Wandern und wundern in Weiden. Von der historischen Altstadt Weidens auf den Goldsteig wandern.

"Top-Trails of Germany" dürfen sich 14 Wanderwege in Deutschland nennen. Sie gehören aufgrund ihrer schönen Streckenführung und ihres speziellen Charakters zu den herausragenden Routen für Wanderer. Die erlebnisreichen Routen führen zu den landschaftlichen und kulturellen Höhepunkten einer Region und machen so jede Wanderung auch zu einer Entdeckungsreise. Der längste dieser Qualitätswanderwege ist der Goldsteig, der auf rund 660 Kilometern durch den Oberpfälzer Wald und den Bayerischen Wald von Marktredwitz nach Passau verläuft. Zwei Varianten stehen zur Auswahl: die anspruchsvolle Gipfelroute oder die gemütlichere Südvariante.

Wandern und wundern in Weiden
Bildquelle: djd/Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald

Auch Tagestouren auf dem Goldsteig möglich

Zahlreiche Zuwege und Rundwege wurden eingerichtet, um den Goldsteig von vielen Orten aus erreichbar zu machen. So kann man seine Wanderschuhe auch einfach mal übers Wochenende schnüren und den berühmten Fernwanderweg ein Stück weit erkunden. Von Weiden in der Oberpfalz führen beispielsweise gleich zwei schöne Wanderwege mit rund sechs beziehungsweise rund sieben Kilometern zum Goldsteig. Man kann sie entweder als Zuwege nutzen oder sie zu einer Rundwanderung verbinden und dabei das malerische Panorama des Oberpfälzer Waldes genießen. Die gesamte Streckenlänge beträgt dann gute 22 Kilometer und ist somit als Tagestour für sportlich ambitionierte Wanderer geeignet. Details zu den Strecken gibt es auf www.weiden-tourismus.info.

Historische Altstadt mit kultureller Vielfalt

Auf jeden Fall sollte man noch etwas Energie in Reserve haben, um die historische Altstadt Weidens zu besichtigen. Auffallend sind die Kirchtürme der zahlreichen sakralen Bauwerke, die zum Teil im Inneren prachtvoll verziert sind. Hervorzuheben ist hier die Kirche St. Josef mit ihrer Innenausstattung im Jugendstil. Freundlich und heiter wirkt der Marktplatz, der von bunten Renaissance-Giebelhäusern und dem markanten Alten Rathaus umrahmt wird. Hier laden Cafés und Restaurants zu Rast und Stärkung ein. Am Unteren Markt kann man ein beeindruckendes Kunstwerk aus Granit und Bronze bestaunen: Der Mauermann-Brunnen ist als Bilderbogen konzipiert, der die wichtigsten Ereignisse der Stadtgeschichte widerspiegelt. Folgt man den kleinen romantischen Gassen, trifft man immer wieder auf künstlerisch gestaltete Brunnen, die die Fantasie anregen und inspirierend wirken. Drei Museen widmen sich mit ihren umfangreichen Sammlungen ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. So erfährt der interessierte Besucher mehr zur Kulturgeschichte der Keramikkunst, der Orgelmusik Max Regers oder zur Heimatforschung der Oberpfalz.

Text: djd deutsche journalisten dienste GmbH - 10/2019

111 Orte im Oberpfälzer Wald, die man gesehen haben muss

Die Obere Pfalz, der Nordgau oder Neuböhmen – der Oberpfälzer Wald trug schon viele Namen im Laufe seiner Geschichte. Pfalzgrafen aus dem Westen Deutschlands machten die Obere Pfalz mit zur burgenreichsten Ecke Bayerns, Klöster sorgten für karpfenreiche Teichlandschaften. Die aufstrebende Eisen-, Glas- und Porzellanindustrie verpasste ihm den Beinamen »Ruhrgebiet des Mittelalters «, und »Steinpfalz« nennt man ihn wegen seiner dunklen Wälder und den von der Natur gezeichneten Felsformationen. Eine Kulisse, die eine reiche Sagenwelt hervorbrachte. Mit Neugierde und Phantasie gilt es in diese verzauberte Welt einzutauchen und Überraschendes zu entdecken. Kommen Sie mit zu 111 erstaunlichen Orten, betrachtet aus einer überraschenden Perspektive, die zum Schmunzeln und zum Nachdenken anregen.

111 Orte im Oberpfälzer Wald, die man gesehen haben muss
Reiseführer
von Eva Kroetz

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Emons

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