Globale Verdunkelung...

...Das Phänomen der Schwarzen Sonne

Globale VerdkunkelungDie globale Erwärmung schreitet schnell voran und ihre Auswirkungen werden nach wie vor allgemein unterschätzt. Doch ein weiteres globales Phänomen wirkt ihr entgegen: Klimaforscher fanden heraus, dass im Laufe der letzten Jahrzehnte die Sonneneinstrahlung auf der Erde abgenommen hat. Diesen Effekt bezeichnet man als «Globale Verdunkelung» oder als «Global Dimming». So hat die Intensität des Sonnenlichts zwischen den fünfziger und neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts in den USA um bis zu zehn Prozent, in der Antarktis um neun Prozent und in Grossbritannien um bis zu sechzehn Prozent abgenommen. Über einen langen Zeitraum fiel diese Entwicklung den Klimaforschern nicht auf, da die Globale Erwärmung diesen Verlust der Sonneneinstrahlung kompensiert. Als Ursache für die globale Verdunkelung gilt die Verbrennung organischer und fossiler Brennstoffe, die mit ihren Treibhausgasen zwar zunächst das globale Klima anheizen. Durch gleichzeitige Abgabe und damit Anreicherung von Aerosolen und Schmutzpartikeln in der Atmosphäre wird andererseits die Reflexion von Sonnenenergie zurück in den Weltraum verstärkt und somit ein 

abkühlender Prozess in Gang gesetzt. Der negative Einfluss zum Beispiel der Kondensstreifen von Flugzeugen auf das Klima wurde zwar oft diskutiert, konnte aber erst in der Zeit nach den Terroranschlägen vom 11. September direkt gemessen werden: Denn unmittelbar nach dieser Tragödie wurde für drei Tage sämtlicher Flugverkehr in den USA gestoppt – und damit auch die Kondensstreifen. Während dieser Zeitspanne waren die Tage messbar wärmer und

Globale Verdkunkelungdie Nächte kälter – ein deutlicher Hinweis auf den nun ausgebliebenen Verdunkelungseffekt. Die seit etwa Mitte der achtziger Jahre eingeführte Filterung von Abgasen zur Reduzierung der Luftverschmutzung trägt so paradoxerweise zur Verstärkung des Treibhauseffektes bei, da sie die abkühlende Wirkung der Globalen Verdunkelung abschwächt. Klimaforscher gingen bisher von einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur von etwa fünf Grad Celsius in den nächsten hundert Jahren aus. Bei einem weiteren Rückgang der Globalen Verdunkelung könnte dieser Wert auf acht bis zehn Grad steigen – mit heute noch nicht abschätzbaren Folgen für unseren Planeten.


Spielball Erde: Machtkämpfe im Klimawandel

Spielball Erde: Machtkämpfe im Klimawandel
von Claus Kleber, Cleo Paskal u. Thomas Pfeiffer

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag

Kurzbeschreibung
Der Klimawandel verändert bereits jetzt das Antlitz unseres Planeten massiv. Davon ist »heute journal«-Moderator Claus Kleber überzeugt. Auf der Basis langjähriger Recherchen und aktueller Eindrücke an klimapolitisch brisanten Hotspots skizziert er zusammen mit seiner Koautorin Cleo Paskal die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts – mit ihren Siegern und Verlierern. Extreme Wetterereignisse konfrontieren die komplexen Gesellschaften und ihre hochsensiblen Infrastrukturen mit dramatischen Einbrüchen. Eine eisfreie Arktis eröffnet dem Kampf um Ressourcen neue Dimensionen. So verschieben sich Machtverhältnisse infolge des Klimawandels tiefgreifend. Dass China im Rennen um eine weltweite Vormachtstellung die Poleposition besetzt, belegt Claus Kleber anhand von Indizien, die er rund um den Globus gefunden hat. Sein Buch beschreibt Entwicklungen, die erschrecken, mit denen wir uns aber jetzt auseinandersetzen müssen.


Weiterführende Links zum Thema Klimawandel!

• Institut f. Atmosphäre und Klima, Universitätstrasse 16, ETH-Zentrum, CHN N 12.1,  CH-8092 Zürich
   www.env.ethz.ch

• Max-Planck-Institut für Meteorologie, Bundesstraße 55, D-20146 Hamburg
   www.mpimet.mpg.de

• Dr. Beate Liepert, Lamont-Doherty Earth Observatory, New Core Lab Rm. 201, P.O. Box 1000,   61 Rte. 9W,
   Palisades, NY 10964, USA
   www.ldeo.columbia.edu/~liepert/

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