Gold für die Ewigkeit. Weltkulturerbe Völklinger Hütte zeigt herausragende Schätze des Alten Ägyptens.

Gold war für die alten Ägypter das heiligste Metall und Symbol der Ewigkeit. Sie bezeichneten es gar als "Fleisch der Götter". In einer großen Ausstellung entführt das Weltkulturerbe Völklinger Hütte in der Nähe von Saarbrücken die Besucher in die Welt der Pharaonen - mit ihrem Hang zum Gold und ihrem Traum vom ewigen Leben. Die insgesamt 160 Exponate stammen überwiegend aus Pharaonengräbern. Bis zum 24. November 2019 ist die Ausstellung "PharaonenGold - 3.000 Jahre altägyptische Hochkultur" zu sehen, Informationen gibt es unter www.voelklinger-huette.org und unter Telefon 06898-9100100.

Gold für die Ewigkeit
Bildquelle: djd/Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Oliver Dietze

Meisterwerke der Goldschmiedekunst

Die Goldschätze eröffnen einen besonderen Blick auf das Gold, das für die alten Ägypter außergewöhnlich große religiöse und symbolische Kräfte besaß. Das Edelmetall muss in seiner ursprünglichen Bedeutung als heiliges, magischen Schutz verheißendes Material verstanden werden. Es begleitete Könige und andere Würdenträger im Diesseits und im Jenseits. Die Ausstellung zeigt beispielsweise die älteste bekannte Statuette eines Königs aus Gold, die Statuette von Pharao Chephren. Die Präsentation dieser Statuette ist eine archäologische Sensation, sie ist zum ersten Mal in einer Ausstellung zu sehen. Mehrere der gezeigten Goldschmiedearbeiten dürften zu den besten ihrer Art gehören und sind aufgrund ihrer filigranen Ausführung königlichem Goldschmuck zuzuordnen. Zu sehen sind magische Objekte wie das Zaubermesser aus der Zeit des Mittleren Reichs oder der Goldring der Nofretete.

Der Traum vom ewigen Leben

Auf Erden sorgten die Pharaonen im Glauben der alten Ägypter für die Ordnung und Ausgewogenheit der Welt und hielten so die Welt im Innersten zusammen. Die Grabbeigaben aus Gold sollten die Pharaonen unsterblich machen. Die alten Ägypter waren die ersten Menschen, die das Edelmetall bearbeiteten, ihre Kunstwerke sind herausragende Meisterwerke. Viele Goldschätze gingen durch Plünderung verloren. Die erhaltenen geben einen umfassenden Eindruck von der hoch entwickelten Fähigkeit altägyptischer Goldarbeiter und Juweliere. Vor allem aber ist das Gold der Pharaonen Ausdruck einer Glaubenswelt, die bis heute fasziniert.

Text: djd deutsche journalisten dienste GmbH - 11/2019

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Ägypten - Reich der Pharaonen

"Ein großer Fund", titelt die Times 1922. Howard Carter hat im Tal der Könige etwas Sensationelles entdeckt: das Grab von Tutanchamun. Aufsehenerregend ist vor allem die Unversehrtheit der prachtvoll ausgestatteten Ruhestätte. Schnell gilt dies als bedeutendste ägyptologische Entdeckung des Jahrhunderts. Die Begeisterung greift um sich - und macht aus Abenteurern ernst zu nehmende Wissenschaftler. Heute setzen Archäologen modernste Technik ein, um die Geheimnisse des alten Ägypten zu lüften. Dieses Buch gibt einen kurzweiligen Überblick über mehr als 3 000 Jahre ägyptische Geschichte. Zahlreiche verblüffende Effekte, Klappen und herausnehmbare Dokumente erwecken das Reich der Pharaonen zu neuem Leben.

Ägypten - Reich der Pharaonen
von Susanne Rebscher und Anne Bernhardt

Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: Loewe

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