Quittenkuchen...

...das Rezept des Monats

Wie kleine Sonnen leuchten sie in ihren goldgelben Farbtönen unter dem Herbsthimmel und bilden das Schlußlicht im Gartenjahr. Die Zeit der Quitten hat begonnen. Aus den Früchten, die ab Ende September geerntet werden, lassen sich zauberhafte Rezepte herstellen. Ob als vegetarisches Gericht oder zu Fisch, als Gelee, Kuchen oder eingemacht, immer bieten sie einen lukullischen Hochgenuss.

Zutaten für Quittenkuchen

  • 200 g Butter
  • 200 g Honig
  • 4 Eier
  • 400 g Weizenvollkornmehl
  • 2 TL Weinsteinbackpulver
  • 8 EL Milch
  • 700 g Quittenspalten, die zuvor zu Kompott verarbeitet worden sind!
Quittenkuchen

Zubereitung - Teig:

Butter und Honig cremig rühren. Danach die Eier unter ständigem Rühren dazugeben. Das frisch gemahlene Weizenvollkornmehl mit dem Backpulver mischen und mit der Milch schrittweise dazurühren. Zwei Drittel des Teiges in eine gefettete Springform einfüllen und glatt streichen. Mit den Quittenspalten belegen und den restlichen Teig darüber verteilen. Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Celsius mittlere Schiene, etwa 35 Minuten backen.

Zutaten - Quittenkompott:

  • 1 kg Quitten
  • 1 Liter Wasser
  • 1 Vanilleschote, aufgeschnitten
  • 100 ml Akazienhonig
  • Saft einer frisch gepressten Zitrone
  • 300 ml Apfelsaft
Quittenkompott

Zubereitung - Quittenkompott:

Quitten mit einem trockenen Tuch abreiben und waschen. Die Früchte schälen, achteln und entkernen. Die Quitten mit dem Wasser und der Vanilleschote aufkochen, bei schwacher Hitze weiter kochen, bis sie bissfest sind. Danach die Quitten aus der Flüssigkeit nehmen und in hygienisch einwandfreie Vorratsgläser füllen. Die Flüssigkeit durch ein Sieb passieren und diese mit Honig, Zitronen- und Apfelsaft aufkochen. Den Fond in die Gläser randvoll füllen und diese sofort verschließen. Anschließend auf den Kopf stellen und auskühlen lassen.

Kleine Warenkunde zu Quitten (Cydonia oblonga)

Quitten (Cydonia oblonga)  gehören zu den ältesten Obstarten im Hausgarten.  Wahrscheinlich wurden die Früchte bereits vor 6000 Jahren angebaut. Ihre ursprüngliche Heimat ist Transkaukasien, der Kaukasus, Turkestan, Iran, Südostarabien, Kreta, der Balkan, Japan sowie milde Zonen in Nordamerika. Bis zum 19. Jahrhundert waren die Früchte in Mitteleuropa weit verbreitet. Dann wurden sie von Apfel und Birne verdrängt - die ebenfalls zu den Rosengewächsen gehören. Heute feiern sie wieder ein Comeback.

Inhaltsstoffe:

Quitten enthalten Kalium, Kalzium, Phosphor, Kupfer, Vitamin C sowie Wein- und Apfelsäure.

Außerdem liefern sie doppelt so viel Pektin wie Äpfel. Der hohe Pektingehalt hat eine lindernde Wirkung bei Magen- und Darmschleimhautentzündungen.

Darüber hinaus sind sie reich an Gerbsäuren (Tannine), die auch der Grund dafür sind, daß sie im Rohverzehr nicht schmecken.

Allerdings gibt es hierbei eine Ausnahme: Die Shirin-Quitte ist roh eßbar, sie gedeiht im Balkan und in Mittelasien.

Schleimige Samen:

Eine besondere Wirkung wird dem aus den Samen gewonnenen Schleim nachgesagt. Damit er sich aus den Samen löst, werden diese zuvor in warmem Wasser eingeweicht. Der Schleim wirkt äußerlich angewendet bei Brandwunden und trockenen spröden Lippen. Innerlich angewendet ist er hilfreich bei Atemwegsentzündungen.

Quitten in der Küche:

Vor dem Kochen reibt man mit einem trockenen Küchentuch den Flaum von der Schale ab. Nach dem Abreiben die Quitten gründlich waschen, um auch noch letzte Reste des Flaumes zu entfernen. Quitten können in einem kühlen Raum etwa zwei Monate gelagert werden.

Quitte - das Comeback einer vergessenen Frucht

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Qiitten - das Comeback einer vergessen Frucht
von Lucas Rosenblatt und Freddy Christandl

Gebundene Ausgabe: 123 Seiten
Verlag: Hädecke
Weitere Infos zu diesem Buch finden Sie unter: Rezensionen

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