Quarkklösse auf Mangold...

...Das Rezept des Monats

Vegetarische Küche: Leicht und köstlich. Bringen Sie öfter mal frisches Gemüse auf den Tisch. Mangold enthält viele Vitamine und ist unter den alten und vergessenen Gemüsesorten der neue Shooting-Star.

Zutaten für Quarkklöße auf Mangold

  • 500 g Quark
  • 2 Eier
  • 150 g Camembert
  • 100 g Haferflocken
  • 50 g Weizenkleie
  • Kräutersalz, Paprika, Pfeffer
  • Zutaten für das Mangoldbett:
  • 1200 g frischer Blattmangold
  • 2 Zwiebeln fein gehackt
  • 2 EL Butter
  • Meersalz, Pfeffer
  • etwas geriebene Muskatnuss
  • frische gehackte Petersilie
Quarkklöße auf Mangold

Zubereitung:

Die Eier mit dem Quark, den Haferflocken und der Weizenkleie verrühren. Danach eine Hälfte des Camemberts mit der Gabel zerdrücken und zu der Quarkmischung geben. Die andere Käsehälfte wird in 8 Würfel geteilt. Die Masse mit Kräutersalz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken. Danach 8 Klösse formen, dabei jeweils einen Käsewürfel in die Mitte drücken und in reichlich siedendem Salzwasser etwa 15 Minuten garen. In der Zwischenzeit den Mangold waschen, abtropfen lassen und klein schneiden. Die gehackten Zwiebeln in Butter glasig dünsten und anschliessend den Mangold hinzufügen, zusammenfallen lassen und mit Meersalz, Pfeffer und etwas geriebener Muskuatnuss abschmecken. Blattmangold auf Teller verteilen, die Quarkknödel darauf setzen, mit gehackter Petersilie dekorieren und servieren.

Kleine Warenkunde zu Mangold (Beta vulgaris convar. cicla [L.] Alef.)

Mangold stammt von der Runkelrübe (Beta vulgaris ssp. maritima) ab, die an den Spülsäumen der europäischen Meeresküsten wild wächst. Er ist an das mitteleuropäische Klima sehr gut angepasst und erfreut sich hauptsächlich in Frankreich, Spanien, Italien, der Schweiz und in Süddeutschland großer Beliebtheit. Anfang des 9. Jahrhunderts nahm Karl der Große den Mangold in die Liste der wichtigsten Kulturpflanzen auf. Ab dem 17. Jahrhundert wurde er jedoch vom Spinat verdrängt und galt vorübergehend - zu Unrecht - als Arme-Leute-Essen. Heute ist Mangold unter den alten und vergessenen Gemüsesorten der neue Shooting-Star.

Inhaltsstoffe:

Mangold enthält Vitamin K, sowie Kalium, Kalzium und Eisen. Er weist viele Vitamine auf, davon in größeren Konzentrationen Betacarotin und Vitamin C. Betacarotin, die Vorstufe zu Vitamin A, ist gut für die Augen und kräftigt die Zähne. Zudem schützt das Blattgemüse vor den sogenannten freien Radikalen und hat somit eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs. Mangold ist reich an Ballaststoffen und fördert dadurch die Verdauung.

Mangold in der Küche:

Es werden zwei Sorten unterschieden: Der Blattmangold besitzt kleine breite Blätter sowie dünne Stängel; im Geschmack ähnelt er dem Spinat. Blattmangold wird in der Regel wie Spinat zubereitet. Der Rippenmangold (Stielmangold) hat große Blätter und fleischige Rippen. Diese müssen etwas länger gekocht werden als die Blätter. Hierzu werden die fleischigen Mittelrippen des Stielmangolds abgetrennt und wie Spargel zubereitet. Mangold muß gründlich gewaschen werden, da seine Blätter viel Sand enthalten. Er hält sich - in Folienbeutel eingepackt - einige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks.

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Gemüse kann auch anders
Vegetarische Rezepte für jede Jahreszeit
von Bettina Matthael
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: GRÄFE UND UNZER

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