Marmor-Vollkornkuchen...

...das Rezept des Monats

Marmorkuchen aus frisch gemahlenen Weizenkörnern ist ganz leicht herzustellen. Mit natürlichen Zutaten lässt er sich schnell zubereiten - und ist immer gelingsicher. Zudem ist er acht bis vierzehn Tage haltbar.

Zutaten für den Rührteig

  • 200 g weiche Butter
  • 200 g Honig
  • abgeriebene Schale von einer 1/2 Zitrone
  • 4 Eier
  • 450 g Weizenvollkornmehl
  • 4 EL Weinsteinbackpulver
  • 100 ml Milch
  • 4 EL Kakao
Marmor-Vollkornkuchen

Zubereitung

Die weiche Butter mit dem Handmixer schaumig schlagen und die abgeriebene Zitronenschale sowie den Honig unterrühren. Die Eier nach und nach dazugeben. Das frisch gemahlene Weizenvollkornmehl mit Backpulver mischen, unterrühren und im Wechsel immer etwas Milch dazugeben. Zwei Drittel des Teiges in eine gefettete Gugelhupfform füllen. Zum restlichen Teig rühren Sie den Kakao unter und geben diesen auf den hellen Teig. Anschließend ziehen Sie mit einer Gabel durch die Teigmasse, sodass eine hell-dunkle Marmorierung entsteht. Bei 170 Grad Celsius wird die Teigmasse im vorgeheizten Backofen etwa fünfzig Minuten gebacken. Danach den Kuchen etwas auskühlen lassen und auf ein Kuchengitter stürzen.

Kleine Warenkunde zum Kakao

Der Kakaobaum (Theobroma Cacao L.) zählt zur Gattung Theobroma in der Familie der Malvengewächse. Derzeit umfasst diese Gattung etwa zwanzig Arten. Es sind in der Regel immergrüne, kleine Bäume, die in den Regenwäldern Lateinamerikas wachsen. Der Kakaobaum verdankt seinen botanischen Namen dem schwedischen Arzt und Naturforscher Carl von Linné (1707 bis 1778). So bedeutet Theobroma übersetzt so viel wie «die Speise der Götter». Das griechische Wort «theos» ist gleichzusetzen mit «Gott» und «broma» heisst «Speise».

Ernte

Die Kakaofrüchte werden mit Hilfe von langen Pflückmessern von den Bäumen getrennt. Danach werden sie vorsichtig geöffnet, um das Fruchtfleisch sowie die Kakaobohnen frei zu legen. Anschließend erfolgt die Fermentation - sie dauert je nach Sorte zwischen zwei und sieben Tagen. Nach der Fermentation enthalten die Kakaobohnen etwa sechzig Prozent Wasser. Damit man sie später weiter verarbeiten kann, müssen sie zunächst getrocknet werden.

Nach dem Trocknungsvorgang besitzen sie sehr wenig Wasser, sodass sie lange haltbar bleiben. Danach bringt man die Kakaobohnen über den Seeweg nach Europa und Nordamerika. Dort werden sie dann mit Hilfe von Röstverfahren weiter verarbeitet. Nach vielen weiteren Produktionsschritten trennen sich zum Schluss Kakao und Schokolade in zwei verschiedene Verarbeitungsverfahren. So wird die flüssige Kakaomasse zu Kakaopulver umgewandelt. Die übrige Kakaobutter wird später für die Schokoladenherstellung genutzt.

Inhaltsstoffe & Wirkungen

Kakao oder Schokolade enthalten hohe Mengen an Kalium und Magnesium sowie Vitamin E.

Zudem besitzt schwarze Schokolade einen niedrigen glykämischen Index, dadurch steigt der Blutzuckerspiegel nur langsam an. Bestimmte Substanzen im Kakao gelten zum heutigen Zeitpunkt als gesundheitsfördernd.

Zu den wichtigsten Inhaltstoffen zählen Theobram, Tryptophan, Flavonoide und Procyanide. Das Theobram gehört zu den Alkaloiden und hat Ähnlichkeit mit dem Koffein. Tryptophan ist eine Aminosäure, die im Gehirn zu Serotonin umgebaut wird.

Die enthaltenen Farb- und Bitterstoffe wirken antioxidativ und bieten den sogenannten «Freien Radikalen» paroli.

Schokolade und Kakao haben positive Effekte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie senken das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall.

Kakao: Speise der Götter

Ob im Filmhit «Chocolat», als modisches Getränk im Supermarktregal oder edles, individuell gefertigtes Praliné aus der Manufakturwerkstatt: Kakao ist buchstäblich in aller Munde. Was lange Zeit elitären Kakao-Liebhabern wie Goethe oder Ludwig XIV. als Genussmittel vorbehalten war, ist heute für breite Bevölkerungskreise zum täglichen Konsumgut geworden. Dabei wirkte der ungesüßte Göttertrunk der Azteken auf die spanischen Eroberer zunächst wenig anziehend und auch heute haftet dem Kakaogenuss mitunter ein bitterer Beigeschmack an, wenn man an die sozialen und ökologischen Begleiterscheinungen von Anbau und Ernte denkt. Doch trotz mancher Schattenseite: Kakao gehört zu den spannendsten Stoffen der Weltwirtschaft. Band 7 der Reihe «Stoffgeschichten» erzählt seine wechselvolle Geschichte eine kurzweilige (Zeit-)Reise von den Hochkulturen Mittelamerikas bis zu den Chocolaterien der Moderne.

Kakao: Speise der Götter
von Thomas Schiffer und Andrea Durry

Gebundene Ausgabe: 349 Seiten
Verlag: Oekom

 

 

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