Wie sich Pflanzenstoffe positiv auf die Gesundheit auswirken

Sekundäre Pflanzenstoffe sind der Gesundheit zuträglich. Sie kommen in allen pflanzlichen Lebensmitteln und Heilpflanzen vor. Sie nehmen für Mensch und Tier positive Einflüsse auf die Stoffwechselprozesse.

Wie sich Pflanzenstoffe positiv auf die Gesundheit auswirken

Generell gilt eine ausgewogene Ernährung auf Basis von viel Obst und Gemüse als sehr vitaminreich. Die meisten wissen jedoch nicht, dass insbesondere die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe einen erheblichen Beitrag zu unserer Gesundheit leisten können. In der Natur dienen diese Mikronährstoffe in vielfältiger Hinsicht. So regeln sie bei einigen Pflanzen das Wachstum oder schützen vor mikrobiellen Angriffen. Doch was sind sekundäre Pflanzenstoffe genau und wie wirken sie auf den menschlichen Körper?

Was sind sekundäre Pflanzenstoffe?

Sekundäre Pflanzenstoffe zählen zu den Mikronährstoffen. Im Gegensatz zu essenziellen Nährstoffen wie Vitamine oder Aminosäuren weißt der Begriff "sekundär" daraufhin, dass die Pflanzenstoffe jedoch nicht lebensnotwendig sind. Trotz dieser Tatsache haben sie einen entscheidenden Einfluss auf unterschiedlichste Stoffwechselprozesse. Sekundäre Pflanzenstoffe kommen vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen oder Vollkornprodukten vor.

Effekt auf den menschlichen Organismus

In erster Linie werden vielen sekundären Pflanzenstoffen antioxidative Wirkungen nachgesagt. Einige von ihnen sorgen dafür, dass Blutgefäße erweitert werden und der Blutdruck gesenkt wird. Andere hingegen besitzen eine antibakterielle sowie entzündungshemmende Wirkung. Weiterhin gibt es sekundäre Pflanzenstoffe, die antithrombisch wirken und den Cholesterinspiegel senken können. Aufgrund dieser vielfältigen Eigenschaften finden sie häufig dann Anwendung, wenn Krankheiten gezielt und auf natürlicher Basis bekämpft werden sollen.

Entsprechend der individuellen Wirkungsweisen der sekundären Pflanzenteile gibt es unterschiedliche Früchte, die bewusst bei unterschiedlichsten Erkrankungen eingesetzt werden können oder die das Risiko einer Erkrankung mindern. Anhand dieser Übersicht lässt sich schnell feststellen, wann die Einnahme von bestimmten Pflanzenstoffen zu empfehlen ist und wie diese auf den Körper einwirken.

In welchen Lebensmitteln stecken viele Pflanzenstoffe?

Generell verbergen sich eine Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen in fast allen Obst- und Gemüsesorten. Wer sich ausgewogen ernährt und dabei statt auf fettige Produkte in erster Linie auf Obst und Gemüse setzt, der schafft damit die Grundvoraussetzung für eine ausreichende Zufuhr an sekundären Pflanzenstoffen. Ein besonders hochwertiges Lebensmittel ist der Granatapfel. Er enthält gleich mehrere Pflanzenstoffe, die unterschiedliche Wirkungen haben. Die enthaltenen Tannine sind Gerbstoffe, die entzündungshemmend wirken und die Zellen schützen. Granatäpfel enthalten zudem das starke Antioxidans Ellagtannin Punicalagin und weisen eine große Menge an Phenolsäuren auf, die eine krebsvorbeugende Wirkung haben.

Der gelbe Pflanzenfarbstoff Quercentin findet sich hingegen vorwiegend in Kapern, Liebstöckel , Radicchio sowie roten Zwiebeln, aber auch in Äpfeln und Birnen. Quercentin wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und beugt Alterserscheinungen vor. Eine weitere wichtige Pflanze, die sich für die Aufnahme sekundäre Pflanzenstoffe bestens eignet, ist der Ginkgo. Die enthaltenen Nährstoffe wie Flavonoide, Bilobalid oder Ginkgolide stärken das Gedächtnis und schützen die körpereigenen Zellen.

Sekundäre Pflanzenstoffe: Einsatz in der naturheilkundlichen Therapie

Entzündliche Prozesse sind der Kern vieler Gesundheitsprobleme. Deren Lösung dafür gibt es immer mehr Anzeichen liegt zu einem großen Teil in der richtigen Ernährung. Ernährungsmedizinische und orthomolekulare Ansätze haben dabei bisher oft eine bedeutende Substanzgruppe vernachlässigt die sekundären Pflanzenstoffe. Vor dem Hintergrund immer neuer Studienergebnisse werden sie nach dem Hype um die Vitamine in den 60er- bis 90er-Jahren mittlerweile auch als die Vitamine des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Grund ist ihre antioxidative, antimikrobielle, antikanzerogene, immunmodulierende, antithrombotische und vor allem antientzündliche Wirkung. In diesem Buch werden die unterschiedlichen sekundären Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Phenolsäure und Carotinoide im Hinblick auf deren medizinische Wirkung vorgestellt. Im Vordergrund stehen die Einsatzmöglichkeiten bestimmter Obst- und Gemüsesorten als Träger von spezifischen sekundären Pflanzenstoffen bzw. entsprechender Supplemente in Prävention und Therapie entzündungsgetriggerter Erkrankungen.

Sekundäre Pflanzenstoffe
Einsatz in der naturheilkundlichen Therapie 
von Anja Bettina Irmler
Taschenbuch: 108 Seiten
Verlag: Eubiotika Verlag

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