Kamille...

...gegen Zahnungsstress

Unruhige Nächte sind für Eltern von Kleinkindern nicht ungewöhnlich. Doch wenn sich der Nachwuchs kaum beruhigen lässt und lauthals weint, geht das Rätselraten los: Stecken wohl die ersten Zähnchen dahinter, oder ist gar ein Infekt im Anmarsch? Mit einem schreienden Kind auf dem Arm kann die Zeit bis zur Öffnung der Kinderarztpraxis wie eine Ewigkeit erscheinen. Zum Glück gibt es natürliche Arzneimittel, die gerade bei Kindern schnell und nebenwirkungsarm helfen können.

Kamille gegen Zahnungsstress

So gilt potenzierte Kamille (Chamomilla) in der Homöopathie als eines der wichtigsten Mittel beim Zahnen und bei Störungen, die in diesem Zusammenhang auftreten können, wie Fieber, Durchfall, Mittelohrentzündung und Unruhe. Das Mittel passt besonders dann gut, wenn das Kind eine rote Wange hat, viel weint und permanent getragen werden will. Die Linderung erfolgt in der Regel rasch und die Streukügelchen werden auch von den Kleinsten schon gerne gelutscht. Besonders hohe Qualitätskriterien erfüllen die neuen Globuli von Weleda. Auf der Basis von neunzig Jahren Erfahrung in der Arzneimittelherstellung werden viele Pflanzen größtenteils im eigenen Heilpflanzengarten biologisch-dynamisch angebaut und von Hand verarbeitet. Das neue Sortiment umfasst zwölf Einzelmittel - die wichtigsten Heilpflanzen in der Haus- und Kinderapotheke. Die Potenzen D6, D12 und D30 sind in der Apotheke erhältlich.

Text: djd deutsche journalisten dienste GmbH

Die Natur ist die beste Apotheke

Bevor Spitäler errichtet wurden, gab es bereits spirituelle Schutzpatrone oder Nothelfer, die in bestimmten Lebenslagen wie Krankheiten oder Schicksalsschlägen um Beistand angerufen wurden. Aber nicht nur Heilige, auch Heilpflanzen wie beispielsweise die Kamille standen beim Volk schon immer als eine der «Vierzehn Nothelfer» in der eigenen Haus- und Kräuterapotheke hoch im Kurs. Die Echte Kamille (Chamomilla recutita syn. Matricaria chamomilla), ein Heilkraut aus der Famile der Korbblütler, ist eine einjährige Pflanze, deren Blütezeit sich von Mai bis August erstreckt. Ihr Gattungsname rührt aus dem lateinischen «mater», dieser drückt aus, dass die Pflanze ein ausgesprochenes Mutterkraut ist.

Chamomilla in der Homöopathie

Samuel Hahnemann (1755 bis 1843), der Begründer der Homöopathie, prüfte im Jahr 1805 erstmals das Arzneimittel Chamomilla. Zwanzig Jahre später hat er dann Chamomilla in seiner «Reinen Arzneimittellehre» auf fast vierzig Seiten ausführlich beschrieben - wobei er während der Arzneimittelprüfung 461 verschiedene Symptome beobachten konnte. Er war der Meinung, dass die Kamille in potenzierter Form ein äußerst wirksames Heilmittel sei und schrieb wie folgt darüber: «Chamomilla zählt offenbar zu den vielnützigen (Polychrest-) Arzneien». Ferner definierte er das homöopathische Schmerzmittel mit den Worten: «Überhaupt haben die Chamille-Schmerzen das Eigne, daß sie in der Nacht am wüthendsten sind, und dann oft zu einem Grad von Verzweiflung treiben, nicht selten mit einem unabläßigen Durste, Hitze und Röthe der einen Backe; auch wohl heißem Kopfschweisse selbst in den Haaren. Die Schmerzen von Chamille deuchten gewöhnlich unerträglich und nicht auszuhalten. Alles dieß Charakteristische der Chamille deutet auf mit ihr homöopathisch zu hebende, ähnliche Krankheitsfälle hin.» Der Ausgangsstoff für das Mittel «Chamomila» ist die Urtinktur, sie wird aus der ganzen, frischen, zur Blütezeit geernteten Pflanze hergestellt. Aus dieser Urtinktur entstehen gemäß den rechtsverbindlichen Vorschriften des Homöopathischen Arzneibuches (HAB) die unterschiedlichen Potenzen, die mit einer entsprechenden Trägersubstanz wie zum Beispiel Milchzucker, Alkohol oder Wasser verschüttelt oder verrieben werden.

Das Chamomilla-Kind

Chamomilla ist häufig bei Säuglingen und kleinen Kindern sinnvoll, die unter Bauchkrämpfen und Zahnungsbeschwerden zu leiden haben. In diesem Zusammenhang können Beschwerden wie Fieber, Durchfall, Bronchitis, Mittelohrentzündung und Schlaflosgikeit auftreten. Ferner ist Chamomilla durch eine extreme Überempfindlichkeit bei Schmerzen charakterisiert. Das Kind weint und schreit, alles ist unerträglich, der Schmerz macht das Kind wütend und zornig. Auffällig ist dabei eine rote, heiße und eine blasse, kühle Wange. Beim Durchkommen der Zähne kann das Kind Durchfall bekommen. Dieser sieht aus wie gehackter Spinat oder Rührei, dabei kann der Stuhl wie nach faulen Eiern riechen. Das Kind hat das Verlangen, umhergetragen oder im Auto gefahren zu werden, durch die Bewegung kommt es in eine bessere Stimmung - aber bei jeder Unterbrechung kehrt die Gereiztheit sofort zurück. Je weiter der Tag fortschreitet, umso größer wird mit der Müdigkeit auch die Übelllaunigkeit. Kommt das Kind abends ins Bett, schläft es bis Mitternacht nicht. Nach Mitternacht schläft es dann vor Erschöpfung ein. Warme Nahrung und Getränke verschlechtern den Zustand des Kindes. Obwohl Chamomilla das Standardmittel bei Zahnungsbeschwerden ist, passt es nicht auf alle Kinder. Im Vordergrund stehen die Reaktionsmuster der Kinder wie extreme Reizbarkeit, Wut, Zorn und lautes Schreien. So ist bei ruhigem, gelassenem Schmerzverhalten, wie dies beispielsweise bei «Pulsatilla» der Fall ist, niemals an Chamomilla zu denken.

Mehr Infos zu «Chamomilla D6, D12, D30 von Weleda» finden Sie auf der Homepage der Online-Apotheke: >>online bestellen

Hauptanwendungsgebiete bei Kindern

  • Zahnungsbeschwerden mit Fieber, Schreien, Durchfall und stark ausgeprägter Unruhe. Dabei ist das Zahnfleisch geschwollen und berührungsempfindlich. Eine Gesichtshälfte ist rot und heiß, die andere hingegen ist blass.
  • Durchfall ist grün, er sieht aus wie gehackter Spinat bei wundem bis feuerrotem Po.
  • Fieberhafte Infekte der Atemwege sowie krampfartige Magen-Darm-Erkrankungen.
  • Windeldermatitis (Windelausschlag) nach Impfung.
  • Es besteht anhaltendes Weinen, Herumtragen beruhigt das Kind.
  • Schlaflosigkeit mit Reizbarkeit. Schläft oft nur beim Fahren im Kinderwagen oder Auto ein.
  • Launenhaft, will vieles, aber weist alles wieder zurück, sobald es dies bekommen hat.
  • Mittelohrentzündung nach Ärger, Wut und Zorn sowie nach kaltem Wind. Berührung verschlimmert die Schmerzen.
Die magische 11 der Homöopathie für Kinder

Dieser Elternratgeber bringt die homöopathische Behandlung typischer Beschwerden und Kinderkrankheiten von der Babyzeit bis zur Pubertät einfach auf einen Nenner. In der Praxis hat sich unzählige Male erwiesen, dass für die häufigsten Erkrankungen bei Kindern eine bewährte Auswahl von Heilmitteln existiert: die magische 11 der Homöopathie. So gelten beispielsweise Arnica, Belladonna oder Chamomilla nach aller Erfahrung als die wichtigsten Arzneien. Genau um diese und weitere Mittel, die sich immer wieder als heilsam bewiesen haben, geht es in dem Buch. Es stellt die magischen 11 Mittel für Kinder vor, wenn diese zum Beispiel unter Fieber, Husten, Durchfall oder Schlafproblemen leiden. Sollte das Hauptmittel nicht wirksam sein, werden - abgestimmt auf die individuelle Ausprägung der Begleitbeschwerden - noch drei weitere Helfermittel empfohlen. Der Folder zum Buch präsentiert in übersichtlicher Kurzform die häufigsten Beschwerden und die ihnen zugeordneten Mittel.

Die magische 11 der Homöopathie für Kinder
von Sven Sommer und Katrin Reichelt

Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: GRÄFE UND UNZER

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