Jin Shin Jyutsu...

...Lebenskraft im Gleichgewicht

Jin Shin Jyutsu zählt zu fernöstlichen Heilmethoden. Dieses Verfahren kam durch Mary Burmeister zu uns in den Westen und findet immer mehr Anklang. Jin Shin Jyutsu beruht darauf, den Energiefluss durch Berührung bestimmter Körperpunkte und durch Atemtechniken zu aktivieren.

Jin Shin Jyutsu (JSJ) heißt übersetzt die «Kunst des Schöpfers am mitfühlenden, wissenden Menschen». Es ist keine Technik, sondern eine Kunst, die in jedem von uns verborgen ist und nur darauf wartet wieder entdeckt zu werden. Bei Jin Shin Jyutsu wird davon ausgegangen, dass in jedem Organismus und im gesamten Universum Lebensenergie vorhanden ist. Diese Energie verdichtet sich in neun sogenannte Tiefen, die vom «Nichts» bis zum spirituellen, physischen und psychischen Körper reichen. Im Atem steckt die ursprünglichste Form der universellen Energie, in der Ausatmung können wir allen Stress und Disharmonien entladen und mit der Einatmung empfangen wir frische gereinigte Energie:  Ohne Sauerstoff kein Leben!

Der Weg zu Entspannung und Gelassenheit

Körperliche, seelische und geistige Harmonie bedeutet, dass diese Lebensenergie frei und ohne Hindernisse durch uns durchfließt. Blockaden werden durch unsere Einstellungen zum Leben geschaffen. Disharmonien werden durch Sorgen, Angst, Wut, Trauer und Bemühung verursacht oder wie Mary Burmeister sagt: «von falschen Beweisen, die echt erscheinen». Auf jeder Seite des Körpers gibt es 26 Energieschlösser, die man als Sicherungen auf den Strömen bezeichnen kann. Sie sollen den Körper vor Schäden bewahren, da sie Symptome entstehen lassen können, die auf den Ort der Blockade hinweisen und als Alarmsignal gedeutet werden. In jedem von uns ist eine grundsätzliche Harmonie vorhanden, auch wenn wir an einer Krankheit leiden: Ursache von Krankheit ist eine Blockierung von Lebensenergie. Diese Disharmonien werden im Jin Shin Jyutsu Etiketten genannt. Große Etiketten wie Krebs oder Herzleiden zeigen nur, dass es große Mengen von gestauter Energie gibt. Verdauungsbeschwerden oder Erkältungskrankheiten hingegen bedeuten kleinere Blockaden. Fördern des Fließens der freien Lebensenergie kann man, indem man ATMET. Ausatmen bewirkt, dass sich die Anspannung in den Schultern sowie im Bauch und Rumpf bis hinunter in die Zehen löst. So können wir mit unserem Atem in jedem Augenblick unseres Lebens die Lebensenergie steigern und uns auch wieder ins Gleichgewicht bringen: 36 Atemzüge für eine tiefere und rhythmische Atmung.

Jin Shin Jyutsu beinhaltet:

3 Hauptströme, 26 Energieschlösser, 12 Organströme, Zahlen- und Spezialströme. Finger halten inklusive 8 Mudras. Das Strömen an sich ist leicht: Man nimmt seine Hände und legt sie ohne Druck auf einzelne Energieschlösser. Jedes einzelne hat seine Bedeutung, die in Wechselwirkung mit einem anderen Schloss noch einen weiteren Effekt erzielt. Das Strömen bringt Entspannung, aber genauso auch Energie für den Alltag, fördert das allgemeine Wohlergehen und die innere Harmonie. Es gibt eine Gelassenheit, die aus dem Inneren kommt und einen inneren Frieden bringt.

Zustand innerer Zufriedenheit

Jiro Murai (1886 bis 1961) ist ein Japaner, der dieses Wissen wieder entdeckt hat. In seiner angeblich letzten Lebenswoche ging es ihm sehr schlecht und er ließ sich in eine Berghütte bringen, wo er viel meditierte und die Haltungen der Buddhastatuen (auch Mudras genannt) nachahmte. Aufgrund dieser erlebte er verschiedene Bewusstseinszustände. Sein Körper wurde immer kälter und er war schon bereit zu sterben, als ihn am siebten Tag ein Feuer überkam und er in einen Zustand tiefen inneren Friedens gelangte. Er spürte, dass dies von den Mudras und der Meditation gekommen war und gelobte, sein Leben der Erforschung dieser Fingerhaltungen zu widmen. Später lernte er eine amerikanisch-stämmige Japanerin kennen, Mary Mariko Iino, die er ebenso in diese Kunst einwies wie einen Japaner namens Kato. Als Mary einen amerikanischen Mann kennen und lieben lernte und mit ihm wieder in die USA zurück wollte, fragte Jiro Murai sie, ob sie ein Geschenk in den Westen nehmen wolle und sie sagte bereitwillig «JA». Durch dieses JA kam JSJ in die weite Welt und verbreitete sich. Mary studierte über zehn Jahre die Schriften, bevor sie anfing zu behandeln. Mary Burmeister ist 2008 im Alter von 89 Jahren gestorben.

Autorin:

Frau Monika Bochtler ist ausgebildete Jin Shin Jyutsu Praktikerin und Gesundheitsberaterin mit ihrer eigenen JSJ Praxis in Bad Grönenbach im Allgäu. Auf ihrer Homepage zum Thema Jin Shin Jyutsu bietet sie Informationen und wöchentliche Tipps zu Mondkalender, Strömen und Schüßlersalzen. www.jsj-praxis-mit-herz.de  Hinweis: Jin Shin Jyutsu ist eine geschützte Bezeichnung.

Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände

Die Lebensenergie im Körper harmonisieren. Die fernöstliche Heilmethode Jin Shin Jyutsu ist in Insiderkreisen bereits das große Thema. Wie Shiatsu, Reiki oder Akkupressur wird auch diese Methode mit Sicherheit sehr schnell weite Verbreitung finden. Bei Jin Shin Jyutsu ist der Körper in 26 sogenannte Sicherheitsenergie- schlösser aufgeteilt, die durch Berührung aktiviert werden. Aufgrund des Strömens, wie es in der Fachsprache heißt, werden die Sicherheitsenergieschlösser aufgeschlossen und die Energie kann frei fließen. Bemerkenswert ist, nicht auf die Behandlung einer anderen Person angewiesen zu sein, sondern dass es sich hierbei um eine Selbsthilfemethode handelt, die auf die ursprüngliche Fähigkeit des intuitiven Heilens zurückgeht.

Jin Shin Jyutsu
Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände
von Waltraud Riegger-Krause

Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Südwest Verlag

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