affalter, Nistl, Mischgle, Vogelleimkraut, Wintergrün, Bocksfutter, Wespe, Wösp, Marataken, Drudenfuß, Elfklatte, Leimmistel, Vogelmisterl .

Botanik, Inhaltsstoffe und Wirkungen

Misteln

Die Mistel (Viscum album) zählt zur Familie der Viscaceae in der Ordnung der Sandelholzgewächse (Santalales). Misteln sind Halbschmarotzer und kommen auf fast allen Bäumen vor. In den Tropen und Subtropen gibt es sie auch in anderen Pflanzenfamilien wie beispielsweise den verwandten Riemenblumengewächse (Loranthaceae). Der kugelig, immergrüne kleine Busch von olivgrüner Farbe kann einen Durchmesser von etwa einen Meter erreichen. An den unzählig vielen Ästen befinden sich die länglichen, ledrigen, ganzrandigen, gegenständig angeordneten Blätter. An den Trieben erscheinen in den Monaten zwischen März und April drei bis fünf unscheinbare gelbgrüne weibliche und männliche Blüten; im November und Dezember bilden sich dann die weissen klebrigen Beerenfrüchte. Diese sind giftig, obwohl sie vereinzelt in der mittelalterlichen Heilkunde verwendet wurden. Die Samen werden hauptsächlich von der Mönchsgrasmücke, der Misteldrossel und dem Seidenschwanz verbreitet. In der Mistel sind wichtige pharmakologische Inhaltsstoffe wie Viscotoxine, Lectine, Flavonoide, Polysaccharide, Schleimstoffe, Zuckeralkohole, Lignane und Triterpene enthalten. Die verschiedenen Inhaltsstoffe besitzen antiumorale sowie immunmodulierende Eigenschaften. Darüber hinaus wirken sie leicht blutdrucksenkend - dieser Effektmechanismus ist noch nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich kommen hierfür die Flavonoid- und Lignanverbindungen infrage.

Volksmedizin sowie heutige Anwendungsgebiete

Misteln

Hippokrates setzte die Blätter der Mistel gegen Epilepsie und Schwindel ein. Auch Hieronymus Bock lobte die Pflanze und schreibt: «Eychemistel soll ein beurte und gewaltige hülff sein wider die fallend sucht.» In der traditionellen Medizin kommt das Mistelkraut bei leichten Bluthochdruck sowie zur Vorbeugung gegen Arteriosklerose zur Anwendung. Jedoch liegen darüber keine ausreichenden Untersuchungen vor. Dennoch stellte man fest, dass sich das Mistelkraut bei Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen, verminderter Leistungsfähigkeit, Herzrasen, Nervosität sowie Reizbarkeit positiv auswirkt, wenn die Symptome mit einem erhöhten Blutdruck in Zusammenhang gebracht werden. Ferner hat sie den Ruf das Herz zu stärken, wenn zuvor eine schwere Infektionskrankheit durchlaufen wurde. Vor hundert Jahren wurde die Mistel für die Tumortherapie entdeckt und eingesetzt. Die wichtigsten Inhaltsstoffe für die antitumorale Wirkung der Mistel sind die Lectine und Viskotoxine. Es kommen hierfür speziell hergestellte Mistelpräparate (z. B. Iscador®, Iscucin®, Helixor®) bei Vorstufen von Krebs oder als Begleittherapie bei Chemotherapie und Bestrahlung zur Anwendung. Die Mistelpräparate werden in der Regel vom Arzt unter die Haut injiziert; er legt auch die richtige Dosierung fest. Die Kosten für eine Misteltherapie werden in Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn die Tumorerkrankung sich in einem fortgeschrittenen Stadium befindet oder die klassischen Therapieverfahren nicht vertragen werden.

Darreichungsformen und Nebenwirkungen

  • Tee (Kaltauszug), Tropfen, Tinktur, Homöopathika und anthroposophische Präparate.
  • Für die orale Anwendung als Tee oder Homöopathikum sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.
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Die Mistel in der Homöopathie

Viscum album als homöopathisches Mittel wird aus dem im Herbst geernteten frischen Kraut zur Linderung bei leichtem Bluthochdruck, Schwindelanfällen sowie bei arteriosklerotischer Beschwerden verwendet. Darüber hinaus wird das Homöopathikum zur Verbesserung des Wohlbefindes bei älteren Menschen genutzt. Die Potenzen D3, D6 und D12 werden bevorzugt in Form von Tropfen oder Globuli eingesetzt. Viscum album wurde im Jahr 1957 von Kass und Stockebrand geprüft. Leitsymptom auf der Geistesebene: Es bestehen depressive Stimmungen. So schreibt Edward C. Whitmont wie folgt: «Der Viscum-Patient ist trübsinnig, müde, fühlt sich abgeschlagen, ist apathisch aber ruhelos zugleich, überempfindlich gegen Lärm, hat eine Abneigung gegen Menschen, will allein gelassen werden, kann nicht adäquat auf Menschen reagieren».

Mistel-Rezepturen und Produkte

In der Volksheilkunde wird die Mistel als Mittel zur milden Blutdrucksenkung bei Bluthochdruck und zur Vorbeugung gegen Arteriosklerose eingesetzt.

Zubereitung:
Ein Teelöffel Mistelkraut mit 150 Milliliter kaltem Wasser übergiessen, zehn Stunden ziehen lassen, kurz aufkochen, abseihen und schluckweise trinken. Ein bis zwei Tassen täglich.

Nebenwirkungen:
Bei genannter Dosierung sind keine Nebenwirkungen bekannt.

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Mistel-Blutdruck-Teemischung

Diese Teemischung kann zur Unterstützung der ärztlichlichen Behandlung bei Bluthochdruck eingesetzt werden. Die Teemischung kann als kurmässige Anwendung über einen Zeitraum von vier bis fünf Wochen eingenommen werden.

Zubereitung:
30 g Mistelkraut, 20 g Weißdornblätter mit Blüten, 20 g Schachtelhalmkraut und 20 g Melissenblätter. Ein bis zwei Teelöffel dieser Mischung mit 250 ml heissem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Jeweils morgens und mittags eine Tasse trinken.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen:
Bei Mistelblättertee, Weißdorn, Schachtelhalm (Ackerschachtelhalm) und Melisse sind derzeit keine Nebenwirkungen und Gegenanzeigen bekannt. Bei eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit sollte das Schachtelhalmkraut nicht zur Anwendung kommen. Liegen bekannte Allergien gegen die Drogen vor, dürfen diese nicht eingenommen werden. Zubereitungen aus Mistel, Schachtelhalm und Weißdorn sollten während der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Therapeuten eingenommen werden.

Achtung: Diese Teezubereitung ist nicht zur Akutbehandlung von gefährlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen geeignet!

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Mistel-Tropfen Bio Salus

In der Volksheilkunde wird die Mistel als Mittel zur milden Blutdrucksenkung bei Bluthochdruck eingesetzt. Die Mistel zeigte in der Erfahrungsheilkunde günstige Effekte auf Beschwerden wie beispielsweise Kopfschmerzen, Schwindel sowie verminderte Leistungsfähigkeit, die mit einem erhöhtem Blutdruck in Zusammenhang stehen.

Mistel-Tropfen von Salus werden zur Unterstützung der Kreislauffunktion eingesetzt.

Einnahmeempfehlung des Herstellers:
Erwachsene nehmen 2- bis 3-mal täglich 1 ml Mistel-Tropfen ein. (siehe Packungsbeilage!)

Anwendungsbeschränkungen:
Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist keine Anwendung vorgesehen. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte es nicht eingenommen werden. Bei bekannter Allergie gegen Mistelbestandteile dürfen die Tropfen ebenfalls nicht zur Anwendung kommen. (Packungsbeilage beachten!)

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Wichtiger Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die Inhalte im «Forum-Naturheilkunde» keinen Ersatz für eine medizinische Beratung und Behandlung durch eine professionelle Fachkraft darstellen. Suchen Sie im Bedarfsfall immer einen Arzt oder Heilpraktiker auf. Auch bei der Anwendung von Arzneimitteln sollten Sie in jedem Fall die Packungsbeilage des Herstellers genau durchlesen und beachten.

Misteln - kraftvolle Krebsheiler aus der Natur

Mistelextrakte von unterschiedlichen Bäumen erweisen sich seit langem als ausgezeichnetes Heilmittel gegen Krebs; Studien und Fallbeispiele belegen dies. In Deutschland ist die Mistel das beliebteste pflanzliche Heilmittel in der Krebstherapie. Ihre stärkste Kraft entwickelt die Mistel, wenn der Baum, auf dem sie wächst und von dem sie Nährstoffe entnimmt, in seinem Wesen dem erkrankten Menschen ähnelt. Johannes Wilkens, ein hervorragender Kenner der Materie, hat die Misteltherapie entscheidend weiterentwickelt. Er stellt 13 Mistelarten in ihrer Verbindung von Baum zu Mensch vor. Dabei wird klar, dass eine differenzierte Anwendung von Mistelpräparaten die Heilungschancen deutlich erhöhen kann. Mistelpräparate werden auch in der Krebsprophylaxe und bei vielfältigen Alterserkrankungen erfolgreich eingesetzt.

Misteln - kraftvolle Krebsheiler aus der Natur
Vorbeugen, lindern, heilen
von Johannes Wilkens und Gert Böhm

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: AT

Weitere Infos zu diesem Buch finden Sie unter: Rezensionen

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