Kinder oder Rinder?...

...Neuartige Entwicklung bei Hörgeräten macht hohe Töne wieder hörbar

Hören und doch nicht verstehen: Dieses Problem haben viele Menschen, die an einer Hörminderung leiden. Verursacht wird es dadurch, dass die Betroffenen hohe Frequenzen nicht wahrnehmen. Doch gerade diese sind wichtig, denn in diesen Bereich fallen nicht nur viele Geräusche, sondern auch wichtige Sprachanteile...

Rinder oder Kinder?

...So sind Konsonanten wie «B», «P» und «D» oder auch Zischlaute wie «st» und «sch» im hochfrequenten Bereich angesiedelt. Werden diese nicht richtig verstanden, leidet die Kommunikation. So kann dann beispielsweise nicht mehr unterschieden werden, ob der Gesprächspartner Stahl oder Schal und Kinder, Rinder oder Finder gesagt hat.

Alle Frequenzen werden wieder hörbar
Inzwischen sind die ersten Hörgeräte auf dem Markt, die all diese Töne wieder hörbar machen. Das Prinzip dahinter ist denkbar einfach, aber völlig neuartig. Die entsprechenden Signale werden komprimiert und in einen tieferen, vom Hörsystemträger verstehbaren Frequenzbereich verschoben. Nutzer von Audéo SMART, einem der neuen Hörgeräte von Phonak, verstehen das Gesagte wieder vollständig und klar. Auch sanfte Geräusche, wie etwa das Zwitschern einer Amsel, werden damit wieder wahrnehmbar. Ein besonderes Verständlichkeitssystem sorgt außerdem dafür, dass Sprache auch bei störenden Hintergrundgeräuschen klar wahrgenommen wird.

Winzig kleines Gerät

Träger von Audéo SMART können zusätzlich alle Vorteile von Medien wie Telefon, Fernseher, MP3-Player oder Computer nutzen. Sie werden über ein kleines, handliches Zusatzgerät kabellos angebunden. Das winzige Hörgerät selbst ist angenehm hinter dem Ohr zu tragen. Über einen hauchdünnen Schlauch ist es mit dem Lautsprecher verbunden, der direkt im Gehörgang sitzt, diesen aber nicht verschließt. Das neue System eignet sich für Menschen mit leichtem bis hochgradigem Hörverlust. Die Träger des Hörgeräts, das in Fachgeschäften für Hörakustik erhältlich ist, können zwischen 17 verschiedenen Farbkombinationen wählen. Unter www.phonak.de  gibt es weitere Details.

Text: djd deutsche journalisten dienste GmbH

Die Hand am Ohr: Eine kleine Geschichte der Hörhilfen

Hörgeräte? Woher kommen eigentlich die kleinen technischen Wunderwerke? Wer hat sie erfunden? Wer stellt sie her? Was leisten sie? Wer benutzt sie? Wie zufrieden sind ihre Besitzer? Das Buch «Die Hand am Ohr» ist ein unterhaltsamer und reich bebildeter Streifzug durch viele Jahrhunderte menschlicher Bemühungen, besser zu hören. Viele bekannte Persönlichkeiten kommen darin vor: Päpste, Präsidenten, Erfinder, Filmstars und Pop-Musiker. Dabei werden Geschichten erzählt und Bilder gezeigt, die noch nie zuvor veröffentlicht worden sind. Das Buch ist nicht nur eine interessante und kurzweilige Lektüre für Menschen mit Hörminderung und deren Angehörige, es gibt auch viele interessante Informationen zum Thema.

Das Buch «Die Hand am Ohr» mit dem Untertitel «Eine kleine Geschichte der Hörhilfen» ist ein unterhaltsames, reich illustriertes und informatives Werk über die Geschichte der Hörhilfen, von den Hörrohren und Kohlemikrofongeräten bis zur Digitaltechnik und Nanotechnologie der Zukunft. Es ist angereichert mit den Geschichten, Anekdoten und Bildern vieler berühmter Hörgeräteträger wie König Gustav von Schweden, Eleanor Roosevelt, Winston Churchill, Ronald Reagan, Bill Clinton, Helmut Schmidt und Buzz Aldrin, den Beiträgen der großen Erfinder Albert Einstein und Thomas Edison, vieler großer Stars wie Rudi Carrell, Mario Adorf, Laurence Olivier, Peter Ustinov, Leslie Nielsen und Elton John. 

Dazu gibt es eine Bildergalerie mit 18 weltbekannten Schauspielern, die Hörhilfen benutzten. 14 Grafiken vermitteln einige wissenswerte Fakten über das Hören und die einzigartige technologische Entwicklung der Hörhilfen.

Die Hand am Ohr: Eine kleine Geschichte der Hörhilfen
von Rainer Hüls

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Innocentia Verlag