Lavendelöl-Präparat mildert Angst und Unruhe ohne Suchtrisiko

«Bei der Suche nach dem richtigen pflanzlichen Arzneimittel sollten sich Verbraucher nicht alleine nach der Heilpflanze orientieren, aus der es hergestellt wurde», betont Prof. Dr. Theo Dingermann, Frankfurt. «Denn die einzelnen Produkte unterscheiden sich zum Teil dramatisch.» Das Lavendelöl ist ein gutes Beispiel dafür.

Lavendel (Lavandula angustifolia)
Lavendel (Lavandula angustifolia)

Die beruhigende Wirkung von Lavendel haben schon die alten Römer zu schätzen gewusst, und noch heute ist Lavendelduft ein wichtiger Bestandteil vieler kosmetischer Produkte. Aber erst vor wenigen Jahren gelang es der Phytoforschung, mit Silexan aus Lavendelöl einen Wirkstoff zu sichern, der zur Herstellung eines modernen Phytopharmakons geeignet ist. Das Präparat ist in Deutschland zur Behandlung von Unruhezuständen bei ängstlicher Verstimmung bei Erwachsenen ab 18 Jahren zugelassen. Wie pharmakologische Untersuchungen zeigen konnten, entfaltet es seine Wirkung – ähnlich wie der zur Behandlung einer generalisierten Angststörung zugelassene synthetische Wirkstoff Pregabalin – über die Hemmung der präsynaptischen Calcium-Kanäle.

Die wichtigsten Ergebnisse

Im Vergleich zu Placebo wurde Silexan in einer Untersuchung mit 216 Patienten, die an der sogenannten «subsyndromalen Angst» litten, geprüft. Nach zehn Wochen Therapie hat sich in der Verumgruppe sowohl die am Anfang bestehende depressive Verstimmung, als auch die Beeinträchtigung der Schlafqualität, signifikant stärker gebessert als in der Placebogruppe (Kasper, J. et al.: Int. Clin. Psychopharmacol. 2010; 25: 277-87).

Die Wirksamkeit von Silexan im Vergleich zu dem Benzodiazepin «Lorazepam» untersuchte man in einer Studie mit 77 Patienten, die an einer generalisierten Angststörung erkrankt waren. Die Einnahme des Lavendelöl-Präparats hat nach sechs Wochen Therapie vergleichbare positive Effekte erbracht, wie das Benzodiazepin. (Woelk, H., Schläfke, S.: Phytomedicine 2010;17:94-9).

Fazit:
Im Unterschied zu den Benzodiazepinen, deren Einnahme bereits nach einer bis zwei Wochen eine Abhängigkeit erzeugen kann, ist das pflanzliche Arzneimittel frei von einer solchen Gefahr. Gerade bei leichteren Beschwerden, die jedoch die Lebensqualität des Betroffenen stark beeinträchtigen können, ein wichtiges Argument.

Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter www.phytotherapie-komitee.de,
3/2013 – 14.05.2013


Lasea® von Schwabe


Mit Lasea® kann man leichte Angststörungen und innere Unruhezustände behandeln. Das Fertigpräparat ist vor allem für Betroffene mit beginnender und leichter Angststörung gedacht. Bei lang andauender Angststörung sollte jedoch ein Facharzt aufgesucht werden. Zudem ist ein Umstieg von Benzodiazepinen (Tranquilizer) auf Silexan nur nach Rücksprache mit dem Arzt anzuraten. Silexan ist ein spezielles Lavendelöl, das mit ätherischen Ölen wie Linalool und Linalylacetat angereichert ist. Diese bremsen den Einstrom von Calciumionen in die Nervenendigungen, wodurch die Ausschüttung von Noradrenalin und Serotonin gedrosselt wird. Über diesen Weg tritt eine beruhigende Wirkung ein.

Lasea
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Lasea® ist ein pflanzliches Arzneimittel, das bei innerer Unruhe und Angstgefühlen unterstützend zur Anwendung kommt. Es wird aus einer besonderen Lavendelart, dem sogenannten Arzneilavendel (Lavandula angustifolia) gewonnen. Lavendel in Kapselform ist hilfreich bei Menschen, die von ängstlicher Unruhe und depressiven Verstimmungen geplagt werden. Lasea® macht nicht müde oder abhängig und ist einfach einzunehmen.

Einnahmeempfehlung des Herstellers:
Falls nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene ab 18 Jahren einmal täglich eine Weichkapsel. Das Fertigpräparat ist nicht verschreibungspflichtig und gut verträglich.

Hinweis:
In seltenen Fällen wurden Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Aufstoßen beobachtet. Gegenanzeigen und Wechselwirkungen sind bisher nicht bekannt. Bei Vorliegen einer Überempfindlichkeit gegen einen der enthaltenen Inhaltsstoffe darf das Präparat nicht eingenommen werden.

Mehr Infos zu «Lasea® Weichkapseln» finden Sie auf der Homepage der Online-Apotheke: >> online bestellen

Lavendel: Der Duft des Südens

Das große Buch über die traditionsreiche Pflanze des Mittelmeer-Raumes: Vom Anbau über die Ernte zu den Menschen, die mit Lavendel arbeiten und sein wertvolles Öl in den verschiedensten Destillationsverfahren gewinnen. Wunderschöne Landschaftsaufnahmen und raffinierte Rezepte, ob für Kosmetik oder Parfüm, im Haushalt oder in Menüs von französischen Sterneköchen, lassen dieses Buch zu einem Kompendium für den Lavendel-Liebhaber wie auch für den Sammler schöner Bildbände werden. Abgerundet wird der Titel mit Tipps zu Lavendelgebieten und –farmen weltweit, zu Lavendelfesten, Anbau- und Pflegetipps für den eigenen Garten, sowie Adressen von Museen, Destillerien und sehenswerten Lavendelgärten.

Lavendel: Der Duft des Südens
von Anne Simonet-Avril und Sophie Boussahba

Verlag: Hädecke
Gebundene Ausgabe: 144 Seiten

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Blaue Stunden - Entspannung durch Lavendelduft
Die Verwendung ätherischer Öle aus aromatischen Kräutern ist eine uralte Methode, um Wohlbefinden und Gesundheit zu fördern. Aromaöle wirken auf Körper und Psyche harmonisierend und ausgleichend.

Der Duft des Südens - Buchtipp
Wer schon einmal im Sommer durch Südfrankreich gereist ist, dem werden der unverwechselbare Duft und die weiten, tiefblauen Lavendelfelder stets in Erinnerung bleiben. Lavendel ist die Seele der Haute-Provence und vielfältig verwendbar.

Pflanzensteckbrief: Die Kraft des Lavendels
Bereits vor Jahrtausenden wusste man, dass Lavendel nicht nur wunderbar duftet, sondern auch Heilkräfte in sich birgt. Heute findet das Kraut Anwendung bei Nervosität, Einschlafstörungen und Unruhezuständen.