Gundermann-Kartoffel-Suppe...

...das Rezept des Monats

Zu Beginn des Frühjahrs stellt eine Wildkräutersuppe, insbesondere mit frischen Gundermann- bzw. Gundelrebenblättern eine besondere Köstlichkeit dar. Wildkräuter besitzen viele Mineralstoffe und sind der Gesundheit zuträglich.

Hildegard von Bingen über den Gundermann

Hildegard von Bingen erachtete die Gundelrebe für sehr wirksam im Alter, wenn Gewicht und Verstand abnehmen. Vom Gundermann sagt sie: «Die Pflanze birgt gewisse Kräfte in sich, die in den grünen Farbstoffen zu suchen sind, daher ist sie sehr hilfreich, wenn sie in Speisen und Suppen eingesetzt wird».

Zutaten für Gundermann-Kartoffel-Suppe

  • 500 g Kartoffeln
  • 250 ml Wasser
  • 1 Liter Gemüsebouillon
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Möhren
  • je eine Handvoll (etwa 30 g) Brennesselspitzen, Sauerampfer, Schafgarbe
  • 4 bis 5 Gundelreben- bzw. Gundermannblätter
  • 2 EL Butter
  • 100 ml süsse Sahne
  • 3 EL Weisswein
  • Kräutersalz
  • etwas Muskatnuss und Pfeffer
Gundermann-Kartoffel-Suppe

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen, klein schneiden und knapp mit Wasser bedeckt garen. Den Lauch, die Möhren und die Wildkräuter zerkleinern. Das Gemüse für einige Minuten in Butter dünsten. Die gegarten Kartoffeln durch einen Kartoffelstampfer drücken, Gemüsebrühe, das gedünstete Gemüse und die Wildkräuter hinzugeben und mit Butter, Sahne, Weisswein und den Gewürzen abschmecken.

Meine wilde Pflanzenküche

Auf einer Alp im Tessin erwachte Meret Bisseggers Leidenschaft für alle essbaren Wildpflanzen. Nach über 30 Jahren, während derer sie ihre Restaurantgäste mit Wildpflanzen-Gourmet-Menüs verwöhnt und Sammel- und Kochkurse geleitet hat, erscheint nun ihr erstes Buch zum Thema. Mehr als 60 Pflanzen werden beschrieben und in Bildern vorgestellt. Gezeigt werden Standorte, Erkennungsmerkmale, Verwechslungsgefahren, die richtige Art zu pflücken und die Verwendung in der Küche. Daraus ist ein Bestimmungs- und Kochbuch mit 130 einfach nachzukochenden Rezepten entstanden: Dips zum Apéritif, Vorspeisen, Salate, Suppen, Risotti, Pasta, Ofengerichte, köstliche Beilagen und wunderbare Desserts. Die porträtierten Pflanzen sind im Buch botanisch geordnet und mit ihren lateinischen wie auch mit ihren deutschen Namen bezeichnet. Die wichtigsten Pflanzenfamilien werden in Zusatzkapiteln mit Beispielen vorgestellt. Hans-Peter Siffert hat die Gerichte stimmungsvoll fotografiert, seine Aufnahmen vermitteln die Schönheit der »Unkräuter«. Ergänzend dazu wird das Buch mit Fotos von Tessiner Landschaften und Merets Kursküche illustriert. Das Buch erscheint gleichzeitig auf Italienisch bei Edizioni Casagrande in Bellinzona.

Meine wilde Pflanzenküche
Bestimmen, Sammeln und Kochen von Wildpflanzen
von Meret Bissegger

Gebundene Ausgabe: 300 Seiten
Verlag: AT Verlag

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